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Goldschmaus reduziert Schlachtzahlen deutlich

Maßnahme soll zur Personalentzerrung führen und das  Infektionsgeschehen einschränken. An den täglichen Tests wird festgehalten.

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Im Fokus: Mehrere Mitarbeiter sind in den vergangenen Wochen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Foto: Thomas Vorwerk

Im Fokus: Mehrere Mitarbeiter sind in den vergangenen Wochen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Foto: Thomas Vorwerk

Die Bekanntgabe der täglichen Corona-Zahlen haben in den vergangenen Wochen auch den Schlachtbetrieb der "Goldschmaus Gruppe" in Garrel in den Fokus gerückt. Erst am Sonntag wurde von zwei neuen positiven Fällen in der Belegschaft berichtet. Beide Personen befanden sich allerdings bereits in Quarantäne.

Jeden Tag werden 1000 Tests gemacht

Am Dienstag wurde nun eine Reduzierung der Schlachtkapazitäten beschlossen, die ab Mittwoch in Kraft tritt. Durch die Personalreduzierung erhofft man sich eine Personalentzerrung, die das Infektionsgeschehen in dem Betrieb einschränken wird. Darüber hinaus bleibt es bei der täglichen Testungen der Belegschaft. "Es werden dadurch in dem Betrieb täglich mehr als 1000 Testungen durchgeführt, die Aufschluss über das Infektionsgeschehen geben", heißt es in einer am Dienstagabend vom Landkreis Cloppenburg veröffentlichten Pressemitteilung.

Strenge Hygienevorschriften etabliert

Das bislang in der "Goldschmaus Gruppe" verfolgte Hygienekonzept reicht demnach nicht aus. "Seit nunmehr fast einem Jahr sind am Standort in Garrel aufgrund der Coronapandemie besonders strenge Hygienevorschriften sowie ein striktes Testkonzept etabliert", schrieb Dr. Gerald Otto, zuständig für die Unternehmenskommunikation des Schlachtbetriebes, auf Nachfrage am Montagabend. Am Dienstagabend war er für die Redaktion für eine aktualisierte Stellungnahme nicht mehr zu erreichen.

Die Hygienevorschriften würden unter anderem Zugangsbeschränkungen bei Betreten des Betriebsgeländes mit Händewaschen und Messung der Körpertemperatur beinhalten. "Derzeit werden täglich Coronatests durchgeführt." Dies war bislang auch für den Landkreis ein Argument gegen eine Schließung, denn so seien alle Mitarbeiter über die Testungen unter Beobachtung.

Care-Pakete für Mitarbeiter in Quarantäne

Die Mitarbeiter wohnen sowohl in den betriebseigenen Unterkünften als auch privat. "Unsere Unterkünfte werden regelmäßig durch uns kontrolliert. Auch die Personen, welche sich in Quarantäne, befinden, werden regelmäßig telefonisch kontaktiert", so Otto am Montag. "Diese Personen werden von uns mit Lebensmitteln und den Dingen des täglichen Bedarfs versorgt, sodass niemand die Wohnung verlassen muss."

Gleichzeitig wies Dr. Otto darauf hin, dass durch die "Goldschmaus Gruppe" keine Sammelunterkünfte angemietet wurden. Bei den Unterkünften der "Goldschmaus Gruppe" handele es sich um Wohnungen, die von maximal zwei Personen bewohnt werden.

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