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"Lohne, Lohne lohnt sich" – Franz kl. Holthaus singt eine Hommage an seine Heimatstadt

Der 74-Jährige kombiniert einen plattdeutschen Text mit einem Klassiker der Rockband Queen. Es könnte die neue Lohner Hymne werden – auch dank der Unterstützung durch den Schützenverein.

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Ein Lied für Lohne: Als Geschäftsmann hat Franz kl. Holthaus viel von der Welt gesehen. Wo auch immer er war: Stets fühlte sich der 74-Jährige eng mit Lohne verbunden. Seiner Heimatstadt hat er jetzt eine musikalische Hommage gewidmet. Foto: Timphaus

Ein Lied für Lohne: Als Geschäftsmann hat Franz kl. Holthaus viel von der Welt gesehen. Wo auch immer er war: Stets fühlte sich der 74-Jährige eng mit Lohne verbunden. Seiner Heimatstadt hat er jetzt eine musikalische Hommage gewidmet. Foto: Timphaus

Ob "Grüß dich Lohne, du Stadt, die wir lieben" oder "Aller deutschen Städte Krone, wenn auch weniger bekannt": Wenn die Anfangszeilen des Lohner Schützenliedes oder die ersten Akkorde des "Lohner Liedes" erklingen, schlägt das Herz vieler Menschen aus der zweitgrößten Stadt im Landkreis Vechta ein kleines bisschen schneller. Der Lohner Hobbymusiker Franz kl. Holthaus stellt nun einen Song vor, der sich zur neuen Lohner Hymne aufschwingen könnte – auch dank die Unterstützung durch den Schützenverein.

Der 74-Jährige hat unter dem Titel "Lohne, Lohne lohnt sich" ein Lied auf Plattdeutsch getextet und mit der Melodie des Evergreens "We Will Rock You" von Queen untermalt. Teil der 7:19 Minuten langen Komposition, die der frühere Unternehmer gemeinsam mit befreundeten Musikern in einem Tonstudio aufgenommen hat, sind ebenjenes Schützenlied und die Stadthymne.

Kl. Holthaus nimmt in seinem musikalischen Machwerk unter anderem Bezug auf das rege Vereinsleben in der Stadt, den unter dem Stichwort "Lohner Wind" oft betonten Tatendrang und Mut der Bürger, die internationalen Kontakte der Betriebe – und seine eigene Biografie. "Ich bin geschäftlich in meinem Leben viel unterwegs gewesen. Aber ein starkes Heimatgefühl war immer da. Das Lied soll eine Hommage an meine Heimatstadt sein", erklärt der Lohner.

Ein Queen-Klassiker in völlig neuem Gewand: Franz kl. Holthaus (Mitte) hat eine musikalische Hommage an seine Heimatstadt verfasst. Bei der Verbreitung des Liedes unterstützen ihn Norbert Hinzke (links; Pädagogischer Leiter der Familienbildungsstätte des Ludgerus-Werks) und der Lohner Schützenpräsident Uwe Moormann. Foto: TimphausEin Queen-Klassiker in völlig neuem Gewand: Franz kl. Holthaus (Mitte) hat eine musikalische Hommage an seine Heimatstadt verfasst. Bei der Verbreitung des Liedes unterstützen ihn Norbert Hinzke (links; Pädagogischer Leiter der Familienbildungsstätte des Ludgerus-Werks) und der Lohner Schützenpräsident Uwe Moormann. Foto: Timphaus

Da klatscht jedermann mit: Auf den Queen-Klassiker sei er aufgrund seines eingängigen Rhythmus schnell gekommen. "Außerdem bin ich ein Fan von Freddie Mercury." Das Plattdeutsche sei fest in ihm verankert. "Bis zu meinem 16. Lebensjahr konnte ich kein Hochdeutsch", sagt der in Bokern aufgewachsene Senior.

