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Falscher „Quishing“-Alarm – aber nur in diesem Fall

Die Warnung vor dem Datenklau war überall Thema. Die Ursache ist vermutlich ein Fake; das Problem aber bleibt.

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Auch im OM ist die Warnung geteilt worden. Die abgebildeten Paketscheine sind zwar ein Doppel-Fake; das Problem des Datendiebstahls aber existiert. Foto: Schmidt

Auch im OM ist die Warnung geteilt worden. Die abgebildeten Paketscheine sind zwar ein Doppel-Fake; das Problem des Datendiebstahls aber existiert. Foto: Schmidt

Die Warnung vor dem Fake war wohl selbst einer. Denn die Fotos der DHL-Zettel, die derzeit kombiniert mit einer Warnung vor Datendieben in vielen WhatsApp-Gruppen und bei Social Media kursieren, sind nicht echt. Das meldeten jetzt die Nordwest-Zeitung und der NDR.

Der Fake hatte bereits weite Kreise gezogen. Die Polizei hatte das Thema ebenso aufgegriffen wie Verbraucherschützer. Der Dienstleister DHL hatte gewarnt. Auch die OM-Medien hatten berichtet.

Am Freitagnachmittag habe das Unternehmen bekannt gegeben, dass man die gemeldeten Fälle nun überprüft habe. Diese Prüfung habe ergeben, dass es sich bei den auf den Fotos abgebildeten gelben Zetteln nicht um eine Betrugsmasche handele, schreiben die NWZ und der NDR. „Die auf dem in Social-Media kursierenden Bild enthaltenen QR-Codes führen auf offizielle Subdomains von dhl.com und fragen ausschließlich einen Code zur Sendungszuordnung ab. Es werden keine persönlichen Daten abgefragt“, wird ein Pressesprecher zitiert.

Die Warnung selbst aber bleibe gültig, heißt es. Denn das „Quishing“ – so wird die Form des Datenklaus genannt – gibt es.


Die Polizei rät generell:

  • Vorsicht beim Scannen: Bevor Betroffene einen QR-Code etwa auf einer Benachrichtigungskarte scannen, sollte zuallererst die Vertrauenswürdigkeit der Quelle sichergestellt werden.
  • Richtigen Scanner wählen: Einige QR-Code-Scanner verfügen über eine integrierte Sicherheitsfunktion, die verdächtige URLs erkennen und warnen, bevor sie geöffnet werden.
  • Überprüfung der URL: Bürgerinnen und Bürger sollten auf das generelle Erscheinungsbild der URL achten. Ist es die offizielle Webseite der Organisation? Es gilt, die Rechtschreibung und das Erscheinungsbild, verwendete Logos, Farbschemata und mehr zu überprüfen.
  • Sicherheitssoftware des Smartphones aktualisieren: Man sollte stets die Sicherheitssoftware auf dem Smartphone oder anderen Geräten aktuell halten, um sich vor Malware und Phishing-Angriffen zu schützen.

DHL selbst empfiehlt, keine QR-Codes solcher Benachrichtigungskarten zu scannen. Auch Nummern oder Links, die auf solchen Karten abgedruckt sein könnten, sollten nicht an- oder aufgerufen werden. Falls dennoch Fragen bestehen, können Betroffene sich über die offiziellen Kanäle bei DHL melden. Zum Beispiel die Website, den Kundenservice oder über die Social-Media-Kanäle.

Das Unternehmen schickt immer eine Trackingnummer, mit der das Paket verfolgt werden kann. Betroffene, die eine Lieferung erwarten und Betrug vermuten, können ihr Paket über diese Sendungsnummer jederzeit verfolgen.

Hier geht es zum Text über den Fake

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