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Dorfentwicklung geht trotz Corona weiter

In Friesoythe Süd haben die Bewohner angefangen, erste Projekte umzusetzen. Die Kanaldörfer, die ebenfalls an dem Projekt teilnehmen, stehen kurz vor dem Start.

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Einfach machen: In Markhausen haben sich acht Männer, darunter (von links) Willi  Oldemann, Gerhard Hömmken, Hans Bley, Karsten Stammermann, Franz-Josef Schubert und Michael Rainers, die Sanierung des Infopunktes am Marktplatz vorgenommen.   Foto: Oldemann

Einfach machen: In Markhausen haben sich acht Männer, darunter (von links) Willi Oldemann, Gerhard Hömmken, Hans Bley, Karsten Stammermann, Franz-Josef Schubert und Michael Rainers, die Sanierung des Infopunktes am Marktplatz vorgenommen.   Foto: Oldemann

Dem Corona-Virus sind auch einige der vorgesehenen Maßnahmen im Programm der Sozialen Dorfentwicklung in der Dorfregion Friesoythe Süd zum Opfer gefallen. Das zweite Dörfer-Forum und die zweite Runde der Dörfer-Abende mussten ausfallen, eine geplante Fahrradtour durch die Dörfer konnte nicht stattfinden.

Einen Zwischenbericht hat das Lingener Büro Pro-t-in, das die Dorfentwicklung begleitet, trotzdem erstellt. Denn auch ohne große Treffen haben die Bewohner der Dörfer Gehlenberg, Markhausen, Neuvrees und Thüle einige ihrer Projekte vorangetrieben.

Einige Projekte pausieren, andere haben Fahrt aufgenommen

Insgesamt 41 sogenannte Kleinstprojekte, die zu einem großen Teil mit Eigeninitiative und überschaubarem finanziellen Aufwand realisiert werden können, finden sich in dem Zwischenbericht. Neben Natur- und Umweltschutzmaßnahmen wie etwa Nistkästen, Blühstreifen, Insektenhotel und Bauerngarten sind dort auch zahlreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen aufgeführt. Einige der Projekte pausieren coronabedingt derzeit, bei anderen laufen die Finanzplanung, die Suche nach Sponsoren oder die Abstimmungsgespräche mit der Stadt. Und einige Projekte haben inzwischen wieder Fahrt aufgenommen.

In Markhausen beispielsweise hat sich im Zuge der sozialen Dorfentwicklung eine Gruppe gefunden, die den Informationspunkt auf dem Marktplatz renoviert. Der ursprünglich vom nicht mehr existierenden Handels- und Gewerbeverein Markhausen errichtete Info-Punkt war in die Jahre gekommen und nicht mehr mit aktuellen Informationen bestückt.

Info-Punkt bekommt neuen Anstrich und aktuelle Schaukästen

Die achtköpfige Gruppe um Theo Siemer, Karsten Stammermann und Willi Oldemanns will dem Pavillon zunächst einen neuen Anstrich verpassen und anschließend die Schaukästen neu bestücken. Dabei sollen auch Wander- und Fahrradkarten sowie Werbetafeln installiert werden. Die Gruppe trifft sich immer samstags um neun Uhr morgens, um die Arbeiten voranzutreiben.

„Für die Stadt sind die vielen Projekte der Beweis, dass der Prozess der sozialen Dorfentwicklung schon im ersten Schritt und trotz Corona viel Kreativität und Eigeninitiative hervorgebracht hat“, sagt Bürgermeister Sven Stratmann. Eine ähnlich positive Entwicklung erhoffe er sich für die Kanaldörfer Edewechterdamm, Ahrensdorf, Ikenbrügge, Kampe und Kamperfehn, die ebenfalls an dem Programm teilnehmen.

„Wenn es glatt läuft haben wir neun Dörfer zeitgleich in der Dorfentwicklung. Das ist schon ein wahnsinniger Erfolg.“

Sven Stratmann, Bürgermeister

Hier läuft derzeit die Festlegung auf das begleitende Projektbüro. Die Stadt habe, so Stratmann, ihre Auswahl bereits getroffen, jetzt sei das Amt für regionale Landesentwicklung am Zug. „Wenn es glatt läuft, haben wir neun Dörfer zeitgleich in der Dorfentwicklung“, betont der Bürgermeister. „Das ist schon ein wahnsinniger Erfolg.“

Er sei zuversichtlich, dass sich die beiden Dorfregionen dann auch gegenseitig befruchten und Ideen austauschen würden. Schon jetzt merke man, wie sich auch in den Kanaldörfern eine positive Stimmung entwickle. Und dass dort aus bürgerschaftlichem Engagement etwas Tolles entstehen könne, sehe man beispielsweise am Mehrgenerationentreffpunkt Kamperfehn, der kurz vor der Eröffnung stehe. „Wenn man in der ganzen Stadt so einen Aktivitätsschub beobachten kann“, so Stratmann, „dann ist das schon cool.“

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