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Im lockeren Austausch zum kleinen Netzwerk

Seit Juni 2020 trifft sich eine Queer-Gruppe für Jugendliche und junge Erwachsene im Mehrgenerationenhaus. Es geht dabei um ganz verschiedene Themen.

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Regelmäßige Treffen: Lisa-Marie Hovehne (von links), Julia Schmitz und Sam Kienast beim Kartenspielen.   Foto: Hermes

Regelmäßige Treffen: Lisa-Marie Hovehne (von links), Julia Schmitz und Sam Kienast beim Kartenspielen.   Foto: Hermes

Einen lockeren Austausch und ein eigenes kleines Netzwerk baut sich die Queer-Gruppe für Jugendliche und junge Erwachsene seit Juni 2020 im Mehrgenerationenhaus auf. Die Treffen werden vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) organisiert, Leiterin der Gruppe ist Julia Schmitz. Queer ist ein Überbegriff für Personen, deren geschlechtliche Identität und/oder sexuelle Orientierung nicht der heteronormativen Norm entspricht.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sprechen über Diskriminierung und Outing, aber auch über ganz alltägliche Themen. Zudem stehen gemeinsame Gesellschaftsspiele auf dem Plan. Sam Kienast ist „sehr gerne“ dabei, ihr gefällt der Austausch mit den anderen. Zum 4. Mal ist Lisa-Marie Hovehne zu Gast, die anfangs von einem Freund mitgenommen wurde. Sie findet es schön, neue Leute mit vielen Gemeinsamkeiten kennenzulernen. „Es ist gut, wenn man zum Beispiel über das Thema Diskriminierung sprechen kann“, sagt sie.

Wie Schmitz erzählt, überlegen sich die Jugendlichen oft schon im Vorfeld Themen, die sie im nächsten Meeting gerne ansprechen möchten. Die Kommunikation untereinander läuft dabei ganz unverbindlich über WhatsApp oder bei Instagram. Einzeltreffen mit der Betreuerin sind ebenfalls möglich, falls dies gewünscht wird.

Treffen werden sehr gut angenommen

Die Treffen werden sehr gut von den Jugendlichen angenommen. Etwa 5 bis 6 Jugendliche kommen regelmäßig in die Gruppe, neue Teilnehmende sind an jedem 1. und 3. Mittwoch im Mehrgenerationenhaus gern gesehen. Sie können vorbeikommen, mitreden oder einfach nur zuhören.

Angesprochen sind Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre. Die Treffen dauern in der Regel von 17.30 bis 19.30 Uhr, eine Anmeldung ist zurzeit erforderlich bei Julia Schmitz unter Telefon 0170/5558467. Die Teilnahme ist kostenlos.

Gemeinsam mit der „Trans*Beratung Weser-Ems“ bietet der SkF demnächst zudem Fortbildungen an (siehe unten). Anmeldungen sind bei Niklas Buschmann per Mail möglich: niklas.buschmann@trans-recht.de.


Info: Die Abkürzung LGBTIQ* steht für: L (lesbisch), G (Gay, auf Deutsch: schwul), B (bisexuell), T (trans, bedeutet: Überbegriff für alle, die nicht dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht entsprechen), I (intersexuell, bedeutet: Das Geschlecht kann nicht klar definiert werden, zum Beispiel durch einen Chromosomenfehler bei der Geburt), Q (queer, bedeutet: Überbegriff für alle, die von der gesellschaftlichen Norm abweichen), das Sternchen * bedeutet, dass es neben dem weiblichen und dem männlichen Geschlecht noch viele weitere Geschlechter gibt, die sich zwischen diesem binären System verorten lassen.


Fortbildungen zum Thema Trans-Geschlechtlichkeit

  • Am 7. Oktober von 10 bis 17.30 Uhr: Fortbildung für Mitarbeitende in Beratungsstellen im Pfarrheim St. Josef in Cloppenburg.
  • Am 9. und 10. Oktober: Fortbildung für Haupt- und Ehrenamtliche in der Kinder- und Jugendarbeit im Haus der Bildung & Familie in Visbek.
  • Am 8. November von 10 bis 17.30 Uhr: Fortbildung für Schulsozialarbeiter und Vertrauenslehrer im Pfarrheim St. Josef in Cloppenburg.

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