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In alter Dammer Wassermühle ist nicht nur das Wasserrad ganz neu

Allein das neue Wasserrad zu fertigen und einzubauen, war ein großer Arbeitsaufwand. Das aus Eichenholz und Cortenstahl erstellte Rad hat einen Durchmesser von 3 Metern und wiegt knapp 1 Tonne.

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Genaue Erklärungen: Über die erledigten Arbeiten informierte (von links) Gerben Vaags Jürgen Arlt, Bernd Ammerich, Dr. Alfred Lindner, Jan-Dirk Höltermann, Rüdiger Hagen und Dieter Prues, der den Bau abnahm.  Foto: Lammert

Genaue Erklärungen: Über die erledigten Arbeiten informierte (von links) Gerben Vaags Jürgen Arlt, Bernd Ammerich, Dr. Alfred Lindner, Jan-Dirk Höltermann, Rüdiger Hagen und Dieter Prues, der den Bau abnahm.  Foto: Lammert

8 Monate war die 1801 errichtete Wassermühle Höltermann geschlossen. Nach einer größeren Instandsetzung, in deren Rahmen die niederländische Firma Vaags und Groot Wesseldijk unter anderem ein neues Mühlrad, eine neue Welle für den Antrieb des Rades sowie ein neues Gerinne eingebaut hat, steht der Wiedereröffnung am kommenden Sonntag (4. Juli) nichts mehr im Wege.

Zumal jüngst auch die Abnahme der Arbeiten durch die Stadt in Person des Bauamtsmitarbeiters Dieter Prues keine Beanstandungen ergab.

Grünes Licht kam, nachdem Gerben Vaags die einzelnen Arbeitsschritte erläutert hatte, auch von Bernd Ammerich (Denkmalpfleger im Landkreis Vechta) und Rüdiger Hagen, Sachverständiger für historische Mühlen, aus Wedemark. Ebenfalls einen genauen Blick auf die Arbeiten warfen Mühleneigentümer Jan-Dirk Höltermann sowie Dr. Alfred Lindner und Jürgen Arlt, die beiden Mühlenwarte des Heimat- und Verschönerungsvereins Oldenburgische Schweiz, der das Gebäude betreut.

Zugeständnisse des Denkmalschutzes

Für den Laien hat es die auffälligsten Veränderungen außerhalb der Mühle gegeben. Die Mitarbeiter der Firma aus den Niederlanden hatten ein neues, aus Eichenholz und Cortenstahl gefertigtes Mühlenrad eingebaut, das zirka 1 Tonne schwer ist und 3 Meter im Durchmesser misst.

Neu ist auch das Gerinne. Durch dieses fließt das Wasser des Mühlenbachs auf das Rad und treibt es an, wenn die Mühle geöffnet ist. Ist die von innen steuerbare Klappe des Gerinnes geschlossen, fließt das  Wasser über das Mühlenrad hinweg.

Abgedichtet ist das Gerinne mit Bitumen. Das sei ein Zugeständnis des Denkmalschutzes, weil die Mühle eben nur noch selten in Betrieb sei und so das aus Eichen- und Lerchenholz gefertigte Gerinne geschont und seine Lebensdauer verlängert werde, sagte Bernd Ammerich.

Im Inneren haben die Niederländer nach Angaben Gerben Vaags' neben der Antriebswelle des Wasserrades – die ausgebaute soll ihren Platz im Gebäude finden – unter anderem diverse Lager, Zahnradzähne und den unteren Mahlstein des noch komplett vorhandenen Mahlgangs ausgewechselt.

Idylle pur: Ab Sonntag ist Höltermanns Mühle wieder für einzelne Besucher und Gruppen geöffnet. Foto: LammertIdylle pur: Ab Sonntag ist Höltermanns Mühle wieder für einzelne Besucher und Gruppen geöffnet. Foto: Lammert

Die Sanierung war mit 105.000 Euro veranschlagt. 46.000 davon steuert die Europäische Union bei, 22 .500 Euro der Zweckverband Erholungsgebiet Dammer Berge.

  • Info: Geöffnet ist die Wassermühle für Besichtigungen in der Zeit von April bis Oktober an jedem ersten Sonntag eines Monats zwischen 16 und 18 Uhr. Gesondert lassen sich Gruppenführungen mit Dr. Lindner, Telefon 05491/994972, vereinbaren.

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