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Hier finden Kinder in Vechta eine Abkühlung

Der Wasserspielplatz im Zitadellenpark ist offiziell eröffnet. Hohe Fördermittel spielen der Stadt Vechta dabei in die Karten. Der Bereich um den Bahnhof soll somit belebter werden.

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Probieren den Wasserspielplatz aus: Deren (3) und Tymon (4) von der Stadtkita Purzelbaum. Foto: J. Scholz

Probieren den Wasserspielplatz aus: Deren (3) und Tymon (4) von der Stadtkita Purzelbaum. Foto: J. Scholz

28 Grad, kaum Schatten und praller Sonnenschein: Der 4-jährige Tymon drückt auf den Knopf am Ritterhelm, und schon erzeugt er einen Sprühfilm an Wasser. Tymon lacht und klatscht ganz wild mit seinen Händen. Das Wasser prasselt auf ihn und seine Umgebung. Den anwesenden Gästen anlässlich der Eröffnung des neuen Wasserspielplatzes im Zitadellenpark dürfte diese kurze Abkühlung sicherlich gefallen haben. Seit dieser Woche ist der Spielplatz unter der Brücke zum Vechtaer Zitadellenpark offiziell eröffnet.

Der Spielplatz kostet die Stadt nach Angaben von Bürgermeister Kristian Kater (SPD) rund 243.000 Euro – inklusive der Planungskosten. Damit seien die Kosten für das Bauprojekt im Rahmen geblieben. Im Juli 2021 hatte der Bauausschuss rund 230.000 Euro veranschlagt. Gefördert wird der Spielplatz durch das Leader-Projekt mit 100.000 Euro. Das ist laut Antonius Haverkamp vom Regionalmanagement in der Leader-Region Vechta die höchstmögliche Fördersumme für ein Einzelprojekt.

Doch warum bekommt Vechta überhaupt einen Wasserspielplatz? Seit etwas mehr als 3,5 Jahren beschäftigt sich die Stadt Vechta mit den Plänen. Das Projekt scheiterte zunächst, weil keine Fördermittel verfügbar waren. Im Juli 2021 stand dann das nötige Fördergeld zur Verfügung und der Stadtrat gab dem Wasserspielplatz grünes Licht.

Wasser marsch: Die Kinder können Wasser pumpen, stauen oder auch transportieren. Foto: J. ScholzWasser marsch: Die Kinder können Wasser pumpen, stauen oder auch transportieren. Foto: J. Scholz

In Kooperation mit den Landschaftsarchitekten "Die Grünplaner" und der Firma Kolhoff wurde das Projekt geplant und umgesetzt. Gebaut wurde der Spielplatz durch die Oldenburger Firma Friedemann Richter in den vergangenen 2,5 Monaten.

Bürgermeister Kater will mit dem neuen Spielplatz zeigen, dass Vechta eine familienfreundliche Stadt ist. "Wasser zieht Kinder an, und wir wollen die sozialen Kontakte im Bereich rund um den Bahnhof stärken", sagt der Bürgermeister. Die Anlage solle ein Besuchermagnet für die ganze Region werden. Auf dem Spielplatz gebe es Angebote für Kinder aller Altersklassen.

Auf dem Spielplatz ist die Feinmotorik der Kinder gefragt

Das Element Wasser prägt den gesamten Spielplatz. Mit verschiedenen Stationen können Kinder das Wasser pumpen, stauen und transportieren. "Wir nehmen mit dem Spielplatz das Thema der angrenzenden Ritterburg auf", erklärt Dörthe Heller von der Stadtverwaltung. Lanzen und Ritterhelme sind auf dem gesamten Gelände zu finden. Diese sind aber nicht nur schlichte Dekoration, sondern können per Knopfdruck auch Wasserfontänen speien. Die Feinmotorik der Kinder sei gefragt, sagt Heller. "Wasser fließt nur, wenn die Kinder ihre eigene Kraft einsetzen", betont sie.

Das gesamte Gelände gegenüber von Stratmann's Beach Club ist barrierefrei. Somit können laut den Planern auch Kinder mit körperlichen Einschränkungen dort spielen. Für die Begleitpersonen soll im September noch eine Bank errichtet werden. Sonnensegel zum Schutz der Kinder sind zunächst nicht geplant. Die Kinder würden schließlich nicht mehrere Stunden auf dem Spielplatz verbringen, heißt es auf Nachfrage.

Kater betont: Das Wasser wird auf dem Spielplatz nicht verschwendet

Bereits während der Planungsphase war der Wasserverbrauch des Spielplatzes ein Kritikpunkt. Laut der Verwaltung fördert die Pumpe etwa einen Kubikmeter Trinkwasser innerhalb von 3 Stunden. Trinkwasser müsse verwendet werden, da Kinder damit spielen. "Das Wasser ist keine Verschwendung", sagt Kater. Denn: Nur wenn ein Kind aktiv die Spielgeräte bediene, fließe Wasser. Nachts werde das Wasser abgeschaltet, zudem fließe das gesamte Wasser direkt in die Natur.

Ein weiterer Problempunkt ist der Vandalismus. Der Bereich um den Vechtaer Bahnhof kämpft immer wieder damit. Die angrenzende Mobilitätsstation etwa wurde schon des Öfteren in Mitleidenschaft gezogen. Ist das auf dem neuen Wasserspielplatz vermeidbar? "Wir haben darauf gesetzt, dass die verwendeten Materialien nicht so einfach kaputtgemacht werden können", sagt Heller. Zudem ist der Ort gut beleuchtet, betont Bürgermeister Kater. Die Erfahrung zeige, dass die Gefahr von Vandalismus somit geringer sei. "Wir hoffen, dass nichts zerstört wird, aber ausschließen können wir es nicht", sagt Heller. Ein Wachdienst oder eine Umzäunung seien realitätsfern.

Eröffnen den Wasserspielplatz im Zitadellenpark: Vertreter der Stadt Vechta, des Regionalmanagments der Leader-Region Vechta, Planer und weitere Beteiligte am Projekt. Foto: J. ScholzEröffnen den Wasserspielplatz im Zitadellenpark: Vertreter der Stadt Vechta, des Regionalmanagments der Leader-Region Vechta, Planer und weitere Beteiligte am Projekt. Foto: J. Scholz

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