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Donum vitae berät seit 25 Jahren Frauen

Katholische Frauen gründeten den Verein in Vechta als Reaktion auf das Verhalten der Kirche bezüglich Schwangerschaften.

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Feiern den Geburtstag des Vereins: (von links) Dr. Hubert Wissing, Bürgermeister Kristian Kater, Beraterin Kathrin Prüllage, Vereinsvorsitzende Sigrid Stania, Beraterin Bernadett Hermes, Gleichstellungsbeauftragte Astrid Brokamp und Landrat Tobias Gerdesmeyer. Foto: Donum vitae

Feiern den Geburtstag des Vereins: (von links) Dr. Hubert Wissing, Bürgermeister Kristian Kater, Beraterin Kathrin Prüllage, Vereinsvorsitzende Sigrid Stania, Beraterin Bernadett Hermes, Gleichstellungsbeauftragte Astrid Brokamp und Landrat Tobias Gerdesmeyer. Foto: Donum vitae

Vor 25 Jahren haben katholische Frauen den Verein donum vitae in Vechta gegründet als Reaktion des Rückzugs der katholischen Kirche aus der Schwangerschaftskonfliktberatung, die die Ausstellung von Beratungsscheinen als Grundlage für einen Schwangerschaftsabbruch als unvereinbar mit der Lehre der katholischen Lehre ansah. Aus diesem Anlass fand ein Festakt des Vereins in den Räumen der Campuskirche in Vechta statt, wie der Verein in einer Mitteilung schreibt.

Zu den Gründerinnen gehörten damals demnach unter anderem Waltraud von Laer und Hildegard Kronlage, die den Aufbau der Beratung am 2. Januar 2001 wesentlich mitgestalteten. Bernadett Hermes sei als Beraterin noch heute in der Beratungsstelle an der Heinrich-Lübke-Straße tätig. Sie berate dort zusammen mit Kathrin Prüllage schwangere Frauen. Beide würden von Anja Kosinski als Verwaltungskraft unterstützt.

Neben der Schwangerschaftskonfliktberatung sei auch die sexuelle Präventionsarbeit an Schulen Teil ihrer Arbeit. Hier liege ein Schwerpunkt auf Methoden der Verhütung, aber auch der Themenbereich Freundschaft – Liebe – Sexualität spiele eine große Rolle. 1000 Veranstaltungen mit 12.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in den vergangenen 25 Jahren nicht nur an Schulen hätten Informationen zu diesem Themenkreis gegeben. Auch Paare mit unerfülltem Kinderwunsch würden kompetent beraten und bei ihren Entscheidungen begleitet.

Landrat und Bürgermeister loben Arbeit der Einrichtung

So sei in den 25 Jahren fast 6000 Frauen (davon 3500 Konfliktberatungen) geholfen worden, eine verantwortliche Entscheidung zu treffen. Es seien ihnen Wege aufgezeigt worden, welche finanziellen Möglichkeiten es für schwangere Frauen gibt. „Bei der Beratung ist es besonders wichtig, sämtliche Möglichkeiten ins Auge zu fassen, um der schwangeren Frau eine verantwortbare Entscheidung zu ermöglichen, mit der sie ohne Schuldgefühle leben kann“, betonen die beiden Beraterinnen.

Landrat Tobias Gerdesmeyer und Vechtas Bürgermeister Kristian Kater würdigten demnach in ihren Grußworten die hervorragende Arbeit der Einrichtung, die sich am christlichen Menschenbild orientiere. Beratungsstellen wie donum vitae seien ein unverzichtbarer Grundpfeiler „unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts“ und zeigten in einem geschützten und von Empathie geprägten Raum Frauen und Paaren Wege auf, in einer oft bedrohlich empfundenen Situation neue Hoffnung zu schöpfen und mit Vertrauen in die Zukunft zu schauen, werden die Gäste aus ihren Grußworten zitiert.

Dr. Hubert Wissing, ehemaliger Geschäftsführer des Bundesverbandes donum vitae, zeichnete in seinem Festvortrag den langen Weg der gesellschaftlichen und politischen Auseinandersetzungen um den Paragrafen 218 auf, dessen gesetzliche Regelung 1995 bis heute Grundlage der Beratungsarbeit ist, heißt es weiter. Abschließend stellte er demnach fest, dass das christlich geprägte Beratungsangebot von donum vitae unverzichtbar sei in einer pluralen Beratungslandschaft, um sowohl dem Lebensrecht des ungeborenen Kindes als auch der Situation der Schwangeren gerecht zu werden. Er sah hier die Beraterin zu einer doppelten Anwaltschaft verpflichtet und äußerte die feste Überzeugung, dass dieses donum vitae nicht nur in Vechta gelänge. Musikalisch umrahmte Rainer Wördemann von der Kreismusikschule Vechta die Veranstaltung.

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