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Lehrerinnen und Lehrer lernen Goldenstedter Schulwald kennen

Seit fast 10 Jahren pflegt die Marienschule einen eigenen kleinen Wald. Damit andere Schulen von dieser Expertise profitieren können, fand in der Gemeinde nun ein Netzwerktreffen statt.

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Treffen im Grünen: Das Netzwerktreffen der Stiftung "Zukunft Wald" fand im Goldenstedter Schulwald statt.   Foto: C. Meyer 

Treffen im Grünen: Das Netzwerktreffen der Stiftung "Zukunft Wald" fand im Goldenstedter Schulwald statt.   Foto: C. Meyer 

Vormittags im Goldenstedter Schulwald: Rund 20 Lehrerinnen und Lehrer von verschiedenen Schulen aus der Region teilen sich in 4 Gruppen auf. Es gilt, eine Rallye zu bestreiten. Auf der Streuobstwiese ist das „Spielbrett“ vorbereitet – Holzscheiben mit verschiedenen Nummern darauf. Gewonnen hat, wer zuerst eine ganze Runde zurückgelegt hat. Ausgestattet mit einem Würfel und einem Fragenkatalog machen die Lehrerinnen und Lehrer sich ans Werk. Die Würfel fallen, die Spielfiguren – in diesem Fall ein Teammitglied – rücken vor. Bevor man sich versieht, laufen die Ersten bereits in den Wald. Die Nummern auf den Holzscheiben stehen für die Aufgaben auf dem Fragenkatalog, die nur mit dem Wissen aus dem Wald beantwortet werden können.

Junge Goldenstedterinnen und Goldenstedter sind mit diesem Spiel längst vertraut. Schülerinnen und Schüler, die für den Jahrgang 5 neu auf die Marienschule kommen, nehmen an dieser Rallye teil, um sich mit dem Schulwald vertraut zu machen. Die Lehrerinnen und Lehrer, die an diesem Vormittag das Spiel bestreiten, betreuen an ihren jeweiligen Schulen selbst einen Schulwald. Die Stiftung "Zukunft Wald" fördert diese Schulwälder finanziell. Rund 60 sind es mittlerweile in Niedersachsen, sagt die stellvertretende Direktorin der Stiftung, Franziska Dannenberg. Und 2-mal im Jahr findet ein Netzwerktreffen mit den jeweiligen Akteuren statt – eines für den nördlichen Bereich, eines für den südlichen. Eines dieser beiden Treffen fand in diesem Jahr jetzt in Goldenstedt statt. Christiane Lehmkuhl und Tessa Wellen, Lehrerinnen an der Marienschule, gestalteten das Programm für ihre Kolleginnen und Kollegen der anderen Schulen.

Foto: C. Meyer
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Den Schulwald in Goldenstedt gibt es seit 2012 – und dieser war der erste im Kreis Vechta, wie Lehmkuhl sagt. Damit sei dieser auch einer der ältesten der Stiftung "Zukunft Wald", ergänzt Dannenberg. Das Projekt „Schulwälder gegen Klimawandel“ startete 2011. Das jährliche Netzwerktreffen soll dem Austausch und der Inspiration dienen, sagt Dannenberg. Jeder Schulwald sei einzigartig und jede Schule habe andere Ideen dafür. Davon könnten andere profitieren.

Naturschutz-AG kümmert sich um Wald

Der Schulwald in Goldenstedt erstreckt sich auf einer Fläche von 0,8 Hektar und ist innerhalb weniger Minuten fußläufig zu erreichen. Möglich gemacht hat dies Familie Scheele, die die Fläche für den Wald kostenlos für 30 Jahre zur Verfügung stellt. Dies ist im Rahmen eines Kooperationsvertrags sichergestellt. Hermann Scheele besuchte ebenfalls das Netzwerktreffen und zeigte sich ganz angetan von der Entwicklung der vergangenen Jahre. „Wunderschön“ sei der Wald geworden, sagt er. Da er direkt nebenan wohne, schaue er regelmäßig vorbei.

Die Verantwortung für den Wald liegt bei der Schule. Neben der Rallye, um den Wald kennenzulernen, pflanze jede 5.-Klässlerin und jeder 5.-Klässler – begleitet von Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 8 – selbst etwas an. So haben alle Schülerinnen und Schüler der Marienschule letztlich etwas in dem Schulwald angepflanzt und somit einen Bezug dazu, erläuterte Christiane Lehmkuhl ihren Kolleginnen und Kollegen der anderen Schulen. Den Rest des Jahres betreue die Naturschutz-AG der Marienschule den Schulwald.

Was ist eigentlich nach den 30 Jahren? Diese Frage stellt auch Franziska Dannenberg von der Stiftung ganz offen. Darüber müsse man sich noch Gedanken machen, gibt sie zu. Vielleicht könne es Anschlussverträge geben. Für sie steht aber fest: Es muss weitergehen. „Die Stiftung ist auf die Ewigkeit ausgelegt.“

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