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Großalarm bei Firma in Harme: Hallen und Tausende Paletten brennen

Mit Video: Mehr als 370 Feuerwehrleute sind am Mittwoch bei einem Großbrand im Bakumer Gewerbegebiet in Harme im Einsatz. Die Vollsperrung der A1 ist aufgehoben. (Update 22.05 Uhr)

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Die Rauchsäule ist kilometerweit zu sehen. Foto: C. Meyer

Die Rauchsäule ist kilometerweit zu sehen. Foto: C. Meyer

Der Großbrand auf dem Gelände einer Palettenbau-Firma im Bakumer Gewerbegebiet in Harme ist am Mittwochabend unter Kontrolle. Das bestätigte Kreisfeuerwehrsprecher Jens Lindemann. Mehr als 370 Einsatzkräfte mit 80 Fahrzeugen von mehr als 20 Feuerwehren aus den Landkreisen Vechta, Cloppenburg und Oldenburg, der Flughafenfeuerwehr Diepholz und des Lohner THW hatten über Stunden gegen die Flammen gekämpft. Die Hallen benachbarter Betriebe waren am Mittwochabend nicht mehr in Gefahr.

Auf dem Gelände des Palettenbauers standen zeitweise Tausende Paletten und 2 Gebäude in Flammen. Ein Polizeisprecher rechnete mit einem Schaden von mehr als einer Million Euro. Menschen wurden nicht verletzt.

Die Polizei hat die angrenzende Autobahn 1 am Abend wieder für den Verkehr freigegeben. Die A1 war während des Feierabendverkehrs vorübergehend voll gesperrt. Grund waren der dichte Rauch und die Sorge der Einsatzkräfte, dass sich das Feuer über die trockene Böschung bis zur Fahrbahn fressen könnte.

Die Rauchsäule war bereits seit dem frühen Nachmittag kilometerweit zu sehen. Die Einsatzkräfte evakuierten das Gewerbegebiet und zeitweise auch die nahe Wohnsiedlung in Harme. Die Gemeinde Bakum war nach Angaben von Bürgermeister Tobias Averbeck auf eine deutlich großräumigere Evakuierung der Bevölkerung vorbereitet. Das Rathaus und der Bauhof seien besetzt gewesen. Die Behörden hatten die Menschen in der Umgebung aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Nach Angaben von Kreisfeuerwehrsprecher Jens Lindemann waren weit mehr als 370 – vor allem ehrenamtliche – Einsatzkräfte von mehr als 20 Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis Vechta, aus den Kreisen Cloppenburg und Wildeshausen im Einsatz. Die enorme Hitze der Flammen erschwerte lange die Löscharbeiten: Die Feuerwehrleute kamen kaum an das Feuer heran. Die Helfer setzten deshalb unter anderem auf Löschroboter und den massiven Einsatz von Wasser, um den Brandherd abzukühlen und den Flammen Herr zu werden. Das Vorgehen hatte Erfolg.

Feuer hatte sich rasend schnell ausgebreitet

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Löschwasserversorgung am Einsatzort stabilisiert. Zeitweise hatten nach Polizeiangaben Lohnunternehmer aus der Umgebung ihre Tankfahrzeuge und Güllefässer zur Verfügung gestellt, um die Wasserversorgung zu unterstützen.

Gegen 14.50 Uhr war am Mittwoch auf dem Grundstück der Palettenbau-Firma an der Boschstraße in Harme ein Palettenstapel in Brand geraten. Die Ursache ist laut Mitteilung der Polizei aktuell unklar. Nach Angaben des Sprechers der Kreisfeuerwehr, Jens Lindemann, hatte sich das Feuer dann rasend schnell ausgebreitet. Bereits bei der Anfahrt hatten die Einsatzkräfte der Feuerwehr die Alarmstufe erstmals erhöht.

Traktoren mit Güllefässern wurden wegen der schwierigen Versorgung mit Löschwasser zu Einsatzfahrzeugen. Foto: Carina Meyer
Bakums Bürgermeister Tobias Averbeck vor Ort: Die Gemeinde war auf die Evakuierung der Bevölkerung vorbereitet. Foto: Carina Meyer
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Einer der Löschroboter im Einsatz. Foto: Carina Meyer
Foto: Carina Meyer
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Einer der Löschroboter im Einsatz. Die Wasserzufuhr ist zeitweise nicht optimal. Foto: Carina Meyer
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Kurz darauf hatten die Flammen bereits eine erste Halle auf dem Gelände erreicht, gegen 17 Uhr ein weiteres Gebäude. Die Feuerwehren versuchen mit massivem Einsatz von Wasser, eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern.

Einsatzkräfte haben die Mitarbeiter benachbarter Unternehmen evakuiert. Die Behörden warnten per Verkehrsfunk vor dem starken Rauch. Anwohner sollten die Fenster geschlossen halten.

Nach Agenturangaben waren bereits gegen 15.30 Uhr rund 100 Einsatzkräfte vor Ort. Die Einsatzleitstelle des Landkreises Vechta hat die Alarmstufe um 16 Uhr ein 2. Mal angehoben und weitere Kräfte hinzugerufen. Der erste Notruf ging um kurz vor 15 Uhr bei der Leitstelle ein.

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