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Geschwister-Scholl-Oberschule zeichnet ein Bild für die Zukunft

Schulvertreter entwickeln bei einem gemeinsamen Projekt ein Konzept für die nächsten Jahre. Dabei begegnen sich die Beteiligten auf Augenhöhe.

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Das Ergebnis der "Zukunftswerkstatt": die Gedankenzeichnung von Dominik von Loesch als Visualisierung des Projektes. Foto: GSO

Das Ergebnis der "Zukunftswerkstatt": die Gedankenzeichnung von Dominik von Loesch als Visualisierung des Projektes. Foto: GSO

Wo soll unsere Schule im Jahr 2030 stehen? Diese grundlegende Frage stellten sich die Vertreter der Geschwister-Scholl-Oberschule (GSO) in Vechta während des Projektes "Zukunftswerkstatt". 2 Tage lang kamen Lehrer, Schüler und Eltern sowie Mitarbeiter der Stadtverwaltung zusammen, um gemeinsam und auf Augenhöhe ein Ziel für die kommenden Jahre festzulegen. Ihre Devise: "Gemeinsam, Stark, Offen (GSO)". 

Pandemie hat Defizite sichtbar gemacht

Nach zwei ereignisreichen Corona-Jahren mit Kontaktbeschränkungen, Unterrichtsausfällen und Online-Lehre haben sich im Schulalltag so einige Probleme erkennbar gemacht. Schüler sowie auch Lehrer haben dabei neue und zum Teil auch sehr belastende Erfahrungen gesammelt. Nun hat sich die GSO diesen Erfahrungen und Herausforderungen gestellt, um somit eine Vision für das kommende Jahrzehnt der Schulentwicklung zu formulieren.

Gemeinsamer Blick auf die Arbeit: Die Teilnehmenden der Zukunftswerkstatt trugen ihre Gedanken und Visionen für die Geschwister-Scholl-Oberschule zusammen. Foto: GSOGemeinsamer Blick auf die Arbeit: Die Teilnehmenden der Zukunftswerkstatt trugen ihre Gedanken und Visionen für die Geschwister-Scholl-Oberschule zusammen. Foto: GSO

Für die Umsetzung hat sich die Projektleitung um Schulleiterin Anke Magerfleisch und Konrektorin Ina-Maria Gärtner Verstärkung geholt: Professor Dr. Olaf-Axel Burow und Gedankenzeichner Dominik von Loesch unterstützten die Teilnehmenden während der 2 Tage. Auch die Stadt Vechta als Schulträger war in Person von Erster Stadträtin Sandra Sollmann, Fachdienstleiter Hendrik Lammers und Kollegin Lisa Börgerding vertreten. 

Burow ist Experte für Schulentwicklung und Zukunftsgestaltung und hat schon mehrere Projekte dieser Art durchgeführt. Sein Wissen begleitet die Teilnehmenden bei der Ausarbeitung einer Vision für die Schule. Die Gedanken werden dann durch von Loesch künstlerisch zu Papier gebracht. Am Ende des Projektes entsteht so ein Bild, das die erarbeiteten Ziele visualisiert. 

Mehrere dutzend Jungen und Mädchen nahmen stellvertretend für die gesamte Schülerschaft an der Zukunftswerkstatt teil. Sie tauschten sich gemeinsam mit den Lehrkräften und Elternvertretern in Arbeitsgruppen aus. "Es macht viel Spaß, auch mal offen mit den Lehrern reden zu dürfen", äußerte sich ein Schüler. 

Konkret diskutierten die Beteiligten vor allem über Digitalisierung, Schulhofgestaltung, Work-Life-Balance sowie individuellere Unterrichtsgestaltung. Eine Forderung der Schüler war, dass allen ein kostenfreies Tablet zur Verfügung stehen und die Klassen kleiner werden sollten. Zudem wünschen sich die jungen Leute neue Bewegungsangebote und Sitzgelegenheiten auf dem Schulgelände. Das Kollegium sprach sich hingegen für eine Vergrößerung des Lehrerzimmers und eine Umfunktionierung zum Ruheraum aus.

Bei der Arbeit: der Experte für Schulentwicklung und Zukunftsgestaltung, Prof. Dr. Olaf-Axel Burow (links), und der Gedankenzeichner Dominik von Loesch begleiteten das Projekt. Foto: ThomesBei der Arbeit: der Experte für Schulentwicklung und Zukunftsgestaltung, Prof. Dr. Olaf-Axel Burow (links), und der Gedankenzeichner Dominik von Loesch begleiteten das Projekt. Foto: Thomes

Redaktionsgruppe soll Umsetzung der Ziele leiten

Außerdem will die Schule eine Redaktionsgruppe bilden, die anhand der festgelegten Ziele einen konkreten Zeitplan entwickelt. Entsprechende Fortbildungen und Anpassungen des Konzeptes sollen ebenfalls über diese Gruppe eingeleitet werden. Durch die Langfristigkeit des Projektes werde sich das Ganze aus sich selbst heraus weiterentwickeln, erklärt Konrektorin Gärtner. Die Schüler seien froh, dass auch ihre Stimmen berücksichtigt würden. "Ich finde es gut, dass wir so viel Verantwortung erhalten und auch ernstgenommen werden", bestätigt eine Schülerin. 

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