Kl. Holthaus ist mit kleineren Unterbrechungen seit fast 6 Jahrzehnten auch immer mit Bands unterwegs. Ob früher Pinguin-Sextett, Soundtrack, Albatross, Fair Play, Lookback oder heute Klangklör und The (G)Oldies: Musik spielte schon immer eine bedeutende Rolle in seinem Leben. "Wenn ich beruflich stark eingespannt war; Musik hat bei mir immer den Kopf freigepustet."

Corona-Pandemie verleiht dem Projekt den Schwung

Seine Anfänge nahm "Lohne, Lohne lohnt sich" vor 2 Jahren bei der Talentshow im Ludgerus-Werk anlässlich der Lohner Kulturtage. Auf Bitten von Norbert Hinzke, Pädagogischer Leiter der Familienbildungsstätte und Nachbar aus der Jägerstraße, stellte kl. Holthaus damals auf der Bühne in der Möhring'schen Hofstelle erstmals eine "Liedskizze" des heutigen Songs vor. 

"Jutta und Josef Holzenkamp haben mich damals unterstützt. Es hat viel Spaß gemacht", erinnert sich kl. Holthaus. Anschließend sei er immer wieder auf seinen Auftritt angesprochen worden. "Die Leute wollten den Text gerne haben." 

Die Idee, aus dem Rohmaterial einen echten Song zu machen, schlummerte schon länger in kl. Holthaus. Durch die Corona-Pandemie nahm das Projekt dann Fahrt auf. Gemeinsam mit seinen Musikerfreunden Achim Bütow und Carsten Mohring nahm er in dessen Tonstudio das Lied auf – und parallel dazu noch 2 Einzelversionen des Schützenliedes und "Lohner Liedes".

Lied könnte mit einem Video verbunden werden

Nun soll "Lohne, Lohne lohnt sich" unter die Leute gebracht werden. Kl. Holthaus baut dabei vor allem auf die Zugkraft des Lohner Schützenvereins. Deren Vorsitzender Uwe Moormann signalisiert die Bereitschaft, als Multiplikator zu fungieren. "Wir überlegen innerhalb des Präsidiums, wie wir es an die Schützen heranbringen können." Er bedauert, dass Treffen des Vereins aktuell nicht möglich seien, sieht aber über die Vereinssoftware eine Option zur Verbreitung.

Moormann freut sich über das Engagement von kl. Holthaus: "Ein motivierendes und Mut machendes Lied können wir aktuell wohl alle gebrauchen. Ich könnte mir aber auch etwas Dauerhaftes vorstellen." Gemeinsam mit kl. Holthaus spinnt er an der Überlegung, das Lied mit einem Video zu verbinden. Erste Kontakte mit Herbert Warnking, Leiter des Stadtmedienarchivs des Heimatvereins Lohne, seien bereits geknüpft, sagt kl. Holthaus.

Erster Auftritt auf dem Straßenfest der Jägerstraße

Der Schützenpräsident sagt: "Ich könnte mir auch eine Art Imagefilm der Lohner Vereine vorstellen." Er will es in die Wege leiten, dass "Lohne, Lohne lohnt sich" zum Download auf der Webseite des Schützenvereins bereitgestellt und über die Social-Media-Kanäle verbreitet wird. Dafür bedankt sich kl. Holthaus.

Hinzke schließlich freut sich indes auf den ersten öffentlichen Auftritt seines Nachbarn mit dem Mutmach-Song. Der 63-Jährige ist selbst ein begeisterter Hobbymusiker und tritt mit den "Eberhards" oft und gerne bei Veranstaltungen im Ludgerus-Werk auf. Er baut darauf, dass die Corona-Lage es zulässt und "Lohne, Lohne lohnt sich" beim nächsten Straßenfest in der Jägerstraße zu hören ist. "Das Wochenende nach dem Lohner Schützenfest sollten sich die Leute schon mal vormerken", sagt er mit einem Augenzwinkern.

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