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Landkreis-Mitarbeiterin wird nach Corona-Kontrollen im Internet bedroht

Zusammen mit der Polizei hat der Kreis Cloppenburg in der Nacht zu Sonntag mehrere Gaststätten überprüft. Am Sonntag riefen User in einer Messenger-Gruppe dazu auf, die Mitarbeiterin zu überfahren.

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Symbolfoto: Archiv OM Online

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Morddrohung nach Corona-Kontrollen: In einer Gruppe auf einem Messengerdienst haben Nutzer am Sonntag dazu aufgerufen, eine Mitarbeiterin des Landkreises Cloppenburg zu überfahren. Das berichtet die Polizei. Die Frau war in der Nacht zu Sonntag bei einer gemeinsamen Kontrolle der Corona-Regeln von Polizei und Landkreis im Einsatz. Tags darauf wurde in der Gruppe der Tod der Mitarbeiterin gefordert sowie der Aufruf verbreitet, ihre Pferdeställe in Brand zu setzen. Darüber hinaus wurde die Frau beleidigt und ihr gedroht, den Tieren Schaden zuzufügen.

Die Polizei konnte bereits zwei Tatverdächtige ermitteln. Dabei handelt es sich um zwei 19-Jährige aus Cappeln. Gegen einen der Tatverdächtigen hatte die Mitarbeiter bei den Kontrollen ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Die Beamten ermitteln nun wegen des Verdachts der Bedrohung, Beleidigung und der Störung des öffentlichen Friedens durch die Androhung von Straftaten. Noch am Sonntag erließ das Amtsgericht Oldenburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnungen der Tatverdächtigen. Hierbei wurden die Smartphones der Männer beschlagnahmt.

Angesichts der Drohungen appellierte Inspektionsleiter Jörn Kreikebaum: "Hass und Hetze und Bedrohungen – auch in den sozialen Medien – müssen unterbunden werden." Das Internet sei kein rechtsfreier Raum. Darum werde die Polizei auch in Zukunft konsequent einschreiten. "Schauen auch Sie nicht weg, wenn Sie solche Entwicklungen in Ihrem Umfeld feststellen", sagte Kreikebaum.

Bei den Corona-Kontrollen wurden mehrere Verstöße festgestellt

Die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta und der Landkreis haben in der Nacht von Samstag auf Sonntag in insgesamt 8 Gaststätten Mängel festgestellt. Betroffen waren Einrichtungen in Löningen, Friesoythe, Altenoythe, Ramsloh, Emstek und Cloppenburg. Teils gab es in jeweils einem Betrieb gleich mehrere Verstöße.

Bei den festgestellten Verstößen handle es sich laut Polizei um fehlende oder mangelhafte Hygienekonzepte, keine Kontaktnachverfolgung und fehlende Kontrollen der 2G-Plus-Regeln beziehungsweise der Kontaktbeschränkung. Zudem hätten laut Polizeibericht einige Besucher und Besucherinnen und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen keine Maske getragen.

Doch auch über die Corona-Regeln hinaus wurden Verstöße festgestellt: So wurden in einer Gaststätte in Altenoythe Spirituosen an Minderjährige ausgeschenkt. Das Ordnungsamt hat in allen Fällen entsprechende Verfahren eingeleitet. Die Polizei kündigt an, auch in Zukunft ähnliche Kontrollen durchzuführen.

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