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Ehrung für sportliches Engagement: Johannes Böske erhält das Bundesverdienstkreuz

Seit mehr als 50 Jahren engagiert sich der Goldenstedter für den 1. FC Varenesch, ist Gründungsmitglied des Vereins. Sein langes ehrenamtliches Engagement erhielt nun eine besondere Würdigung.

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Ehrung: Johannes Böske (links) wurde im Rahmen einer Feierstunde in der Gaststätte Brand in Varenesch das Bundesverdienstkreuz verliehen. Die Auszeichnung nahm im Namen des Bundespräsidenten der Landrat des Landkreises Vechta, Tobias Gerdesmeyer, vor. Foto: C. Meyer

Ehrung: Johannes Böske (links) wurde im Rahmen einer Feierstunde in der Gaststätte Brand in Varenesch das Bundesverdienstkreuz verliehen. Die Auszeichnung nahm im Namen des Bundespräsidenten der Landrat des Landkreises Vechta, Tobias Gerdesmeyer, vor. Foto: C. Meyer

Tempo oder auch Fön sind Begriffe des Alltags, dabei handelt es sich eigentlich um Markennamen für Papiertaschentücher beziehungsweise Haartrockner. Dieses Phänomen bezeichnet man als generische Verselbstständigung. Was das mit Johannes, genannt Johann, Böske aus Varenesch zu tun hat? Franz-Josef Schlömer, stellvertretend für den Kreissportbund Vechta sowie für den Niedersächsischen Fußballverband (NFV) Kreis Vechta zur Feierstunde in der Gaststätte Brand in Varensch gekommen, wusste am Freitagmittag die Antwort: Wenn vom 1. FC Varenesch die Rede ist, fällt als Nächstes der Name des Vorsitzenden, Johann Böske. Andersherum verbindet im Lokalsport jeder Johann Böske automatisch mit dem 1. FC Varenesch. Seit der Gründung des Sportvereins im Jahr 1972 engagiert sich Böske, seit 2002 als Vorsitzender, unermüdlich für den 1. FC Varenesch. Dafür erhielt der 70-Jährige nun das Bundesverdienstkreuz.

Bevor Vechtas Landrat Tobias Gerdesmeyer im Namen des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier die Urkunde an Johannes Böske überreichte und ihm das Bundesverdienstkreuz ansteckte, hatte er eine ausführliche Laudatio gehalten und die Begründung des Bundespräsidenten für die Auszeichnung verlesen. Zunächst ließ Gerdesmeyer wissen, dass es für ihn eine besondere Ehrung sei, da es sich um das erste Mal in seiner Funktion als Landrat handele, dass er das Bundesverdienstkreuz überreichen dürfe.

Auch Gerdesmeyer kam auf die starke Verbindung des 1. FC Varenesch mit der Person Böske zu sprechen und scheute nicht den Vergleich mit Böskes großem Vorbild, Uwe Seeler: Der 1. FC Varenesch verhalte sich zu Johannes Böske wie der HSV zu Uwe Seeler.

Böske leistet Beitrag für hohe Lebensqualität im Dorf

Seit rund 50 Jahren engagiert Böske sich für den Sportverein, ist eines der Gründungsmitglieder des 1. FC Varenesch und prägte die Geschichte des Vereins wie kein anderer. Nicht nur als Fußballer war er aktiv, sondern ist es auch seit vielen Jahren im Vorstand des Vereins. Doch nicht nur auf sportlicher Ebene hinterließ der Varenescher seine Spuren. Über seine Vereinsarbeit trug er stets zu einer intakten Dorfgemeinschaft bei, ließ Gerdesmeyer zur Begründung der Auszeichnung wissen. Dabei erwähnte er das jährlich im Sommer stattfindende „Spiel ohne Grenzen“, das über Varenesch hinaus viele begeisterte Teilnehmende wie Zuschauende anzieht.

„Wie arm und öde wäre der Landkreis Vechta ohne Menschen wie Johannes Böske“, sagte Gerdesmeyer. Das Engagement des 70-Jährigen für den Verein sorge nicht nur für einen „sportlichen Dreh- und Angelpunkt“ in Varenesch, sondern auch für einen sozialen. Sportvereine wie der 1. FC Varenesch sorgten in Dörfern dafür, dass Menschen jeden Alters zusammenkommen. Durch sein Wirken habe Böske dazu beigetragen, die hohe Lebensqualität vor Ort zu erhalten. Es bräuchte „zupackende Menschen“ wie Böske, so der Landrat, und er hoffe, dass sich viele Jüngere dies zum Vorbild nehmen.

Böske fühlte sich in Varensch immer zu Hause

Er sei angesichts der Ehrung nach wie vor „sprachlos“, sagte Johannes Böske, fand dann aber doch noch Worte des Dankes, vor allem für seine Ehefrau Helga. Seine Leidenschaft galt immer dem Fußball und in Varenesch habe er sich immer zu Hause gefühlt, sagte Böske weiter. In gewohnter Bescheidenheit erinnerte er an Menschen in der Gemeinde Goldenstedt, die sich ebenfalls für das Gemeinwohl engagieren. Böske hoffe, dass sich auch zukünftig noch viele ehrenamtlich einbringen.

Neben Grußworten von Franz-Josef Schlömer, der scherzte, „ich dachte, du bist ausgeehrt“. Angesichts der vielen sportlichen Auszeichnungen in den 5 Jahrzehnten, gab es so manche Anekdote – unter anderem auf Plattdeutsch – vom 2. Vorsitzenden des 1. FC Varenesch, Georg Kossen-Voges, von Martin Eichmann vom Heimatverein Varenesch sowie von Karsten Dörfer vom Gemischten Chor Varenesch. Goldenstedts Bürgermeister Alfred Kuhlmann erwähnte in seinem Grußwort unter anderem, dass der ehemalige Erste Gemeinderat, Winfried Rötepohl-Bahlmann, sowie der ehemalige Bürgermeister, Willibald Meyer, Böske für die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes vorgeschlagen hatten.

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