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Löninger gründen Bürgerverein für die gesamte Stadtgemeinde

Die neun Gründungsmitglieder des Vereins "Bürger für Bürger – Fünf Viertel und eine Wiek" wollen sich für einkommensschwache Familien und Einzelpersonen in Löningen einsetzen.

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Freut sich auf die kommenden Aufgaben: Der Vorstand von "Bürger für Bürger" mit (von links) Werner Lüdeke-Dalinghaus, Stefan Janning, Werner Sandmann, Annette Niehaus, Marlies Hukelmann, Martin Abeln und Anke Bischoff will viele gemeinnützige Projekte unterstützen. Es fehlen Frank Hillenhinrichs und Sascha Willoh. Foto: Wienken

Freut sich auf die kommenden Aufgaben: Der Vorstand von "Bürger für Bürger" mit (von links) Werner Lüdeke-Dalinghaus, Stefan Janning, Werner Sandmann, Annette Niehaus, Marlies Hukelmann, Martin Abeln und Anke Bischoff will viele gemeinnützige Projekte unterstützen. Es fehlen Frank Hillenhinrichs und Sascha Willoh. Foto: Wienken

Sich für Menschen aus der Nachbarschaft einsetzen und lokale Projekte unterstützen, das wollen künftig die Mitglieder des Vereins "Bürger für Bürger – Fünf Viertel und eine Wiek" der Stadtgemeinde Löningen. "Wir alle nehmen die Not in der Welt wahr, insbesondere der Geflüchteten aus der Ukraine. Aber auch Menschen vor der eigenen Haustür benötigen Unterstützung und genau da wollen wir ansetzen", sagt Marlies Hukelmann, Vorsitzende des Bürgervereins. Kinder, Familien, aber auch Einzelpersonen aus der gesamten Stadtgemeinde, die in Not geraten sind, sollen mit "Bürger für Bürger" künftig einen Ansprechpartner haben, den sie um Hilfe bitten können.

"Menschen geraten aus ganz verschiedenen Gründen in Not. Wir möchten hilfsbedürftigen Bürgern und Familien daher unsere schnelle und unbürokratische Unterstützung anbieten", so Hukelmann. Der Verein gewähre persönliche und finanzielle Hilfe in Notlagen. Das Angebot richte sich dabei nicht nur an Bürger aus Löningen, sondern auch der fünf Viertel und der Wiek, daher auch der Name.

Konkret wollen die Ehrenamtlichen Kinder und Jugendliche fördern, um vor allem in puncto Bildung Chancengleichheit zu schaffen. Außerdem richtet sich die Hilfe des Vereins an in Not geratene Familien, um ihnen eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. "Zusätzlich wollen wir einen Ausgleich schaffen. Das heißt, wir unterstützen auch Einzelpersonen und Menschen mit Beeinträchtigungen für mehr soziale Gerechtigkeit", sagt Marlies Hukelmann. Ein letzter Förderschwerpunkt liege in der Tradition. "Bürger für Bürger" setze sich zum Ziel, das bürgerliche Engagement zugunsten gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke zu fördern.

Im Oktober soll die erste Mitgliederversammlung stattfinden

Derzeit besteht der Verein aus dem 9-köpfigen Gründungsvorstand. Dazu gehören neben der Vorsitzenden Marlies Hukelmann noch Martin Abeln als Stellvertreter, Kassenwartin Annette Niehaus, Schriftführer Werner Sandmann sowie die Beisitzer Anke Bischoff, Sascha Willoh, Stefan Janning, Frank Hillenhinrichs und Werner Lüdeke-Dalinghaus. Momentan sind die Ehrenamtlichen also noch auf der Suche nach weiteren Mitgliedern. "Das Gute an dem Projekt ist, dass wir sicherstellen können, dass jeder Euro zu 100 Prozent ankommt, da Löninger Spenden für Löninger sammeln", betont Martin Abeln. Interessierte, die den Verein bei seiner Arbeit unterstützen wollen, erhalten bei der Stadt einen Mitgliedsantrag, denn die Internetseite befindet sich derzeit noch im Aufbau. Im Oktober soll dann eine erste Mitgliederversammlung stattfinden.

Die Idee, den Verein "Bürger für Bürger" zu gründen, gab es schon seit der Fertigstellung der Turnhalle bei der Gelbrinkschule. Doch die Corona-Pandemie habe die Vereinsgründung immer wieder hinausgezögert, berichtet Hukelmann. Schließlich konnten sich die Vorstandsmitglieder am 29. März in Lodbergen zur Gründung treffen. Mit dem Okay des Finanzamts ist nun außerdem eine weitere Hürde genommen: Somit kann der Bürgerverein jetzt auch Spendenquittungen ausstellen.

Als erste Aktion will "Bürger für Bürger" einkommensschwachen Familien pünktlich zum Schulstart Schultaschen im Wert von bis zu 80 Euro stiften. Für dieses Projekt hat sich der Vorstand im Vorfeld mit Erzieherinnen und Lehrerinnen der Stadtgemeinde ausgetauscht. In diesen Gesprächen stellte sich heraus, dass das staatliche Bildungspaket für den Schulbedarf nicht ausreiche. Familien, die wenig Geld haben, können Unterstützung beantragen. Diese sehe insgesamt 156 Euro pro Schuljahr vor. Der tatsächliche Bedarf liege jedoch bei rund 300 Euro, erklärt der Vorstand.

"Mit den gestifteten Schultaschen wollen wir die Familien daher zumindest ein wenig entlasten, um ihnen den Einstieg zu erleichtern", erklärt Martin Abeln. Für dieses Vorhaben erhielt der Bürgerverein nun von der Sportgemeinschaft (SG) Böen eine erste Finanzspritze. Rund 540 Euro sammelten die Böener für den neuen Bürgerverein. Sven Boese, stellvertretender Vorsitzender der Sportgemeinschaft, überreichte die Spende. "Wir danken den Böenern für die Unterstützung. Das Geld können wir gut als Startkapital gebrauchen", so Marlies Hukelmann. Ein erster Schritt sei damit getan.

  • Info: Interessierte und Hilfesuchende können sich per Mail an info@bfb-541.de an den Bürgerverein wenden. Auch die Spendenkonten sind bereits eingerichtet: DE97 2805 0100 0094 2678 53 (LzO) und DE25 2806 5061 0016 9080 00 (Volksbank).

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