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Kommunalpolitiker wollen Abholzung verhindern

Die geplante Verbreiterung der Resthauser Straße stößt nicht nur in der Bevölkerung auf Unverständnis. Auch im Stadtrat und im Kreistag regt sich Widerstand.

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Foto: Grüne/UWG

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Die geplante Abholzung von Teilen der Allee an der Resthauser Straße stößt nicht nur in der Bevölkerung auf Unverständnis. Auch in der Kommunalpolitik regt sich Widerstand. So sprechen sich der CDU Stadtverband, die CDU-FDP-Zentrum-Gruppe im Cloppenburger Stadtrat und die CDU-Kreistagsmitglieder aus Cloppenburg einstimmig gegen eine solche Maßnahme aus.

„Der Kreistag hat vor einigen Jahren ein Verbreiterungsprogramm für Kreisstraßen mit großer Mehrheit verabschiedet. In dieses Programm fällt auch die Kreisstraße 153. Falls die Straße tatsächlich auf 6,50 Meter ausgebaut werden soll, müssten die Bäume gefällt werden“, berichtet der CDU-Stadtverbandsvorsitzende und Sprecher der CDU-FDP-Zentrum Gruppe im Stadtrat, Prof. Dr. Marco Beeken. „Diese Lösung ist jedoch für uns die denkbar schlechteste und wir lehnen diese entschieden ab. Die Allee muss unserer Überzeugung nach in der jetzigen Form erhalten bleiben“, so Beeken.

„In Zeiten des Klimawandels erscheinen derartige Maßnahmen zur Förderung des motorisierten Individualverkehrs aus der Zeit gefallen“, schreibt die SPD-Fraktion im Cloppenburger Stadtrat an die Stadtverwaltung. Es bestehe die berechtigte Sorge, dass eine erhaltenswerte Allee einem Straßenausbau zum Opfer fällt, der nicht zwingend erforderlich erscheine. Die Allee präge in besonderer Weise das Landschaftsbild und binde die Straße in die sie umgebende Agrar-Landschaft. Sie bilde einen Ausgleich zur immer weiter um sich greifenden Versiegelung, heißt es in einer Anfrage an die Verwaltung.

Die Fraktionen der Grünen und der UWG im Stadtrat verweisen in einer Stellungnahme darauf, dass der Niedersächsische Heimatbund die Allee Resthauser Straße in die Liste der „schönsten und wertvollsten Alleen Niedersachsens“ aufgenommen und 2018 als wertvoll für die Kulturlandschaft und den Naturhaushalt bewertet habe. Gerade angesichts des Klimawandels und des dramatischen Artensterbens sei der Erhalt gewachsener Alleen notwendig. Keine Ausgleichsmaßnahme könne deren Zerstörung gleichwertig ersetzen.

Die Gruppe Grüne/UWG im Kreistag fordert, dass die Kreisverwaltung bei Baumaßnahmen an Kreisstraßen grundsätzlich darstellt, in welchem Umfang in Natur und Landschaft eingegriffen wird. Ziel von Baumaßnahmen an Kreisstraßen dürfe zukünftig nicht mehr sein, eine möglichst hohe zulässige Höchstgeschwindigkeit oder eine möglichst breite Straße zu erreichen, sondern ausschließlich die Steigerung der Verkehrssicherheit im Einklang mit dem Schutz von Natur und Landschaft.

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