Knapp sechs Wochen waren Schraubenschlüssel, Kombizange und Poliertuch unbenutzt geblieben, Ende April durfte die neue Fahrradservice-Station des Andreaswerkes ihre Türen wieder öffnen. Konstantin Scholz ist erleichtert, dass es seitdem am Standort „An der Gräfte“ weitergehen kann.
„Ende März, Anfang April startet traditionell die Fahrradsaison. Wir saßen also sprichwörtlich auf heißen Kohlen“, erklärt der vor Ort zuständige Gruppenleiter.
Nachdem die meisten Räder die Wintermonate in der Garage oder im Keller verbracht hätten, würden derzeit vor allem Radwäschen oder Instandsetzungsleistungen nachgefragt, wie das Austauschen von Glühbirnen. Aber auch der neu angebotene Frühjahrs-Check – inklusive Reinigung des Rades und der Kette sowie Kontrolle der Reifen, der Beleuchtung und mehr - sei von den Kunden bereits gut angenommen worden, berichtet Konstantin Scholz weiter.
Arbeiten nur zu zweit möglich
Einziger Wermutstropfen: Eigentlich besteht das Team aus fünf Personen – vier Menschen mit Beeinträchtigungen auf einem so genannten Außenarbeitsplatz sowie Konstantin Scholz selbst. Aufgrund der eingeführten Hygiene- und Schutzmaßnahmen darf der Gruppenleiter derzeit allerdings nur mit einer weiteren Person zusammenarbeiten.
Dabei kommen die hier beschäftigten Menschen mit Beeinträchtigungen sehr gerne zur Arbeit. „Für sie ist die Fahrradservice-Station unter anderem wegen des Kundenkontaktes und dem abwechslungsreichen Aufgabengebiet ein attraktiver Arbeitsplatz.“
"Die Sicherheit der Kunden muss an erster Stelle stehen."
Konstantin Scholz, Gruppenleiter im Andreaswerk
Zum Alltag in der Fahrradstation gehören nun auch Desinfektionsmittelspender im Eingangsbereich, separate Ein- und Ausgänge und Markierungen am Boden. Außerdem besteht für die Kunden Maskenpflicht. „Die Sicherheit der Kunden, zu denen nicht zuletzt einige ältere Menschen zählen, sowie unserer Beschäftigten muss an erster Stelle stehen“, bekräftigt Konstantin Scholz.