Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Katholische Akademie Stapelfeld will den "Synodalen Weg" mit begleiten

Das Institut lädt am 17. November zur Auftaktveranstaltung ein. Zahlreiche Referenten werden in der Einrichtung sprechen. Auch das Publikum soll bei einer Podiumsdiskussion zu Wort kommen.

Artikel teilen:
Laden zur Auseinandersetzung ein: Johannes W. Vutz (links) und Professor Dr. Marc Röbel. Foto: Lünnemann

Laden zur Auseinandersetzung ein: Johannes W. Vutz (links) und Professor Dr. Marc Röbel. Foto: Lünnemann

Der Synodale Weg, bei dem Bischöfe und Laien gemeinsam darüber sprechen und auch darüber streiten, wie die katholische Kirche einen Weg heraus aus der Vertrauenskrise findet, soll in der Katholischen Akademie Stapelfeld (KAS) durch Veranstaltungen begleitet werden. Das geht aus einer Mitteilung hervor.

Aktuell stehe die Kirche vor großen Umbrüchen und dem Beginn eines umwälzenden Reformprozesses. Die KAS möchte daher über den Synodalen Weg informieren und zu einer aktiven Beteiligung einladen. Eine eigene Veranstaltungsreihe, die von der Akademie gemeinsam mit dem Bischöflich-Münsterschen Offizialat in Vechta und dem Komitee der Verbände verantwortet wird, soll den synodalen Prozess beleuchten und Möglichkeiten zur Diskussion und zum Streitgespräch bieten.

Die Auftaktveranstaltung findet am 17. November statt. Dann soll vor allem die Streitkultur in der Katholischen Kirche und in der Gesellschaft thematisiert werden soll. „In der aktuellen Diskussion um den Weg der Katholischen Kirche treffen viele polarisierende Meinungen und Ansichten aufeinander. Wir wollen hinterfragen, wo wir derzeit mit unserer innerkirchlichen Streitkultur stehen und ob an dieser Stelle Weiterentwicklungen möglich sind“, wird Pfarrer Dr. Marc Röbel, Geistlicher Direktor der KAS, zitiert. Er lädt, gemeinsam mit Johannes W. Vutz, Leiter des Referats Pastoralentwicklung und theologische Grundlagenarbeit im Bischöflich-Münsterschen Offizialat (BMO), zur Veranstaltungsreihe ein.

Geschichtliche Erfahrungen mit der Streitkultur

Zu den Hauptreferenten der Auftaktveranstaltung zähle Weihbischof Dr. Stefan Zekorn, der als einer der Vertreter des Bistums Münster am Synodalen Weg teilnehme und Einblicke in die aktuelle Situation sowie Impulse für einen zukünftigen Weg der Kirche geben könne.

Professor Dr. Norbert Köster, Professor für Historische Theologie und ihre Didaktik an der Universität Münster, werde einen Blick auf geschichtliche Erfahrungen mit der Streitkultur in der katholischen Kirche werfen und dabei der Frage nachgehen, welche Lehren aus dem bisherigen Umgang mit Andersdenkenden und Kirchlichen Reformbestrebungen für die Zukunft gezogen werden könnten.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion werde Sophia Möller, BDKJ-Vorsitzende des Landesverbands Oldenburg, als Vertreterin der Katholischen Jugend, darstellen, inwieweit der Synodale Weg die Lebenswirklichkeit junger Menschen berühre und wie wichtig eine Beteiligung der katholischen Jugendverbände am Synodalen Weg sei. Gisela Koopmann, Vorsitzende des Familienbundes der Katholiken im Landesverband Niedersachsen, werde sich aus ihrer Perspektive mit dem Thema Streitkultur auseinandersetzen und dabei der Frage nachgehen: Wie kann es in der 'Kirchenfamilie' gelingen, kultiviert miteinander zu streiten?

Besucher können Fragen einreichen

Außerdem werde KAS-Dozent Dominik Blum seine Sicht als Theologe und als nachdenklicher Christ auf die Reformbemühungen des Synodalen Weges darstellen. Er sei darüber hinaus Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK).

Aber nicht nur die Gäste auf dem Podium sollten zu Wort kommen. Es soll auch die Möglichkeit geben, sich im Vorfeld interaktiv an der Veranstaltung zu beteiligen. Um eine vielfältige Diskussion zu gewährleisten, könnten alle Interessierten ihre Fragen vorab per Mail oder Telefon in Dr. Röbels Sekretariat (mgellhaus@ka-stapelfeld.de oder Telefon unter 04471/1881550) einreichen. Die Fragen würden im Laufe der Veranstaltung diskutiert.

Am 1. Dezember werde die Veranstaltungsreihe fortgeführt mit dem synodalen Thema "Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft". Im kommenden Jahr werden laut Mitteilung die Themen "Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche", "Priesterliche Existenz heute" und "Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag" folgen.

  • Info: Der Auftakt am 17. November beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei und steht allen Interessierten offen. Es gilt die 2G-Regel.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Katholische Akademie Stapelfeld will den "Synodalen Weg" mit begleiten - OM online