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"Lüttke Lüe" zahlt 33 Erstklässlern den Schulranzen

Seit 2007 unterstützt die Bürgerstiftung Kinder aus finanziell schwachen Familien. Sie übernimmt Kosten für das Essen in Schule und Kita oder für Ausflüge. Auch andere Einrichtungen werden bedacht.

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Für weitere 5 Jahre berufen: Das Kuratorium der Stiftung „Lüttke Lüe“ mit Manfred Nienaber (rechts) als Vorsitzendem. Foto: Lüttke Lüe

Für weitere 5 Jahre berufen: Das Kuratorium der Stiftung „Lüttke Lüe“ mit Manfred Nienaber (rechts) als Vorsitzendem. Foto: Lüttke Lüe

Seit 15 Jahren hilft die Garreler Bürgerstiftung finanziell benachteiligten Familien mit Kindern in der Gemeinde. In Kindergärten genauso wie in Schulen. Mal übernimmt die Stiftung den Elternbeitrag für die Verpflegung in der Kita, mal geht es um Kosten für Ausflüge oder die Anschaffung von Schulranzen.

Auch in der ersten Jahreshälfte des laufenden Jahres konnten schon über 20.000 Euro investiert werden, wie das Kuratorium der Stiftung auf seiner Sitzung besprochen hat. Mit dem 31. Mai lief die Berufung aller Mitglieder des Kuratoriums aus, doch Pfarrer Paul Horst überreichte nun die neuen Berufungsurkunden des Bischöflichen Offizialats und Weihbischofs Wilfried Theising. „Die Hilfe der Stiftung ist für viele Menschen sehr wichtig“, betonte der Pfarrer.

Seit Gründung der Stiftung (2008) war Monika Voßmann Kuratoriumsmitglied. Aus gesundheitlichen Gründen verzichtete sie auf eine erneute Berufung und erhielt als Dank einen Blumenstrauß. Als neue Mitglieder konnte die Bürgerstiftung Garrels Bürgermeister Thomas Höffmann und Anke Thobe als Vertreterin der Kindergärten in ihrer Runde begrüßen. „Die Bereitschaft des Bürgermeisters zur Mitarbeit ist ein Zeichen der Wertschätzung und wertet die Stiftung, die gut in der Bevölkerung verankert ist, weiter auf“, freute sich Vorsitzender Manfred Nienaber.

Nach 15-jähriger Tätigkeit verabschiedet: Pfarrer Paul Horst überreicht Monika Voßmann als Dank einen Blumenstrauß. Foto: Lüttke LüeNach 15-jähriger Tätigkeit verabschiedet: Pfarrer Paul Horst überreicht Monika Voßmann als Dank einen Blumenstrauß. Foto: Lüttke Lüe

Nach seiner Berufung beschloss das Kuratorium einstimmig, dass Nienaber weiterhin die Aufgaben des Vorsitzenden übernehmen soll, Ulrich Wendeln bleibt sein Stellvertreter. Beim Bischöflich Münsterschen Offizialat als Aufsichtsbehörde wird jetzt die Ernennung beantragt. Als Geschäftsführerin steht den beiden Ingrid Nienaber zur Seite. Weitere Mitglieder sind Franz-Josef Behrens, Monika Düker, André Hellmann, Yvonne Högemann, Roswitha Kirsch, Hubert Looschen und Holger Ossowski.

Ingrid Nienaber berichtete, dass in den ersten 5 Monaten dieses Jahres über 20.000 Euro ausgeschüttet wurden: Die Schulen führten wieder Klassenfahrten durch, die Flüchtlinge wurden unterstützt und 33 der kommenden Erstklässler erhielten eine Schultasche geschenkt.

Außerdem hielt die Geschäftsführerin die Zahlen der vergangenen 5 Jahre bereit: So konnte die Stiftung seit 2018 insgesamt 230.000 Euro Spendengelder einnehmen. Spendenanlässe waren etwa Firmen- und Geburtstagsjubiläen oder Trauerfeiern. Mit der Kalenderaktion zur Adventszeit gab es aber auch eigene Initiativen. Die Zinserträge beliefen sich auf rund 34.000 Euro.

Für soziale Zwecke zahlte die Bürgerstiftung 104.000 aus. Unterstützt wurden verschiedene Einrichtungen in Garrel wie die Grundschulen, die Oberschule sowie die Kindertagesstätten. Darüber hinaus habe man die Kreismusikschule, Vereine, die Sozialstation, die Bücherei und andere Bedürftige bedacht.

Aufgrund der großen Nachfrage wird die Auflage der Kalender erhöht. Im vergangenen Jahr verkauften die Organisatoren unter Leitung von Hubert Looschen 5000 Exemplare. Sogar „die ersten Sponsoren stehen schon Schlange“, so Looschen. Diesem sprach der Vorsitzende seinen besonderen Dank aus, denn die Aktion sei eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Erstellt wird auf Beschluss der Kuratoriumsmitglieder ein neuer Flyer. Dieser soll in Kindergärten, Schulen und weiteren Einrichtungen ausgelegt werden. Denn: „Nicht alle sind digital unterwegs.“

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