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Im Oldenburger Münsterland: So teuer sind gebrauchte Einfamilienhäuser

Im Kreis Cloppenburg ist der Kaufpreis in den vergangenen 3 Jahren um 13 Prozent gestiegen. Dies geht aus einer aktuellen Untersuchung der LBS Nord hervor. Auch in Vechta ist es teurer geworden.

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Zu verkaufen: In den vergangenen Jahren sind die Preise für gebrauchte Einfamilienhäuser stetig gestiegen. Symbolfoto: dpa

Zu verkaufen: In den vergangenen Jahren sind die Preise für gebrauchte Einfamilienhäuser stetig gestiegen. Symbolfoto: dpa

Gebrauchte Einfamilienhäuser im Landkreis Cloppenburg werden teurer: Die LBS Nord hat innerhalb der vergangenen 3 Jahre eine Steigerung von 13 Prozent in diesem Segment verzeichnet. Im Auftrag der Bausparkasse hat das Institut empirica eine aktuelle Preisübersicht für Niedersachsen ermittelt. Grundlage sind die Angebote in Online-Portalen und in den niedersächsischen Tageszeitungen im ersten Quartal 2022.

Demnach liegt der Standardpreis für ein gebrauchtes Einfamilienhaus im Kreis Cloppenburg bei 359.000 Euro, dies entspreche 5,8 durchschnittlichen Jahres-Nettoeinkommen. Die Bandbreite der insgesamt 177 Angebote lag zwischen 295.000 und 460.000 Euro, die durchschnittliche Wohnfläche bei 178 Quadratmetern.

Wie die LBS weiter mitteilt, bleibe der Wunsch nach dem eigenen Haus trotz steigender Zinsen ungebrochen. In den ersten 4 Monaten des Jahres habe die Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen gegenüber dem Vorjahr sogar noch deutlich zugenommen, so die Beobachtung.

Standardpreis in der Kreisstadt Cloppenburg liegt bei 450.000 Euro

Die Untersuchung geht auch auf einige Städte und Gemeinden ein. So lag der Standardpreis in der Kreisstadt Cloppenburg bei 450.000 Euro, dies bedeutet im Schnitt 2532 Euro pro Quadratmeter. In der Spitze wurden Häuser für 529.000 Euro angeboten. Es folgen Friesoythe mit einem Durchschnitt von 389.000 und einem Höchstwert von 479.000 Euro sowie Bösel mit einem Standardpreis von 364.500 Euro.

Die günstigsten Häuser gab es in Barßel und Saterland, hier lagen die Standardpreise bei 329.000 Euro. Am wenigsten pro Quadratmeter mussten Hauskäufer ebenfalls im Saterland bezahlen, hier lag der Durchschnittspreis bei 1930 Euro. Die günstigste Immobilie gab es in Löningen, das untere Marktsegment startete bei 253.000 Euro.

Durchschnittspreis im Landkreis Vechta bei 450.000 Euro

Im Landkreis Vechta lag der Durchschnittspreis bei 450.000 Euro, was 7,0 Jahres-Nettoeinkommen entspreche. Nach weiteren Angaben der LBS lag die Bandbreite der 69 Inserate zwischen 375.000 und 525.000 Euro. Die Steigerung in den vergangenen 3 Jahren lag hier bei 9 Prozent. Ähnliche Werte gibt die Untersuchung für die Stadt Vechta heraus: Die Preise lagen zwischen 409.000 und 529.000 Euro, pro Quadratmeter wurden 2931 Euro fällig.

Im Vergleich der zehn größten Städte in Niedersachsen kosten gebrauchte Einfamilienhäuser in Hannover am meisten. Der mittlere Angebotspreis liegt bei 790.000 Euro. Das bedeutet, ein Haushalt muss hier für den Kauf durchschnittlich 16,2 Jahresnettoeinkommen aufbringen – über das Doppelte des Landesdurchschnitts. Im oberen Preissegment überschreiten die Spitzenpreise in Hannover sogar die Millionengrenze: Ein Viertel aller Häuser wird für mindestens 1,25 Millionen Euro angeboten.

„Die steigenden Zinsen werden die Immobilienpreisentwicklung etwas verlangsamen.“Jan Putfarken, Vorstandsvorsitzender der LBS Nord

In der Preis-Spitzengruppe der niedersächsischen Großstädte liegen auch Braunschweig und Oldenburg. Während der Standardpreis für gebrauchte Eigenheime in Braunschweig 629.000 Euro beträgt, kommen Hauskäufer in Oldenburg mit rund 550.000 Euro etwas günstiger zum Zug. In beiden Städten werden für den Kauf 13,5 örtliche Jahreseinkommen fällig. „Die steigenden Zinsen werden die Immobilienpreisentwicklung etwas verlangsamen“, erwartet Jan Putfarken, Vorstandsvorsitzender der LBS Nord. Für angehende Hauskäufer sei es wichtig, ausreichend Eigenkapital anzusparen und sich gegen Zinsrisiken abzusichern.

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