Eine Woche nach dem tödlichen Schuss auf einen Jäger aus dem Landkreis Cloppenburg bei einer Jagd in Mecklenburg-Vorpommern ist der 48-jährige Mann obduziert worden. Die Staatsanwaltschaft in Schwerin geht im Ergebnis weiter von fahrlässiger Tötung aus, wie ein Behördensprecher mitteilte. Es fehlten Hinweise auf eine vorsätzliche Tat. Der mutmaßliche Schütze äußerte sich den Angaben zufolge bisher nicht zu dem tödlichen Zwischenfall.
Das 48 Jahre alte Opfer wurde der Staatsanwaltschaft zufolge bei einer Gemeinschaftsjagd von einer Kugel in den Hals getroffen. Der Schuss war ersten Erkenntnissen zufolge von einem rund 200 Meter entfernten Hochsitz abgefeuert worden. Das Opfer, das ebenfalls auf einem Hochsitz gesessen habe, sei sofort tot gewesen, sagte der Staatsanwaltschaftssprecher. Weitere Angaben zum Geschehen machte er unter Hinweis auf ermittlungstaktische Gründe nicht.
Der Schuss soll aus der Waffe eines 50 Jahre alten Jägers ebenfalls aus Niedersachsen stammen, gegen den wegen fahrlässiger Tötung ermittelt wird. Die Jagd hatte am Donnerstagabend voriger Woche bei Mustin im Landkreis Ludwigslust-Parchim stattgefunden.
Immer wieder werden Jäger und Treiber bei Unfällen während einer Jagd verletzt oder sogar getötet. Manchmal sind auch Unbeteiligte betroffen wie Anfang Dezember in Harkebrügge. Bei einer Treibjagd war eine 59-jährige Frau schwer verletzt worden. Eine Jagdgesellschaft war in der Nähe ihres Wohnhauses unterwegs gewesen, als sich ein Schuss aus dem Schrotgewehr eines der Jäger löste. Die Frau, die sich zu diesem Zeitpunkt auf ihrem Grundstück aufhielt, wurde getroffen und schwer verletzt. Anschließend wurde sie in ein umliegendes Krankenhaus eingeliefert.