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Ein Himmel voll bunter Schirme: Fallschirmspringer feiern Jubiläum

60 Jahre Fallschirmsportgruppe-Wildeshausen: Lockheed Electra war als Zuschauermagnet in Varrelbusch vor Ort; der älteste Springer mehr als 80 Jahre alt.

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Hingucker am Himmel: Die FSG-Springer nutzten mehrere Flüge der Lockheed Electra, um über Varrelbusch abzuspringen. Foto: FSG

Hingucker am Himmel: Die FSG-Springer nutzten mehrere Flüge der Lockheed Electra, um über Varrelbusch abzuspringen. Foto: FSG

60 Jahre jung – genau so präsentierte sich die 1962 gegründete Fallschirmsportgruppe Wildeshausen (FSG) auf ihrem Stützpunkt „Skydive Varrelbusch“. Am Samstag (3. September) waren das Sprunggelände und der Flugplatz in Varrelbusch Treffpunkt für rund 1000 Schaulustige und zahlreiche Akteure.

Anziehungspunkte waren nicht nur die turbulente und farbenfrohe Fallschirmspringerei, sondern auch ein historisches Flugzeug mit dem Namen Lockheed Electra. Der 2-motorige Oldtimer aus dem Jahr 1937 kündigte sich nicht nur frühzeitig durch den kernigen Klang seiner zwei Kolbenmotoren an, sondern faszinierte das Publikum auch durch seine Optik.

Fahnensprung: Mehrere Springer landeten im Laufe des Tages mit angehängten Fahnen, hier mit der Vereinsflagge. Foto: Bernd GöttingFahnensprung: Mehrere Springer landeten im Laufe des Tages mit angehängten Fahnen, hier mit der Vereinsflagge. Foto: Bernd Götting

Die Hülle der Electra besteht komplett aus hochglanzpoliertem Aluminium. Im Innenraum gibt es gepolsterte Sitze, verkleidete Wände und Gardinen an den Fenstern. Von dem eleganten Tiefdecker soll es dem Vernehmen nach in Europa nur noch drei Exemplare geben. Der Erhaltungszustand ist so gut, dass die Maschine regelmäßig auf Air-Shows zu sehen ist und auch in Varrelbusch setzte der glänzende Flieger mehrfach Fallschirmspringer ab. Der Heimatflughafen der Electra ist Hannover.

Gäste der Veranstaltung waren auch Landrat Johann Wimberg und Cloppenburgs Bürgermeister Neidhard Varnhorn, die sich vom regen Flugverkehr und den allgegenwärtigen Fallschirmspringern begeistert zeigten. Sie nutzten ihren Besuch für einen Helikopter-Rundflug und statteten zwei ebenfalls anwesenden Bundeswehrteams einen Besuch ab. Einerseits präsentierte sich ein Karriereberatungsteam aus Oldenburg, andererseits erwies das Fallschirmjägerregiment 31 aus Seedorf den zivilen Fallschirmspringern mit einem Infopavillon und zwei Soldaten seine Reverenz.

Besuch bei der Bundeswehr: Landrat Johann Wimberg (3. von links) und Cloppenburgs Bürgermeister Neidhard Varnhorn (rechts) informierten sich beim Karrierecenter und bei den Seedorfer Fallschirmjägern. Foto: Bernd GöttingBesuch bei der Bundeswehr: Landrat Johann Wimberg (3. von links) und Cloppenburgs Bürgermeister Neidhard Varnhorn (rechts) informierten sich beim Karrierecenter und bei den Seedorfer Fallschirmjägern. Foto: Bernd Götting

Die Wurzeln der FSG in Varrelbusch liegen in der militärischen Fallschirmspringerei, noch heute besteht zwischen der FSG und der Bundeswehr eine Kooperation zu Ausbildungszwecken. Thomas Drees, bei der FSG zuständig für Pressekontakte und Sprungdienstleitung, zog eine positive Bilanz des Jubiläumstages. Rund 1000 Besucher hatten sich im Lauf des Tages auf dem Platz eingefunden, und es wurden 130 Einzelsprünge sowie 6 Tandemsprünge erfolgreich absolviert. Mit drei Flugzeugen und einem Helikopter seien 26 Loads (= Ladungen) in den Himmel über Varrelbusch transportiert worden.

Reverenz an die zivilen Springer: Sylvio Gsuck (links) und Tobias Wittler von der Logistikkompanie des Fallschirmjägerregiments aus Seedorf präsentiert Ausrüstung und Fallschirme der Bundeswehr. Foto: Bernd GöttingReverenz an die zivilen Springer: Sylvio Gsuck (links) und Tobias Wittler von der Logistikkompanie des Fallschirmjägerregiments aus Seedorf präsentiert Ausrüstung und Fallschirme der Bundeswehr. Foto: Bernd Götting

Auch der FSG-Vorsitzende Bernhard Ruholl-Siemer zeigte sich mit dem Event rundum zufrieden. Man habe viele Springer aus benachbarten Vereinen nach Varrelbusch locken können, und auch das vor Ort aktive Fluggerät sei für Springer und Publikum sehr attraktiv gewesen. Der älteste aktive Springer, so Ruholl-Siemer, sei übrigens FSG-Mitglied und bereits 82 Jahre alt.

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