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Kirche sagt Einführungsfeier von Christoph Schwerhoff vorläufig ab

Am 24. August sollte der 40-Jährige vom Niederrhein als Nachfolger von Propst Matschke in Vechta eingeführt werden. Jetzt gibt es Vorwürfe, die zunächst geprüft werden sollen.

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Christoph Schwerhoff sollte ursprünglich am 24. August eingeführt werden. Vor Ort war er bereits. Foto: Chowanietz

Christoph Schwerhoff sollte ursprünglich am 24. August eingeführt werden. Vor Ort war er bereits. Foto: Chowanietz

Die Einführung von Christoph Schwerhoff (40) als Propst der Pfarrei St. Mariä Himmelfahrt in Vechta ist vorerst verschoben. Diese Entscheidung hat das Bistum Münster am 22. Juli per Mail bekannt gegeben.

Hintergrund ist demnach die Prüfung eines Sachverhalts, der sich im Zusammenhang mit Schwerhoffs bisheriger Tätigkeit als Spiritual des Internatsgymnasiums Gaesdonck in Goch am Niederrhein zugetragen haben soll. Von diesem Sachverhalt haben die Personalverantwortlichen des Bistums und des Bischöflich Münsterschen Offizialats in Vechta in der vergangenen Woche erfahren. Was genau dem 40-Jährigen vorgeworfen wird, schreibt das Bistum nicht.

Weiter heißt es: „Die Verantwortlichen werden jetzt die Hintergründe des Sachverhalts sorgfältig untersuchen. Um dafür ausreichend Zeit zu haben, wurde die Amtseinführung zunächst verschoben. Sobald nähere und tragfähige Erkenntnisse vorliegen, werden die Verantwortlichen über das weitere Vorgehen entscheiden und informieren.“ Nach aktuellem Kenntnisstand gehe es um keine Vorwürfe mit strafrechtlicher Relevanz oder im Kontext von sexuellem Missbrauch. Die Pfarrverwaltung für St. Mariä Himmelfahrt bleibt bis auf Weiteres bei Weihbischof Wilfried Theising.

Einführung war für den 24. August geplant

Christoph Schwerhoff sollte ursprünglich am 24. August die Nachfolge des verstorbenen Propstes Monsignore Michael Matschke antreten. Er wäre dann der leitende Pfarrer der Stadtkirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt Vechta mit den ehemals selbstständigen Pfarreien St. Georg, Maria Frieden und St. Marien Oythe. Michael Matschke war am 26. Juni 2024 an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Im November wäre er mit 75 Jahren in den Ruhestand gegangen.

Das Bistum Münster hatte die Stelle bereits kurze Zeit nach Matschkes Tod ausgeschrieben. Es gab dem Vernehmen nach mehrere Bewerber. Im Dezember vergangenen Jahres holte sich das Offizialat schließlich von den Gemeindegremien den Segen für die Neubesetzung der Stelle mit Christoph Schwerhoff. Weihbischof Wilfried Theising hatte nach Matschkes Tod vorübergehend als Pfarrverwalter die Leitung der Pfarrei übernommen. Theising kennt Schwerhoff seit vielen Jahren.

Der 40-Jährige hatte sich nach der Schulzeit zunächst für ein duales Verwaltungsstudium entschieden. Das schloss er ab, ging danach ins Priesterseminar nach Münster. Pfingsten 2016 wurde er zum Priester geweiht. In den vergangenen Jahren war er am Niederrhein eingesetzt: in der ersten Zeit als Kaplan in Kevelaer und zuständig für die Seelsorge und die Wallfahrt, bis zuletzt dann als Spiritual im Bischöflichen Internatsgymnasium Collegium Augustinianum Gaesdonck in Goch.

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