Kreisverkehrswacht hat jetzt alles unter einem Dach
200.000 Euro wurden investiert, um das Material und die Fahrzeuge gut und sicher auf dem Gelände in Halen unterzustellen. Der Landkreis-Anteil wird aus den Bußgeldern der Verkehrsüberwachung gezahlt.
Schlüsselübergabe: Andreas Hagen (links) reichte den Bund an Jörn Kreikebaum weiter. Rechts freut sich Geschäftsführer Achim Wach. Foto: Vorwerk
Alles unter einem Dach geparkt hat die Cloppenburger Kreisverkehrswacht ab sofort auf ihrem Gelände in Halen. Feierlich wurde dort die neue Halle eingeweiht, in der künftig das Equipment für das Schutzengelprojekt und den Fahrradparcours, der Gurtschlitten mit mehr als 8 Metern Länge, der Fahrsimulator und das "Roter-Ritter-Mobil" untergebracht sind.
Bislang waren die Fahrzeuge und das Material auf verschiedene Garagen und Carports verteilt, die angemietet werden mussten und nicht selten nur befristet zur Verfügung standen, wie Vorsitzender Jörn Kreikebaum erklärte. Bei bis zu 9 Metern Länge und teilweise einer Höhe von 2,7 Metern sei es ohnehin schwierig, etwas zu finden, so Kreikebaum.
Landkreis steuert das meiste Geld bei
200.000 Euro wurden investiert und den größten Teil steuerte der Landkreis bei, wie Kreisrätin Anne Tapken erläuterte. Zunächst 150.000 Euro und als sich Preissteigerungen abzeichneten, noch einmal 30.000 Euro zusätzlich flossen aus Cloppenburg. Das Geld haben Raser in die Kassen gespült, die bei den kommunalen Geschwindigkeitsüberwachungen aufgefallen sind. "Es ist gut, dieses Geld so zu verwenden", meinte Tapken. An der Finanzierung haben sich auch die Landesverkehrswacht und der örtliche Verein beteiligt.
Fahrsimulator: Er gehört zum Fuhrpark der Kreisverkehrswacht und wurde von Sabine Uchtmann, Leiterin des Straßenverkehrsamtes, getestet. Foto: Vorwerk
Die Zahl der Unfälle zeige, wie wichtig die Arbeit der Kreisverkehrswacht ist, meinte Reiner kleine Holthaus, Emsteks Erster Gemeinderat. Die Gemeinde stelle daher gerne das Gelände zur Verfügung und er bezeichnete das Areal als einen guten Platz, um in einem geschützten Raum zu trainieren. Gerade für junge Menschen seien solche Übungseinheiten wichtig, unterstrich kleine Holthaus.
Handwerker stammen alle aus der Region
Architekt Andreas Hagen (Hagen und Hagen) hatte vor der Schlüsselübergabe erklärt, dass man die acht Gewerke an Handwerker aus der Region habe vergeben können: "Das macht auch Sinn, denn sie haben kurze Wege und eine ganz andere Identifikation mit Projekten aus der Region." Deshalb sei der enge Zeitplan einzuhalten gewesen.
Kreikebaum hatte noch eine Nachricht parat: Künftig wird die Kreisverkehrswacht eine kleine Geschäftsstelle unterhalten. In den Ausstellungsräumen von Bertis Bikeshop in Cloppenburg wird der Geschäftsführer dafür stundenweise als Ansprechpartner anzutreffen sein.