Glückliches Händchen: Feuerwehr Bösel schnappt Schlange
Viel zu tun für die Einsatzkräfte: Am Montag fängt eine Hecke Feuer. Einen Tag später bewegt sich ein Reptil auf ungewohntem Terrain.
Martin Pille | 30.04.2024
Viel zu tun für die Einsatzkräfte: Am Montag fängt eine Hecke Feuer. Einen Tag später bewegt sich ein Reptil auf ungewohntem Terrain.
Martin Pille | 30.04.2024

Alles im Griff: Holger Burke schaffte es, die Kornnatter einzufangen. Foto: M. Pille
Viel zu tun gab es in den letzten Tagen für die Böseler Feuerwehr. Erst steht eine Hecke in Flammen, nur einen Tag später versetzt eine herrenlose Schlange eine Wohnsiedlung in Aufruhr. Ralf Böhmann aus der Blumenstraße traute seinen Augen nicht, als er am Dienstagnachmittag auf der Fahrbahn eine etwa 1,20 Meter große Schlange entdeckte. Sofort begab sich die Böseler Feuerwehr auf die Jagd nach dem Reptil. Da gute Fotos vorlagen, konnte Florian Häselbarth vom „Seelter Reptilienhuus“ in Ramsloh das Tier schnell als harmlose Kornnatter identifizieren. Nachdem Gemeindebrandmeister Artur Kasperczyk und sein Vertreter Tobe Koppenberg bei der Suche zunächst erfolglos blieben, rückte eine weitere Truppe Feuerwehrleute an und wurde kurze Zeit später in einem naheliegenden Schuppen fündig. Wissend um die Friedlichkeit der Natter, griff Holger Burke beherzt zu und bettete die Natter in einen Styroporbehälter. Die Kornnatter stammt von der Ostküste der USA und bewohnt dort Wälder und Sumpfgebiete. Sie ernährt sich unter anderem von Mäusen. Bis sich der Besitzer meldet, dem das Tier aus dem Terrarium ausgebüxt ist, wird es im Seelter Reptilienhuss art- und fachgerecht versorgt. Einen Tag zuvor war die Feuerwehr schon einmal ausgerückt – dieses Mal war ein Feuer der Grund. Am Montag gegen 16 Uhr wurde sie zu einem Heckenbrand im Nelkenweg gerufen. Wegen der großen Qualmentwicklung löschte die Wehr, die mit 27 Mann und fünf Löschfahrzeugen anrückte, das Feuer unter Atemschutz. Der Löschvorgang dauerte nicht sehr lange, dennoch konnte nicht verhindert werden, dass die Hecke auf einer Länge von 15 Metern zerstört wurde. Nachdem die Brandstelle ausgiebig bewässert worden war, um etwaige Glutnester zu löschen, war der Einsatz nach etwa einer Stunde beendet. Verletzt wurde bei diesem Brand niemand. Die Brandursache ist zurzeit noch nicht bekannt.Tier wird in Seelter Reptilienhuss versorgt

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