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Langfördener Herbstkirmes leidet unter dem Wetter

Nach der gelungenen Zeltparty schwindet die gute Stimmung auf dem Volksfest. Auch die Prognosen für das Finale am Montag verheißen nichts Gutes.

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Ungemütliche Zeiten: Die traditionelle Herbstkirmes in Langförden war am Sonntagnachmittag aufgrund der kräftigen Regenschauer nur mäßig besucht. Der Laurentiusplatz wirkte zeitweise wie leergefegt. Foto: Speckmann

Ungemütliche Zeiten: Die traditionelle Herbstkirmes in Langförden war am Sonntagnachmittag aufgrund der kräftigen Regenschauer nur mäßig besucht. Der Laurentiusplatz wirkte zeitweise wie leergefegt. Foto: Speckmann

Der frisch sanierte Ortskern mit dem neugestalteten Laurentiusplatz bot beste Voraussetzungen für die traditionelle Herbstkirmes in Langförden. Doch der erhoffte Andrang sollte am Sonntag ausbleiben. Das wechselhafte Wetter machte den Beteiligten einen Strich durch die Rechnung. Die Resonanz war deutlich geringer als in den Jahren vor der pandemiebedingten Zwangspause.

Die Mitglieder des Musikvereins Langförden blickten mit sorgenvoller Miene gen Himmel, als sie am frühen Sonntagnachmittag ihre Instrumente für das Platzkonzert auspackten. „Im Moment sieht es ganz gut aus“, meinte Vorsitzender Markus Siemer. Fast wie bestellt blitzte die Sonne durch die Wolken. Märsche, Polka und moderne Stücke lieferten einen kleinen Vorgeschmack auf das Herbstkonzert am 16. Oktober in der Turnhalle.

Die Spielleute waren bereits am Samstagabend zur Eröffnung der Kirmes auf dem Laurentiusplatz aufgetreten. Zu späterer Stunde verlagerte sich das Geschehen in das Festzelt. Dort lud die Landjugend Langförden bei freiem Eintritt und Happy Hour zur Party ein. Mit dem Besuch zeigten sich die Veranstalter ganz zufrieden: „Das Zelt war voll, die Stimmung war gut.“

Spiel mit den Kugeln: Das Partnerschaftskomitee Langförden-Le Cellier lud die Kirmesbesucher zum Boule ein. Foto: SpeckmannSpiel mit den Kugeln: Das Partnerschaftskomitee Langförden-Le Cellier lud die Kirmesbesucher zum Boule ein. Foto: Speckmann

Am Sonntagmorgen bekam die gute Laune einen Dämpfer. Im Gegensatz zu früheren Jahren klafften große Lücken in den Reihen des Flohmarktes. Im Gegensatz zu den gewerblichen Anbietern hatten viele private Händler ihre Stände aufgrund des Regens erst gar nicht aufgebaut, andere verweilten deutlich kürzer als geplant, zumal auch die Kundschaft ausbleiben sollte.

Auf dem Flohmarkt klaffen große Lücken

Max und Constanze Biegel brachen am frühen Nachmittag ihre Zelte ab. Die Kinder hatten am Vortag ihre Zimmer auf den Kopf gestellt und allerhand Spielzeug ausrangiert. Immerhin einen kleinen Teil konnten Ludwig (8), Carl (6) und Pauline (4) beim Flohmarkt unters Volk bringen. Die Einnahmen wurden prompt an anderen Ständen in Bauklötze, Pokémon-Karten und Pferdefiguren reinvestiert.

Am Stand des Handels- und Gewerbevereins (HGV) Langförden konnten die Besucher ihr Losglück versuchen. Die Mitgliedsbetriebe präsentierten eine große Palette an Preisen, darunter wertvolle Haushaltsgeräte sowie Reise- und Verzehrgutscheine. In gespannter Erwartung der abendlichen Verlosung beteiligte sich auch die Familie Witte an der Tombola. Töchterchen Emma durfte das Coupons in die große Lostrommel werfen.

Anschließend nahmen Emma und ihre Geschwister das Kinderkarussell in Beschlag. Auch Wurfbuden und Hüpfburg waren beim jungen Publikum gefragt. Als Vergnügen für alle Altersgruppen erwies sich das Boule-Turnier des Partnerschaftskomitees Langförden-Le Cellier. Joost (8) und Martha (6) traten unter den Augen ihre Eltern zum Duell an. Als strahlende Siegerin ging das Töchterchen hervor.

Die Pfarrgemeinde St. Laurentius nutzte das Volksfest vor der eigenen Tür, um mit den Menschen in Kontakt zu kommen. Die Mitglieder hatten sich für Präsentationszwecke den neuen Begegnungsbus der Caritas ausgeliehen. Neben Produkten aus fairem Handel wurde ausrangierter Lesestoff aus der Bücherei angeboten. „Wenn hier schon was los ist, wollen wir uns auch beteiligen. Wir sind da und gesprächsbereit“, sagte Pastor Ralph Forthaus.

Händlertrio auf dem Flohmarkt: Die Geschwister Ludwig, Carl und Pauline (von links) boten ihr ausrangiertes Spielzeug an. Foto: SpeckmannHändlertrio auf dem Flohmarkt: Die Geschwister Ludwig, Carl und Pauline (von links) boten ihr ausrangiertes Spielzeug an. Foto: Speckmann

Nur mit Petrus zu sprechen, das haben die Langfördener offenbar versäumt. Nach dem durchwachsenen Sonntag geht die traditionelle Herbstkirmes am Montag (19. September) ab 15 Uhr in ihre dritte und letzte Runde. Um 18 Uhr soll es einen gemütlichen Ausklang bei Klönschnack und Bier geben. Die Wetterprognosen verheißen nichts Gutes. Die Besucher sollten sich warm anziehen – und auf jeden Fall einen Regenschirm mitnehmen.

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