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Erstes Volksfest seit 2019: Bakum hat das Feiern nicht verlernt

Mehr als 1000 Männer, Frauen und Kinder machten beim großen Festumzug mit. Begrüßt wurden sie von unzähligen Zuschauerinnen und Zuschauern entlang der Strecke.

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Die Bauerschaft Daren präsentierte sich auf dem Bakumer Volksfest als großer Zirkus mit Clowns und Artisten. Foto: Berg

Die Bauerschaft Daren präsentierte sich auf dem Bakumer Volksfest als großer Zirkus mit Clowns und Artisten. Foto: Berg

Robin Hood, Pippi Langstrumpf und jede Menge Clowns und Indianer: Sie alle liefen am Sonntagnachmittag durch die Straßen von Bakum. Alleine waren diese – in hiesigen Breitengraden – eher ungewöhnlichen Figuren dort nicht. Ganz im Gegenteil: Mehr als 1000 Frauen, Männer und zahlreiche Kinder machten sich auf den Weg und zogen fröhlich durch den Ort. Anlass war das erste Bakumer Volksfest seit 2019. Der Neustart des Festumzuges – seit jeher die Hauptattraktion – nach der dreijährigen Corona-Pause war in Bakum, den Bauerschaften und der Nachbarschaft sehnlichst erwartet worden.

Bunter Reigen an Festwagen und Fußgruppen

Dementsprechend groß war nicht nur das Feld der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sondern auch der Gäste. Unzählige Zuschauer verfolgten das Geschehen vor dem Rathaus und entlang der Strecke. Hinzu kamen reichlich Sonnenschein und sommerliche Temperaturen. Insgesamt herrschte ob dieser Gemengelage eine fröhliche Stimmung, die zu der Erkenntnis führte: Bakum hat das Feiern nicht verlernt.

Mit einem strahlenden Lächeln und sichtbar zufrieden marschierte demzufolge der Vorstand der Bakumer Volksfestgemeinschaft, bestehend aus Doris Schumacher, Clemens Berndmeyer und Franz Hölscher, vorneweg. „Das sind mehr Teilnehmer als zuletzt vor Corona“, sagte Hölscher gegenüber OM Online und freute sich, dass das Volksfest auch bei der 59. Auflage nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat.

Mehr als 1000 Frauen, Männer und viele Kinder nahmen am Festumzug durch Bakum teil. Fotos: Berg
Die Bogenschützen wandelten auf den Spuren von Robin Hood.
Der Vorstand der Volksfestgemeinschaft marschierte vornweg.
Das Neubaugebiet Kirchesch widmete sich Pippi Langstrumpf & Co.
Die Chorgemeinschaft Cäcilia setzte auf Karneval.
In Lohe hatten Indianer das Kommando.
Die Bauerschaft Sü-Mo-Wei nahm das 9-Euro-Ticket aus Korn.
Erst Fußball-WM in Katar, dann Skiflug-WM auf Hawaii.

Auf dem Volksfestplatz beim Rathaus fügte Hölscher später an: „Unser Fest wird geprägt und getragen durch die vielen aktiven Festumzugsteilnehmer aus Kindergärten, Schulen, Vereinen, Bauerschaften und Straßenzügen.“ Ganz besonders gefreut habe er sich über einige neue Gruppen, die erstmals dabei waren und einige andere, die nach längerer Pause wieder am Start waren. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern rief Hölscher zu: „In den letzten Wochen habt ihr alle so manche Stunden eurer Freizeit geopfert, um eure Ideen erfolgreich umzusetzen und tolle Wagen und Fußgruppen zu gestalten.“

In der Tat: Der Reigen der Gruppen und Wagen war bunt, vielfältig und vergnüglich. Die Bakumer Bogenschützen wandelten kleidungstechnisch voll und ganz auf den Spuren des spätmittelalterlichen Sagenhelden Robin Hood, die Chorgemeinschaft Cäcilia setzte auf Karneval ("Kölle Alaaf"), das Neubaugebiet Kirchesch widmete sich Pippi Langstrumpf, Michel, Ronja Räubertochter & Co, also den Romanhelden von Astrid Lindgren. Die Bauerschaft Daren war ein einziger Zirkus mit Artisten und Clowns und in Lohe hatten die Indianer das Kommando.

Vorschlag: Skiflug-WM 2027 auf Hawaii

In all dem bunten Trubel sorgten aber auch einige politische Botschaften für Erheiterung. So nahm die Bauerschaft Sü-Mo-Wei (Molkenstraße, Weihe, Südholz) das 9-Euro-Ticket für den Öffentlichen Personennahverkehr auf die Schippe: „9 Euro sind nicht zu viel, Sylt ist jetzt das Ziel“ stand auf einer selbst gebauten Lokomotive. Der angehängte Waggon war mit Punkern und Feierwütigen gefüllt.

Die Bahnhofsiedlung nahm derweil die Umtriebe im großen Sportbusiness aufs Korn - vor allem die Vergabe der Fußball-WM nach Katar - und setzten noch eins drauf: „Skiflug-WM auf Hawaii 2027“, verkündete der von Scheichs umringte Motivwagen.

Bodo mit dem Bagger: Unter diesem Motto nahmen die Bakumer Grundschüler am Festumzug teil. Foto: BergBodo mit dem Bagger: Unter diesem Motto nahmen die Bakumer Grundschüler am Festumzug teil. Foto: Berg

Bei derlei Freude konnte die Volksfestgemeinschaft auch verdauen, dass der erste Volksfesttag mit Shanty-Chor-Auftritt und Bockbierfest am Samstag besuchertechnisch „noch etwa Luft nach oben hatte“, wie sich Franz Hölscher ausdrückte. So sah es auch Bakums Bürgermeister Tobias Averbeck. „Die zweijährige Zwangspause ist beendet“ und „auf dem wohl schönsten Festplatz im Landkreis Vechta darf wieder gefeiert werden“, sagte das Gemeindeoberhaupt beim Rathausempfang, der wegen des Rathausumbaus in der Aula der Oberschule stattfand.

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