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Hilfsgüter aus Visbek bleiben fast auf der Strecke

Der Verein "Hilfe für Malawi" hat einen weiteren Hilfstransport in das afrikanische Land geschickt. Doch diesmal bangen die Helferinnen und Helfer lange um die Ankunft des 19. Containers in Lilongwe.

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Endlich am Ziel: Die Spenden, die der Verein „Hilfe für Malawi“ zusammengetragen hat, werden auf dem Gelände des Bischofshauses in Lilongwe umgeladen und verteilt. Foto: Böttcher

Endlich am Ziel: Die Spenden, die der Verein „Hilfe für Malawi“ zusammengetragen hat, werden auf dem Gelände des Bischofshauses in Lilongwe umgeladen und verteilt. Foto: Böttcher

Container Nummer 19 hat sein Ziel erreicht. Endlich – wie der Visbeker Verein Hilfe für Malawi mitteilt. Denn dieses Mal mussten die Hilfsgüter nicht nur die lange Passage in das ostafrikanische Land schaffen, auch die Corona-Pandemie sorgte für einige Hürden. Dementsprechend emotional schilderte auch der erste Vorsitzende des Vereins "Hilfe für Malawi", Dieter Varnhorn, laut Mitteilung während der Generalversammlung die Ereignisse der diesjährigen Packsaison und fasste Berichte zusammen, die den Visbeker Verein aus Malawi erreichten.

Trotz Corona und nach wieder einmal sehr großen Spendenbereitschaft habe der Container am 1. Juni den Hof Ideler in Bonrechtern verlassen. Noch im Zeitplan, wurde der Container dann auch ein paar Tage später, von Bremerhaven in Richtung Südafrika ausgeschifft. Ab Port Elisabeth in Südafrika, dem ersten Umschlagpunkt, war dann Geduld gefragt. Die erste Verzögerung trat ein. Dann endlich die Information, dass der Container Südafrika verlässt und am 18. September nach 3,5 Monaten Baira (Mosambique) erreichen wird. Daraus wurde dann der 21. September.

Zollpapiere sorgen für Verzögerungen

Die Zollpapiere, die schon einmal nachgereicht wurden, schienen alle in Ordnung zu sein, und nach vier Tagen, am 25. September, wurde der Container auf einen Lkw verladen, der die letzte Etappe in Richtung Lilongwe antrat – bis zum nächsten unfreiwilligen Stopp: Deza, Grenzstation Mosambique/Malawi. Es ist der 2. Oktober und die Lkw-Fahrer streiken. Am 5. Oktober sollten dann endlich die Zollformalitäten erledigt werden, damit einen Tag später pünktlich um 8 Uhr der Container geöffnet werden konnte. Doch wieder funkte eine Whats-App dazwischen: Die Originalpapiere würden fehlen.

Vorsorglich hatte Ludo de Schutter sich die Zollpapiere in dreifachem Original geben lassen. Noch am selben Tag war jetzt das letzte Original mit DHL auf dem Weg nach Malawi.

Am 13. Oktober waren die Papiere da. Der Container konnte endlich freigegeben werden. Am Abend des 14. Oktober rollte der Laster dann auf das Gelände des Bischofshaus in Lilongwe. Nächster Öffnungszeitpunk war Freitag, der 15. Oktober, 8 Uhr. Ein Feiertag, weil Muttertag in Malawi. Gut, dass die gläubigen Christen in dem Land das Arbeiten an Feiertagen nicht so genau nehmen. Der Container wurde geöffnet.

Über Whats-App und Telefon war Vereinsmitglied Werner Böttcher den ganzen Tag damit beschäftigt, die Ausgabe der Hilfsgüter zu koordinieren. Für das kommende Jahr hofft er aber darauf, wieder bei der Container-Öffnung vor Ort zu sein.

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