Jäger aus dem Kreis Cloppenburg tödlich getroffen – bald Entscheidung über Anklage
Eine Gemeinschaftsjagd in Mecklenburg-Vorpommern endet für einen Beteiligten tödlich. Nun gibt es eine Aussage des mutmaßlichen Schützen.

Nach dem Tod eines Beteiligten einer Gemeinschaftsjagd Anfang des Jahres in Mecklenburg-Vorpommern dauern die Ermittlungen an. Foto: dpa/Stein
Nach dem tödlichen Schuss auf einen Jäger aus dem Landkreis Cloppenburg bei einer Jagd in Mecklenburg-Vorpommern Anfang des Jahres hat sich der mutmaßliche Schütze erstmals umfassend zu dem Vorfall geäußert. Die Verteidigung des Anfang 50-Jährigen, der ebenfalls aus dem Kreis Cloppenburg kommt, habe vor Kurzem eine entsprechende Erklärung abgegeben, sagte ein Sprecher der Schweriner Staatsanwaltschaft. Nach der Prüfung der Angaben solle nun entschieden werden, ob Anklage erhoben wird oder nicht. Zum Inhalt der Einlassungen macht der Sprecher keine Angaben. Das 48 Jahre alte Opfer war früheren Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge bei einer Gemeinschaftsjagd im Januar bei Mustin im Landkreis Ludwigslust-Parchim von einer Kugel in den Hals getroffen worden. Der Schuss war damaligen Erkenntnissen zufolge von einem rund 200 Meter entfernten Hochsitz abgefeuert worden. Das Opfer, das ebenfalls auf einem Hochsitz gesessen habe, sei sofort tot gewesen. Hinweise auf eine vorsätzliche Tat fehlten demzufolge. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung auf. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft nun erklärte, habe unter anderem ein waffentechnisches Gutachten des Landeskriminalamtes ergeben, dass der Schuss mutmaßlich aus der Waffe des Beschuldigten kam. Zudem sei der Ort des Vorfalls einschließlich beider Hochstände digital so rekonstruiert worden, dass dieser virtuell mit einer entsprechenden VR-Brille begutachtet werden könne.Waffentechnisches Gutachten
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