Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Gesundheitsämter melden 471 neue Coronafälle im Oldenburger Münsterland

Im Landkreis Cloppenburg werden 339 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Im Landkreis Vechta sind es 132 - hier greift ab dem 24. Januar eine neue Testpflicht an allen Kindertagesstätten.

Artikel teilen:
Symbolfoto: dpa

Symbolfoto: dpa

Im Oldenburger Münsterland gibt es am Mittwoch insgesamt 471 nachgewiesene Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden. In beiden Landkreisen werden abermals Höchstwerte seit Beginn der Pandemie gemeldet. Das zeigen die von den Gesundheitsämtern veröffentlichten Zahlen. Demnach wird im Landkreis Cloppenburg mit 339 gemeldeten Neuinfektionen innerhalb eines Tages eine bis dato noch nie da gewesene Zahl gemeldet. Die Vechtaer Kreisverwaltung meldet 132 neue Coronafälle und kündigt eine eigene Allgemeinverfügung zur Testpflicht in Kindertagesstätten an.


Die Corona-Lage im Landkreis Cloppenburg:

Es sind neue Höchstwerte seit Beginn der Pandemie, die mittlerweile aus dem Landkreis Cloppenburg gemeldet werden. Allein von Dienstag- bis Mittwochmittag sind dem Cloppenburger Gesundheitsamt 339 neue positive Testergebnisse gemeldet worden. Demgegenüber stehen 116 Personen, die seit Mittwoch als genesen gelten. Dadurch steigt noch einmal die Zahl der aktiven und nachgewiesenen Infektionen im Landkreis auf 1557 (Vortag: 1334). Auch das ist ein Höchstwert seit Beginn der Pandemie.

Die 339 neuen Coronafälle verteilen sich abermals auf alle 13 Städte und Gemeinden. Örtlicher Schwerpunkt ist erneut die Stadt Cloppenburg. Allein hier werden 75 neue Coronafälle gemeldet - in Friesoythe sind es 44, in Emstek 42. Die übrigen Fälle verteilen sich relativ gleichmäßig auf die anderen zehn Kommunen, wobei es in Lindern nur 8 Fälle gibt.

Unter den 339 neuen Fällen sind 31 Kinder im Alter bis einschließlich 6 Jahre. Das berichtet Kreissprecher Frank Beumker. Er bestätigt auf anfrage von OM Online, dass allein im Cloppenburger Stadtgebiet fünf Kitas von Corona betroffen seien. Wieviele Kinder derzeit unter Quarantäne gestellt wurden, könne er nicht verlässlich sagen. Beumker warb um Verständnis: Bei den aktuell hohen Fallzahlen, die zu bearbeiten seien, laufe die Kontaktnachverfolgung auf Hochtouren. Ob einzelne Gruppen von Kitas zu Hause bleiben müssen oder gar komplette Einrichtungen geschlossen werden, entziehe sich außerdem der Kenntnis des Gesundheitsamtes. Wie Beumker erklärte, werde die Entscheidung darüber vom jeweiligen Träger der Kindertagesstätte getroffen - also der Stadt- beziehungsweise Gemeindeverwaltung oder der Kirche.

Aktuell werden 8 infizierte Patienten stationär in einem der Krankenhäuser im Kreisgebiet behandelt (Vortag: 9). Zwei Patienten liegen auf der Intensivstation. Wie bereits berichtet, hat das Robert-Koch-Institut am Mittwoch für den Landkreis Cloppenburg eine 7-Tage-Inzidenz von 585,3 gemeldet - und auch das ist ein Höchstwert seit Beginn der Pandemie.


Die Corona-Lage im Landkreis Vechta:

Das Vechtaer Gesundheitsamt meldet am Mittwoch 132 neue nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus. Demgegenüber stehen 111 Personen, die seit Mittwoch als genesen gelten. Dadurch steigt die Zahl der aktiven und nachgewiesenen Infektionen auf 1603 (Vortag: 1582). Auch hier gibt es einen Höchstwert seit Beginn der Pandemie.

Die 132 neuen Coronafälle verteilen sich auf alle zehn Städte und Gemeinden. Örtliche Schwerpunkte sind dabei die Städte Vechta (44 neue Coronafälle, aktuell 452 aktive Infektionen) und Lohne (21 neue Coronafälle, aktuell 356 aktive Infektionen). Die übrigen Fälle verteilen sich auf die anderen Kommunen, wobei die Zahl der neu gemeldeten Fälle in Bakum, Holdorf, Neuenkirchen-Vörden und Steinfeld einstellig bleibt.

Aktuell werden 13 infizierte Patienten stationär in einem der Krankenhäuser im Kreisgebiet behandelt (Vortag: 12). Zwei Patienten müssen auf der Intensivstation beatmet werden.

Wie bereits berichtet, hat das Robert-Koch-Institut am Mittwoch für den Landkreis Vechta eine 7-Tage-Inzidenz von 455,1 gemeldet. Dieser Wert ist ganz offensichtlich nicht korrekt. Offenbar hat es eine Störung in der Meldekette gegeben, sodass beim RKI keine aktuellen Fallzahlen berücksichtigt wurden. Das Vechtaer Gesundheitsamt hat am Mittwochnachmittag eine eigene berechnete 7-Tage-Inzidenz von 726,5 angegeben.

Ab dem 24. Januar gilt Testpflicht in Kindertagesstätten im Landkreis Vechta

Die Vechtaer Kreisverwaltung hat angekündigt, dass ab dem 24. Januar (Montag) im gesamten Landkreis Vechta Selbsttests in den Kindertagesstätten zur Pflicht werden. Eine entsprechende Allgemeinverfügung wird veröffentlicht. Erst am Dienstag sind derartige Bestrebungen im niedersächsischen Kultusministerium bestätigt worden, der Landkreis Vechta reagiert nun also schneller.

Begründet wird dieser Schritt damit, Infektionen möglichst frühzeitig zu erkennen und die Schließungen ganzer Einrichtungen zu vermeiden. Das erklärt Kreissprecherin Eva-Maria Dorgelo am Mittwochnachmittag. "Anders als in den Schulen besteht in Kindergärten und Kindertagesstätten keine Testpflicht", erklärt die Kreissprecherin. Das wird sich jetzt zumindest im Kreis Vechta ändern.

Jedes Kind im Alter von drei Jahren bis zur Einschulung muss ab dem 24. Januar dreimal wöchentlich vor dem Besuch der Einrichtung auf Corona getestet werden. Den Test müssen die Erziehungsberechtigten durchführen, schriftlich dokumentieren und unterschreiben. "Ein entsprechendes Formular hierfür wird durch die Einrichtung zur Verfügung gestellt. Testkits werden ebenfalls durch die Einrichtung zur Verfügung gestellt", erklärt Dorgelo und sie betont, dass "der Besuch der Kindertagesstätte ohne ein negatives Testergebnis nicht mehr erfolgen" könne.

Von der Regelung befreit sind Kinder, die bereits vollständig geimpft sind oder bei denen eine Impfung nicht möglich ist. Das muss dann allerdings nachgewiesen werden - etwa mit dem Impfausweis oder einem amtlichen Attest. 

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Gesundheitsämter melden 471 neue Coronafälle im Oldenburger Münsterland - OM online