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In Varrelbusch "regnet" es jetzt nach Plan

Auf gleich 2 Plätzen kann der BV Varrelbusch künftig auf die Dienste einer neuen Beregnungsanlage zurückgreifen. Die Gemeinde Garrel übernimmt 40 Prozent der Investitionskosten.

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Wasser marsch: Burckhard Hilgefort (von links), Bürgermeister Thomas Höffmann und Hubert Meyer-Rohen schauten sich die neue Beregnungsanlage des BV Varrelbusch an. Foto: Looschen

Wasser marsch: Burckhard Hilgefort (von links), Bürgermeister Thomas Höffmann und Hubert Meyer-Rohen schauten sich die neue Beregnungsanlage des BV Varrelbusch an. Foto: Looschen

„Ihr braucht ja eher eine Drainage als eine Beregnungsanlage“, meinte Garrels Bürgermeister Thomas Höffmann auf dem Weg zum Technikraum der neuen Beregnungsanlage für 2 Fußballplätzen des BV Varrelbusch. Denn nach kräftigen Niederschlägen während der vergangenen Tage hatte sich auf dem Gelände manche Pfütze gebildet. Hubert Meyer-Rohen und Burckhard Hilgefort vom Vorstand des Vereins hatten den Bürgermeister auf den Fußballplatz zur Inbetriebnahme der neuen Anlage für das Stadion und einen weiteren Platz hinter der Sporthalle eingeladen.

Fast 40.000 Euro wurden investiert, die Gemeinde bezuschusst die neue Anlage mit 40 Prozent. Finanziell beteiligt sind auch der Landkreis Cloppenburg, der Landessportbund und der BV Varrelbusch. Während der ersten Inbetriebnahme erläuterten die beiden Vereinsvertreter die Vorteile der neuen Anlage. Auf bis zu 1.500 Kubikmeter wird die Wassermenge geschätzt, die zur Pflege des Fußballrasens benötigt wird. Das Wasser wird einem eigenen Brunnen entnommen. Eine neue Leitung vom Stadion zum Nebenplatz haben die Fußballer selber gelegt.

Jetzt bietet sich dem Besucher ein Bild, wie man es von Fernsehübertragungen professioneller Fußballvereine kennt: Jeweils 4 Sprenger ziehen gleichzeitig ihre Bahn, pro Platz wurden 20 Beregnungspunkte von einer Fachfirma installiert. Bislang musste der Rasen manuell beregnet werden. Platzwart Martin Deeken musste dafür ein schweres Haltegerät immer wieder umstellen. Da kam es auch schon mal zu einer ungleichen Beregnung. Das ist jetzt Vergangenheit. Die Beregnungsanlage wird bei Bedarf in den Nachtstunden angestellt, der Trainingsbetrieb ist uneingeschränkt möglich, eine schnelle Verdunstung des Wassers ausgeschlossen.

Trockenheit ist ein Problem

Für Hubert Meyer-Rohen und Burckhard Hilgefort ergeben sich aus der gleichmäßigen Beregnung weitere Vorteile: Eine optimale Rasenpflege ist möglich, es muss weniger Dünger gestreut werden und es gibt keine Folgekosten wegen Trockenschäden, ein wichtiger Aspekt wegen der Folgen des Klimawandels. Weiterer Vorteil: Die schwere körperliche Arbeit und der enorme Zeitaufwand entfallen. Außerdem kann die Wassermenge um etwa 30 Prozent reduziert werden. Sensoren regeln die Beregnung bei Regen und starkem Wind.

Jetzt wollen die Fußballer gemeinsam mit den anderen Vereinen der Gemeinde das nächste Projekt in Angriff nehmen: Aktuell wird die Anschaffung von Mährobotern diskutiert. Um den Kindern und Jugendlichen aus Varrelbusch ein optimales Training und die Teilnahme am Punktspielbetrieb zu ermöglichen, wurde mit dem BV Garrel eine Spielvereinigung beschlossen. Damit zeigen die Verantwortlichen ihren Blick für die Zukunft. Eines bleibt trotz aller Bemühungen allerdings: Tore müssen die Spieler selber schießen oder verhindern.

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