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Feuer zerstört Palettenbau-Betrieb in Bakum

Das Ausmaß der Zerstörung ist jetzt sichtbar: Es geht wohl um einen Schaden von bis zu 6 Millionen Euro. Die Feuerwehr Bakum bleibt noch bis Donnerstagnachmittag vor Ort. (Update 16 Uhr, mit Video)

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Foto: C. Meyer

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Von einem "Inferno" spricht Daniel Kenkel, stellvertretender Ortsbrandmeister von der Freiwilligen Feuerwehr Bakum. Nach dem Wiesenhof-Brand 2016 sowie dem Brand der Tischlerei in Steinfeld Anfang des Jahres sei das Feuer im Harmer Industriegebiet sicherlich auch einer der größeren Brände in den vergangenen Jahren gewesen, so Kenkels Einschätzung. Der Großbrand auf dem Gelände eines Palettenbau-Betriebs forderte am Mittwoch den Einsatz von mehr als 370 Kräften. Mehr als 20 Feuerwehren waren an der Brandbekämpfung beteiligt. Am frühen Donnerstagmorgen, gegen 4 Uhr, galt das Feuer als größtenteils gelöscht. Gegen 6.30 Uhr lösten die Bakumer Feuerwehrleute mit 27 Einsatzkräften und  5 Fahrzeugen die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren Osterfeine, Rechterfeld, Südlohne und Cappeln schließlich ab, um die Nachlöscharbeiten zu übernehmen.

So sieht das Gelände in Bakum nach dem Brand aus
Foto: C. Meyer
So sieht das Gelände in Bakum nach dem Brand aus
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So sieht das Gelände in Bakum nach dem Brand aus
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So sieht das Gelände in Bakum nach dem Brand aus
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So sieht das Gelände in Bakum nach dem Brand aus
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So sieht das Gelände in Bakum nach dem Brand aus
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So sieht das Gelände in Bakum nach dem Brand aus
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So sieht das Gelände in Bakum nach dem Brand aus
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So sieht das Gelände in Bakum nach dem Brand aus
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So sieht das Gelände in Bakum nach dem Brand aus
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So sieht das Gelände in Bakum nach dem Brand aus
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So sieht das Gelände in Bakum nach dem Brand aus
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Das Ausmaß der Zerstörung ist am Donnerstagmorgen dann gut zu erkennen. Das 23.000 Quadratmeter große Gelände gleicht einem schwarzen Meer aus Ruß und Kohle. Die Höhe des Materialverlusts schätzt Michael Peters, Geschäftsführer des betroffenen Unternehmens Nowe Palettenbau, auf 90 Prozent. Insgesamt seien "70 Prozent verloren", sagt er. Drei Hallen seien komplett zerstört worden, drei weitere beschädigt. Peters rechnet mit einem finanziellen Schaden in einer Höhe von 5 bis 6 Millionen Euro.

Peters wirkt gefasst, ist damit beschäftigt, Lösungen für die Probleme des Tagesgeschäfts zu suchen, wie er sagt. Die Versorgung von Stammkunden habe er schon sicherstellen können, so der Geschäftsführer, dessen Betrieb seit 12 Jahren im Harmer Industriegebiet ansässig ist und den er gemeinsam mit seiner Schwester Monika Peters leitet. Mit der Versicherung habe er schon Kontakt gehabt, die Brandermittlung sei ebenfalls aufgenommen worden. "Es ist zum Glück nur materieller Schaden – und der ist ersetzbar", sagt Michael Peters. Dritte verletzten sich bei dem Brand zwar nicht, doch einige Feuerwehrleute verletzten sich leicht. Die Ursache für das Feuer ist weiter unklar, wie die Polizei bestätigt. Die Ermittlungen laufen.

Löschwasserversorgung zeitweise problematisch

Sein großer Dank gilt den Einsatzkräften, betont Michael Peters. "Man hätte nichts besser machen können", sagt er. Das Feuer der Paletten-Lagerware im Freien sei zuerst den Staplerfahrern aufgefallen. Danach haben die Flammen sich zügig ausgebreitet, berichtet der 55-Jährige. Das Feuer habe "viel Nahrung" bekommen, sagt Daniel Kenkel, da die Luft unter den Paletten gut zirkulieren konnte. Ist zuerst von einem kleinen Brand ausgegangen worden, sind innerhalb kürzester Zeit die Alarmstufen mehrfach erhöht worden.

Vor den Trümmern auf seinem Betriebsgelände: Geschäftsführer Michael Peters ist den Einsatzkräften sehr dankbar. Foto: C. MeyerVor den Trümmern auf seinem Betriebsgelände: Geschäftsführer Michael Peters ist den Einsatzkräften sehr dankbar. Foto: C. Meyer

Während immer mehr Einsatzkräfte eintrafen und koordiniert werden mussten, hätte es von den umliegenden Betrieben eine "super Unterstützung" gegeben, lobt der stellvertretende Ortsbrandmeister. Bevor die Logistik eingerichtet war, seien Getränke sowie Platz für die generelle Verpflegung zur Verfügung gestellt worden: "Das hat super geklappt." Schwierigkeiten habe es zunächst mit der Löschwasserversorgung gegeben. Vor Ort waren die Möglichkeiten begrenzt. So hätte die "Alarmschleife", die örtliche Lohnunternehmen mit ihren Tankfahrzeugen dafür einbindet, aber schnell gegriffen, sagt Kenkel dankbar. Ebenso sei Wasser aus dem angrenzenden Fladderkanal gepumpt worden.

Hitze machte den Einsatzkräften zu schaffen

Nicht nur die enorme Ausbreitung des Feuers, sondern auch die gewaltige Hitze brachte die Feuerwehrleute an ihre Grenzen. Eine Temperaturmessung entlang des Zauns habe 1000 Grad Celsius ergeben, berichtet Daniel Kenkel, die Teerdecke der Straße habe gebrannt. Deshalb griffen die Feuerwehrleute auf Löschroboter zurück. Das Flammenmeer drohte, sich auf umliegende Gebäude auszudehnen, doch das konnten die Einsatzkräfte verhindern. Die Fassaden der Hallen, in denen Kunststoffware gelagert wird, sind zwar in Mitleidenschaft gezogen worden, aber innen wurde nichts beschädigt.

Der Großeinsatz zog die Evakuierung des Wohngebiets am Harmer Holz nach sich, die angrenzende Autobahn 1 war zeitweise voll gesperrt. Die Rauchwolke war kilometerweit zu sehen. Gegen Abend konnte das Feuer schließlich unter Kontrolle gebracht werden. Die Löscharbeiten zogen sich bis in die Nacht. Die Freiwillige Feuerwehr Bakum war bis zum Donnerstagnachmittag noch vor Ort.


Traktoren mit Güllefässern wurden wegen der schwierigen Versorgung mit Löschwasser zu Einsatzfahrzeugen. Foto: Carina Meyer
Bakums Bürgermeister Tobias Averbeck vor Ort: Die Gemeinde war auf die Evakuierung der Bevölkerung vorbereitet. Foto: Carina Meyer
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Einer der Löschroboter im Einsatz. Foto: Carina Meyer
Foto: Carina Meyer
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Einer der Löschroboter im Einsatz. Die Wasserzufuhr ist zeitweise nicht optimal. Foto: Carina Meyer
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