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Garreler Schlachtbetrieb: 17 Fälle von Corona-Mutation nachgewiesen

Das Gesundheitsamt hat in 2 Arbeitsunterkünften eine 3-wöchige Quarantäne angeordnet. Aufgrund der nun nachgewiesenen Mutation werden weitere Coronatests veranlasst.

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Auf einem Computerbildschirm wird die DNA-Analyse eines mutierten Coronavirus in der Variante, die zuerst in Großbritannien aufgetreten ist, angezeigt. Die Stelle der Veränderung im Viruserbgut wird durch die Stiche markiert. Foto: dpa

Auf einem Computerbildschirm wird die DNA-Analyse eines mutierten Coronavirus in der Variante, die zuerst in Großbritannien aufgetreten ist, angezeigt. Die Stelle der Veränderung im Viruserbgut wird durch die Stiche markiert. Foto: dpa

Nach der Vielzahl und Geschwindigkeit von Neuinfektionen im Umfeld eines Garreler Schlachtbetriebes haben sich die Befürchtungen nun bestätigt: In 17 Fällen ist mit einer DNA-Analyse die britische Mutation B 1.1.7 nachgewiesen worden. Das hat Kreissprecher Frank Beumker am Freitag bestätigt. Betroffen sind demnach 2 Arbeiterunterkünfte. Dort hat das Cloppenburger Gesundheitsamt nun eine 3-wöchige Quarantäne angeordnet - also länger als die üblichen 14 Tage. Damit reagiert das Gesundheitsamt auf die noch ansteckendere Variante des ursprünglichen Coronavirus. Zudem wurde angekündigt, dass weitere Reihentests in anderen Unterkünften folgen. Am Freitag sind 9 neue Coronafälle in der Gemeinde Garrel gemeldet worden. Aktuell werden allein hier 70 aktive und nachgewiesene Infektionen gezählt.

Die Zahl der aktiven und nachgewiesenen Infektionen im Landkreis Cloppenburg ist am Freitag abermals gestiegen - auf nunmehr 410. Das berichtet die Kreisverwaltung am Nachmittag . Demnach liegen 33 neue positive Testergebnisse aus 9 von 13 Städten und Gemeinden vor. Den neuen Fällen stehen 29 Personen gegenüber, die seit Freitag als genesen gelten.

Die Lage in den 3 Krankenhäusern im Kreisgebiet: Zurzeit müssen 14 infizierte Patienten stationär behandelt werden. 2 von ihnen liegen auf der Intensivstation. Laut Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (kurz: DIVI) müssen diese beiden Patienten beatmet werden. Nach derzeitigem Stand (26. Februar, 12.15 Uhr) sind 22 von 28 Intensivbetten belegt.

Wie bereits berichtet meldet das Landesgesundheitsamt am Donnerstag für den Landkreis Cloppenburg eine weiter angestiegene 7-Tagesinzidenz von 148,2. Aktuell stehen 783 Einwohner des Landkreises unter amtlich angeordneter Quarantäne.

Kreissprecher Frank Beumker kündigte am Freitag für kommende Woche verschärfte Kontrollen in den Lebensmittelmärkten an. Dabei geht es primär um das Vorliegen und die Umsetzung von Hygienekonzepten. Mahnende Worte gehen außerdem in Richtung Friseursalons: Nach Rücksprache mit der Landesregierung weist die Kreisverwaltung darauf hin, dass in den ab 1. März geöffneten Betrieben nur Haare geschnitten, gewaschen, frisiert und gefärbt werden dürfen. Kosmetische Dienstleistungen und die Bartpflege sind verboten.

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