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Lohne knackt die 29.000-Einwohner-Marke

Der Bevölkerungsanstieg hängt mit dem Geburtenüberschuss und den Zuzügen zusammen. Der Zahlenspiegel 2021 gibt allerhand spannende Daten preis.

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Stadt der kleinen Erdenbürger: Mehr als 300 Kinder, die in Lohne aufwachsen werden, erblickten 2020 das Licht der Welt. Da wird selbst der Brunnen Ego Lohne zum großen Nuckler. Foto: Timphaus

Stadt der kleinen Erdenbürger: Mehr als 300 Kinder, die in Lohne aufwachsen werden, erblickten 2020 das Licht der Welt. Da wird selbst der Brunnen Ego Lohne zum großen Nuckler. Foto: Timphaus

Lohne wächst und wächst und wächst. Jetzt hat die zweitgrößte Stadt im Landkreis Vechta die 29.000-Einwohner-Marke geknackt. Zum Stichtag 1. Januar 2021 hatten nach Angaben aus dem Rathaus exakt 29.226 Menschen ihren Erst- beziehungsweise Zweitwohnsitz in Lohne angemeldet. Das sind 254 Personen mehr als im Vorjahr – und sogar 8.579 mehr als vor 3 Jahrzehnten. Das geht aus den Daten für den Zahlenspiegel 2021 hervor, die die Stadt zusammengestellt hat und die demnächst in einem Flyer veröffentlicht werden.

Der Bevölkerungsanstieg hängt mit dem Geburtenüberschuss und den Zuzügen in die Stadt zusammen. Im vergangenen Jahr erblickten 305 Lohner Erdenbürger das Licht der Welt. Dieser Zahl stehen 240 Sterbefälle gegenüber. Übrigens: Die beliebtesten Vornamen 2020 waren nach Angaben aus dem Standesamt Emma bei den Mädchen und Luca bei den Jungen.

Bei den Zu- und Fortzügen war das Plus noch deutlicher: 1.511 Menschen zogen 2020 aus Lohne fort, 1.739 fanden in der Stadt eine neue Heimat. Entsprechend veränderte sich auch die Bevölkerungsdichte: Lag sie vor 30 Jahren bei 227 Einwohnern pro Quadratkilometer, so ist Lohne heute dichter besiedelt: Auf einen Quadratkilometer kommen nun 322 Einwohner.

Eine junge Stadt: Mehr als 20 Prozent der Bevölkerung sind unter 18 Jahre

Die meisten Lohner (22.549) wohnen naturgemäß im Stadtgebiet. Doch auch die Ortsteile haben viele Einwohner als ihren Lebensmittelpunkt gewählt. Brockdorf-Süd (1.130) und Kroge (898) sind die Größten unter den Kleinen, es folgen Hamberg (861), Schellohne (849) und dann schon mit deutlichem Abstand Ehrendorf (511). Am wenigsten Menschen leben in Brockdorf-Nord (70), gefolgt von Nordlohne (77). Doch auch in Klein Brockdorf (92) und Krimpenfort (104) kennt wohl jeder jeden.

Lohne ist eine junge Stadt. Das beweisen Zahlen zur Demografie. Die Statistik weist für die Stadt 5.967 Kinder und Jugendliche aus. Das entspricht 20,4 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die größte Gruppe stellen mit 10.007 Lohnern die 19- bis 44-Jährigen (34,2 Prozent). 8.525 Personen sind zwischen 45 und 64 Jahre alt (29,2 Prozent), während sich 4.727 Lohner im Rentenalter befinden (16,2 Prozent).

Ein starker Wirtschaftsstandort: 2.431 Gewerbebetriebe gibt es in Lohne

Ebenfalls ein Trend der vergangenen Jahrzehnte: Lohne wird immer bunter. Während 1991 noch 1.005 Menschen mit ausländischem Pass in der Stadt lebten (4,9 Prozent), so waren es zum Stichtag 1. Januar 2021 exakt 4.977 (17 Prozent).

Lohne ist ein starker Wirtschaftsstandort. Insgesamt 2.431 Gewerbebetriebe haben sich in der Stadt angesiedelt. Im Vergleich zum Vorjahr (2356) hat sich diese Zahl nochmals deutlich erhöht. Zur Industrie zählen 71 Firmen, dem Handel gehören 678 an. 329 Handwerksbetriebe sind in der Statistik verzeichnet. Das Gros ist indes mit 1.353 Unternehmen dem sonstigen Gewerbe zuzuordnen.

Zusammen haben die Lohner Betriebe der Stadt im abgelaufenen Jahr fast 23 Millionen Euro an Gewerbesteuererträgen gebracht. Das war ein neuerlicher Rekord, wie Lohnes Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer jüngst während des digitalen CDU-Prüttessens stolz verkünden durfte. Mit knapp 12 Millionen Euro stammt mehr als die Hälfte dieses Geldes aus dem Industriebereich (52,5 Prozent).

Ein guter Ort zum Arbeiten: Die Stadt zählt fast 16.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

Lohne ist ein guter Ort zum Arbeiten. Das beweist der Blick auf die Ein- und Auspendler. Nach aktuellen Zahlen der Agentur für Arbeit fahren täglich 9.907 Menschen zum Arbeiten in die "Stadt der Spezialindustrien". Deutlich weniger – 5.985 – pendeln für den Job in eine andere Region. Das macht ein sattes Plus von 3.922. Der Pendlerüberschuss gilt als Indikator für die Wirtschaftskraft einer Kommune.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist im Vergleich zum Vorjahr von 15.808 auf 15.983 angestiegen. 6.497 von ihnen (40,6 Prozent) sind im verarbeitenden Gewerbe tätig. 1.965 Beschäftigte (12,3 Prozent) arbeiten im Handel, 1.758 sind der Verkehrs- und Logistikbranche zuzurechnen (11,0 Prozent).

Weitere spannende Zahlen: Die Lohner bewegen insgesamt 16.355 Pkw und 834 Motorräder. 1.834 Lastwagen sind in Lohne gemeldet, 581 Traktoren. Die Zahl der Eheschließungen ging aufgrund der Corona-Pandemie von 144 in 2019 auf 116 im vergangenen Jahr zurück. Es gibt in Lohne 58 öffentliche Spielplätze, weitere 13 sind an Kindertagesstätten oder Schulen angedockt. Je zwei Bolzplätze und Soccerfelder zählt die Stadt sowie eine Skateranlage.

  • InfoDer Zahlenspiegel 2021 der Stadt Lohne wird in den kommenden Tagen auf der städtischen Webseite unter der Rubrik "Stadtporträt" veröffentlicht. Der Statistik-Flyer liegt demnächst auch im Rathaus und Industriemuseum sowie in den Schulen und Banken kostenlos zur Mitnahme aus.

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