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Die Vorfreude auf das neue Holdorfer Feuerwehrhaus ist riesig

Seit 2013 hatte sich eine Arbeitsgruppe mit dem Neubau beschäftigt. Alle Beteiligten sind von den Plänen begeistert und fiebern der Eröffnung entgegen. Diese wird Mitte bis Ende 2022 sein.

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Jetzt darf es endlich mit dem Feuerwehrhaus-Bau losgehen: (von links) Planer Franz-Josef Theilen, Ortsbrandmeister Thorsten Deters, Bauamtsleiter Heiner Themann, Gemeindebrandmeister Norbert Nobbe, Ausschuss-Vorsitzender  Mario Stickfort, Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug, Martin Sieverding  und Lars Blettrup von der Firma Eiken Bau sowie Planer Franz Heinrich Theilen beim obligatorischen Spatenstich. Foto: Böckmann

Jetzt darf es endlich mit dem Feuerwehrhaus-Bau losgehen: (von links) Planer Franz-Josef Theilen, Ortsbrandmeister Thorsten Deters, Bauamtsleiter Heiner Themann, Gemeindebrandmeister Norbert Nobbe, Ausschuss-Vorsitzender  Mario Stickfort, Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug, Martin Sieverding  und Lars Blettrup von der Firma Eiken Bau sowie Planer Franz Heinrich Theilen beim obligatorischen Spatenstich. Foto: Böckmann

Bis das neue Gerätehaus für die Ortsfeuerwehr Holdorf gebaut ist, wird noch einige Zeit vergehen. Zwischen Sommer und Winter 2022 sollen die Kameradinnen und Kameraden das Gebäude Am Lagerweg beziehen können. Doch die Vorfreude war am Mittwochabend beim obligatorischen Spatenstich riesig – daran ließen die Brandbekämpfer, die Gemeinde und die Planer keine Zweifel. 

"Aus einem Traum wird endliche Realität", meinte Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug und sah "ein Leuchten in den Augen" der Anwesenden. Der Verwaltungschef, in seiner fränkischen Heimat selbst Feuerwehrmann gewesen, spielte damit auch auf die lange Geschichte eines möglichen Neubaus für die Ortsfeuerwehr Holdorf an. Es sei ein langer Weg gewesen, die Ungeduld sei bei allen Beteiligten groß, "aber jetzt hält uns nichts mehr auf", sagte Krug. Und er ergänzte: "Auch nicht die erhöhten Baukosten."

Bereits 2013 hatte sich eine Arbeitsgruppe der Wehr mit einem möglichen Neubau befasst. Der Grund: Die Feuerwehrunfallkasse hat am jetzigen Standort am Heideweg gravierende Mängel festgestellt –das Gebäude sei zu klein, es gebe zu wenig Sicherheitsabstände, nicht genügend Parkplätze und auch die Kleidung könne nach Einsätzen nicht trocknen. Die Kameraden müssten immer wieder Kompromisse eingehen.

So soll die Vorderseite des Feuerwehrhauses aussehen. Visualisierung: Pölking und Theilen So soll die Vorderseite des Feuerwehrhauses aussehen. Visualisierung: Pölking und Theilen 

Die Erleichterung über den Start der Bauarbeiten für das 4-Millionen-Euro-Vorhaben war deshalb auch aus den Worten von Norbert Nobbe und Thorsten Deters herauszuhören. Gemeindebrandmeister Nobbe freut sich "auf ein tolles, ein spannendes Projekt". Das neue Feuerwehrhaus werde für die nächsten Jahrzehnte seinen Dienst tun. Ortsbrandmeister Deters nennt den Neubau gar "einen Meilenstein" – auch, weil es Erweiterungsmöglichkeiten gebe. Er sei überzeugt davon, dass die Kameraden auch außerhalb der Dienstzeiten das Feuerwehrhaus mit Leben füllen werden, versprach er.

Mario Stickfort, Vorsitzender des Sicherheitsausschusses, prophezeite, dass die Holdorfer Brandbekämpfer "sich am Bauzaun die Nase platt drücken werden", um den Baufortschritt zu verfolgen. Stickfort, selbst Feuerwehrmann in Fladderlohausenn, lobte wie seine Vorredner die "fruchtbarer Zusammenarbeit" und das "schöne Endergebnis" des Büros Pölking und Theilen (Lohne). Die Pläne seien mit dem Blick eines Feuerwehrmannes entworfen.

Geplant aus der Sicht eines Feuerwehrmannes

Was allerdings auch kein Wunder ist. Denn Seniorchef Franz-Josef Theilen ist Stadtbrandmeister in Lohne, sein Sohn und Juniorchef Franz Heinrich Theilen ebenfalls Brandbekämpfer. Die Planung für den Bau des Feuerwehrhauses habe deshalb besonders viel Spaß gemacht, verriet Franz-Josef Theilen. 

Was ist auf dem 8.000 Quadratmeter großen Grundstück im Holdorfer Osten nun exakt geplant? Das exakt 1.479 Quadratmeter große Feuerwehrgerätehaus bietet Platz für bis zu 6 Großfahrzeuge. An der Fahrzeughalle sind Werkstätten, Waschhalle, Lagerräume und ein Funkraum angegliedert. In den Umkleiden sind rund 80 Doppelspinde geplant. Die Trennung zwischen Herren- und Damenräumen soll flexibel vergrößert respektive verkleinert werden können. Die Umkleiden sind über eine Schleuse von der Fahrzeughalle zu erreichen.

Viele Räume bieten viel Platz

Über den Umkleiden liegen die Jugendfeuerwehrräume, die Platz für bis zu 25 Personen bieten. Im Obergeschoss befinden sich die Kleiderkammer und eine Lagerfläche. Durch die Verbindung der Lagerflächen im Erd- und Obergeschoss können dort auch größere Gegenstände eingelagert werden.

Die Rückseite: Der Außenbereich des Feuerwehrhauses soll so angelegt werden, dass ankommende Einsatzkräfte und ausrückende Einsatzfahrzeuge keine Berührungspunkte haben. Visualisierung: Pölking und TheilenDie Rückseite: Der Außenbereich des Feuerwehrhauses soll so angelegt werden, dass ankommende Einsatzkräfte und ausrückende Einsatzfahrzeuge keine Berührungspunkte haben. Visualisierung: Pölking und Theilen

Im Sozialtrakt gibt es einen großen Schulungsraum, der auch für Veranstaltungen genutzt werden kann. Der dortige Besprechungsraum grenzt an der Terrasse zum Übungshof an. Im Sozialtrakt gibt es außerdem Sanitärräume, eine Teeküche inklusive Abstellraum und 2 Büros für die Führungskräfte.

Der Übungs- und Betriebshof mit seinen 1.700 Quadratmetern bietet genug Platz für die praktische Ausbildung, teilte die Gemeinde mit. Unter anderem mittels eines geplanten Hydranten könne die Feuerwehr von der Brandbekämpfung bis hin zur technischen Hilfeleistung viele Einsatzszenarien realistisch üben.

Bürgermeister Dr. Wolfgang  Krug hatte schon Anfang des Jahres betont, dass das neue Feuerwehrhaus kein reiner Zweckbau, sondern ein Ortsbild prägendes Schmuckstück werden soll. "Wir investieren in Qualität", versicherte Krug. Das neue Gebäude werde in puncto Erreichbarkeit, Materialien, Gestaltung und Abläufe "hervorragend" sein. Bei der Planung sei nicht nur ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit der Kameraden gelegt worden, sondern auch auf kurze, direkte Wege. Krug findet: "Jeder Cent ist hier bestens angelegt."

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