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So soll das neue Holdorfer Feuerwehrhaus aussehen

Seit 10 Jahren laufen die Gespräche über ein neues Gebäude für die Brandbekämpfer. Bald wird gebuddelt. Gemeinde, Kameraden und Architekten stellen die Pläne vor.

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Sie stellten die Pläne vor: (von links) Ausschussvorsitzender Mario Stickfort, Gemeindebrandmeister Norbert Nobbe, Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug, kommissarischer Bauamtsleiter Heiner Themann sowie Franz Theilen und Franz-Josef Theilen vom Architekturbüro Pölking und Theilen. Foto: Böckmann

Sie stellten die Pläne vor: (von links) Ausschussvorsitzender Mario Stickfort, Gemeindebrandmeister Norbert Nobbe, Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug, kommissarischer Bauamtsleiter Heiner Themann sowie Franz Theilen und Franz-Josef Theilen vom Architekturbüro Pölking und Theilen. Foto: Böckmann

Es war lausig kalt an diesem Nachmittag in der Straße Am Lagerweg in Holdorf. Doch Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug wurde bei dem Gedanken an das, was dort in den nächsten zweieinhalb Jahren entstehen soll, ganz warm ums Herz. "So unfreundlich das Wetter ist, so schön wird das neue Feuerwehrhaus." Ein neues Gebäude für die Ortsfeuerwehr Holdorf – es ist mittlerweile eine längere Geschichte. 

Deshalb war der Verwaltungschef froh, dass er jetzt die Pläne vorstellen durfte, wie das neue Feuerwehrhaus auf dem 8.000 Quadratmeter großen Grundstück im Holdorfer Osten aussehen soll.  Denn in der kommenden Woche möchten die Planer Franz-Josef Theilen und Franz Theilen (Architekturbüro Pölking und Theilen) den Bauantrag einreichen und die Ausschreibungen vornehmen. Der Spatenstich soll im zweiten Halbjahr erfolgen. 2023 sollen die Arbeiten beendet sein. 

Bürgermeister Krug ist sich sicher, dass das neue Feuerwehrhaus bei Investitionskosten von rund 4 Millionen Euro kein reiner Zweckbau, sondern ein Ortsbild prägendes Schmuckstück werden wird. "Wir investieren in Qualität", versicherte Krug. Das neue Gebäude werde hervorragend in puncto Erreichbarkeit, Materialien, Gestaltung und Abläufen. Bei der Planung sei nicht nur ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit der Kameraden gelegt worden, sondern auch auf kurze, direkte Wege. Krug findet: "Jeder Cent ist hier bestens angelegt." 

 Die Vorderseite des Feuerwehrhauses. Visualisierung: Pölking & Theilen Die Vorderseite des Feuerwehrhauses. Visualisierung: Pölking & Theilen

Zu den Fakten: Das exakt 1.479 Quadratmeter große Feuerwehrgerätehaus bietet Platz für bis zu 6 Großfahrzeuge. An der Fahrzeughalle sind Werkstätten, Waschhalle, Lagerräume und ein Funkraum angegliedert. In den Umkleiden sind rund 80 Doppelspinde geplant. Die Trennung zwischen Herren- und Damenräumen soll flexibel vergrößert respektive verkleinert werden können. Die Umkleiden sind über eine Schleuse von der Fahrzeughalle zu erreichen.

Über den Umkleiden liegen die Jugendfeuerwehrräume, die Platz für bis zu 25 Kameraden bieten. Im Obergeschoss befinden sich die Kleiderkammer und eine Lagerfläche. Durch die Verbindung der Lagerflächen im Erd- und Obergeschoss können dort auch größere Gegenstände eingelagert werden.

Im Sozialtrakt gibt es einen großen Schulungsraum, der auch für Veranstaltungen genutzt werden kann.  Der dortige Besprechungsraum grenzt an der Terrasse zum Übungshof an. Im Sozialtrakt gibt es außerdem Sanitärräume, eine Teeküche inklusive Abstellraum und 2 Büros für die Führungskräfte.

Der Übungs- und Betriebshof mit seinen 1.700 Quadratmetern biete genug Platz für die praktische Ausbildung, teilte die Gemeinde mit. Unter anderem durch ein geplanten Hydranten könne die Feuerwehr von der Brandbekämpfung bis hin zur technischen Hilfeleistung viele Einsatzszenarien realistisch üben. 

Die Rückseite: Der Außenbereich des Feuerwehrhauses soll so angelegt werden, dass ankommende Einsatzkräfte und ausrückende Einsatzfahrzeuge keine Berührungspunkte haben. Visualisierung: Pölking und TheilenDie Rückseite: Der Außenbereich des Feuerwehrhauses soll so angelegt werden, dass ankommende Einsatzkräfte und ausrückende Einsatzfahrzeuge keine Berührungspunkte haben. Visualisierung: Pölking und Theilen

Bereits 2013 hatte sich eine Arbeitsgruppe der Wehr mit einem möglichen Neubau befasst. Der Grund: Die Feuerwehrunfallkasse hat am jetzigen Standort am Heideweg gravierende Mängel festgestellt –das Gebäude sei zu klein, es gebe zu wenig Sicherheitsabstände, nicht genügend Parkplätze und auch die Kleidung könne nach Einsätzen nicht trocknen. Die Kameraden müssen immer wieder Kompromisse eingehen.  

Gemeindebrandmeister Norbert Nobbe nannte den Neubau "dringend erforderlich". Nach den verschiedensten Standort-Überlegungen sei die jetzige Lösung "sehr gut", sagte Nobbe. "Wir freuen uns auf die Dinge, die kommen."

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