Kängurus, Koalas und Highschool-Life Down Under
20 Jugendliche der Liebfrauenschule Vechta haben bei einem Besuch ihrer Sister School Somerville House in Brisbane Erinnerungen fürs Leben geschaffen (mit Bildergalerie).
Redaktion | 22.11.2024
20 Jugendliche der Liebfrauenschule Vechta haben bei einem Besuch ihrer Sister School Somerville House in Brisbane Erinnerungen fürs Leben geschaffen (mit Bildergalerie).
Redaktion | 22.11.2024

Wahrzeichen von Sydney im Hintergrund: Die 20 Schülerinnen der Liebfrauenschule Vechta machten in Sydney eine ganztägige Stadtführung, die einen ersten Überblick über die Stadt gab. Das Opernhaus ist eines der markanten und berühmten Gebäude. Foto: Liebfrauenschule
20 Tage, 20 Teens, zwei Schulen und ein Schatz an Erlebnissen: Während der Herbstferien und eine Woche im Anschluss daran ist es für die Liebfrauenschule (ULF) Vechta auf eine 3-wöchige Australienreise gegangen. Dabei waren die ersten 2 Wochen von einem mehr oder weniger klassischen Schüleraustausch mit der Partnerschule der ULF Vechta geprägt, wo die 20 Schülerinnen ihre Gastschwestern an der Somerville House Girls School in Brisbane besuchten. Im Anschluss erfolgte dann eine einwöchige Studienreise bis ins circa 1400 Kilometer entfernte, südlich gelegene Sydney. Mit Beginn der Herbstferien ging es für die Mädchen und ihre zwei Lehrerinnen Richtung Flughafen, wo einige zum ersten Mal überhaupt in ein Flugzeug stiegen. 24 Stunden später hieß es dann „G’Day liebe Gastfamilie“ – und schon war das Abenteuer „Down Under“ im vollen Gang. Da alle Teilnehmerinnen zum ersten Mal in ihrem Leben in Australien waren, durften die deutschen Gäste nach der offiziellen Begrüßung zunächst einmal die Stadt erkunden. Die Reiseleitung übernahmen dabei die zwei ehemaligen Ulfen Charlotte und Annika, die derzeit als Fremdsprachenassistentinnen an der Somerville House arbeiten. Souverän führten die beiden ihre ehemaligen Mitschülerinnen, die zwischen 15 und 17 Jahre alt sind, durch Brisbanes Stadtzentrum. In den folgenden 2 Wochen wurde den Schülerinnen von ihrer Partnerschule eine bunte Mischung aus verschiedenen Unterrichtsstunden, Training, Schulevents und Tagesausflügen geboten. „Ich bin heute Morgen schon um 4 Uhr aufgestanden, weil meine Gastschwester zum Schwimmtraining musste. Aber das hat voll Spaß gemacht, und außerdem ist es ja morgens schon voll früh hell“, berichtete Henrike, bevor es zur Tierauffangstation Lone Pine ging. Dort konnten nicht nur die allseits beliebten Koalas hautnah erlebt werden, sondern auch Kängurus gestreichelt und bei Fütterungen zugeschaut werden. Aber auch über viele weitere Wildtiere Australiens wurde an dem Tag so manches gelernt. In Ergänzung dazu zeigte die künstlich angelegte Parklandschaft Mt. Coot-Tha die pflanzliche Vielfalt des Kontinents. An die Artenvielfalt mussten sich viele erst gewöhnen, aber Edda konnte beispielsweise für sich festhalten, dass sie sich viel zu viele Gedanken gemacht hat: „Ich hatte echt Angst, einige der exotischen Tiere hier in Echt zu sehen, aber jetzt stören mich die kleinen Eidechsen auf den Straßen gar nicht mehr.“ Aber neben all den lehrreichen Ausflügen und Schulstunden durfte natürlich auch der Spaß, insbesondere an den Wochenenden in den Gastfamilien, nicht zu kurz kommen: Während Anna zum ersten Mal in ihrem Leben auf einem Surfboard stand, schwärmte Charlotte vom Barbecue am Strand, und Emma durfte mit ihrer Gastschwester auf der Farm der Familie ausreiten. „So was kennt man ja nur aus dem Film, und für die ist das hier voll normal“, versucht Emily ihre Erlebnisse in Worte zu fassen. Der Abschied von den Gastschwestern und deren Familien war nach 2 Wochen entsprechend tränenreich, aber die Vorfreude auf die sich anschließende Studienreise war ebenfalls groß, und „wir sehen unsere Gastschwestern ja zum Glück im Juni in Vechta wieder“. Auf dem Weg Richtung Süden gab es dann den ersten Zwischenstopp in Byron Bay, wo nicht nur in das Kajakfahren eingeführt wurde, sondern währenddessen auch das marine Leben auf offenem Meer beobachtet werden konnte. Die Schülerinnen erlebten Delfine und Meeresschildkröten hautnah. Am nächsten Tag ging die Studienfahrt weiter zum Dorrigo National Park, wo ein Ureinwohner auf einem Pfad im dortigen Regenwald die Kultur, Sprache und Lebensweise seines Volkes, der Gumbaynggir, näher erläuterte. „Eine Tour, die nicht hätte fehlen dürfen“, befand Maria Drahmann – „trotz der Schlange, die sich auf unserem Weg gesonnt hat“. Weiter ging es dann zum Koala Hospital nach Port Macquarie, wo einer der vielen Freiwilligen dort den Aufbau und die Struktur der Klinik erklärte und auch die einzelnen Koalas vorstellte, die zu krank sind, um ausgewildert zu werden. Die ULFen waren von der Arbeit dort überzeugt und haben kurzerhand die Koala-Dame „Trish“ für ein Jahr adoptiert, um das Koala-Krankenhaus zu unterstützen. Bekannt für ihre dramatische Landschaft, umfassen die Blue Mountains Klippen, Eukalyptuswälder, Wasserfälle und Dörfer mit Galerien und Gärten. Dieses Unesco-Welterbe war daher ein Ausflug, der die Teilnehmerinnen auf verschiedenen Ebenen inspirierte. Nach der Fahrt mit der Scenic Railway, der steilsten Eisenbahn der Welt, dem Stopp am Echo Point, um die Three Sisters besonders gut sehen zu können, bot die Fahrt mit dem Skyway den finalen Abschluss, bevor es dann in die Weltmetropole Sydney ging. In Sydney selbst ermöglichte eine ganztägige Stadtführung den Schülerinnen, einen ersten Überblick über die Stadt zu bekommen. Der Blick von Mrs Macquarie’s Chair, das Beobachten von Walen vom Sydney Harbour Nationalpark aus und die Besichtigung des Cadman’s Cottage inklusive des Altstadtviertels The Rocks verdeutlichten dabei die Vielseitigkeit der Stadt. Beendet wurde die Tagestour durch Sydney mit einer Führung durch das weltberühmte Sydney Opera House. Einen Tag später konnten die Schülerinnen das Opernhaus dann live erleben beim Besuch des Musicals Sunset Boulevard – dank Sarah Brightmans Stimmgewalt ein phänomenaler Abschluss der ganzen Australienfahrt. 20 Tage können schnell verfliegen, vor allem wenn man mit und gegen die Uhrzeit fliegt, die Uhren von Sommer- auf Winterzeit gestellt werden, die Jahreszeiten Kopf stehen und die Schuluniform des Somerville House modisch in eine Zeit des letzten Jahrhunderts versetzen. 20 Tage können viele Erlebnisse schaffen, die die 20 ULFen so schnell nicht vergessen werden.Charlotte und Annika arbeiten in Brisbane
Maria Drahmann, eine der beiden Lehrkräfte auf der Reise, kennt die beiden noch aus dem Unterricht vom letzten Schuljahr: „Es ist echt toll, wenn man sich als Lehrerin einfach nur ans Ende der Gruppe hängen kann und die Mädchen alles selber untereinander regeln. Annika und Charlotte machen einen Superjob – sowohl als Tourguides als auch als Fremdsprechenassistentinnen“.
Stadtführung durch Sydney

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