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Die Umweltwoche ist gestartet

Jeder kann mitmachen, alles ist möglich: Im Rahmen der Aktion im Landkreis werben Landrat Gerdesmeyer und Bürgermeister Kater für den Klimaschutz.

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Los geht’s: Vertreterinnen und Vertreter aller Städte und Gemeinden sowie des Landkreises eröffneten mit Schülerinnen und Schülern die Umweltwoche an der Geschwister-Scholl-Oberschule. Foto: Kläne/Stadt Vechta

Los geht’s: Vertreterinnen und Vertreter aller Städte und Gemeinden sowie des Landkreises eröffneten mit Schülerinnen und Schülern die Umweltwoche an der Geschwister-Scholl-Oberschule. Foto: Kläne/Stadt Vechta

Mit einer Eröffnungsfeier an der Geschwister-Scholl-Oberschule in Vechta ist die diesjährige Umweltwoche gestartet. Das teilt die Stadt Vechta mit. Landrat Tobias Gerdesmeyer und Bürgermeister Kristian Kater warben dafür, sich an den Aktionen zu beteiligen, die der Landkreis und die Stadt Vechta mit ihren Partnern zusammengestellt habe.

Kater startete auch gleich gemeinsam mit der Schülersprecherin Talitha Pohl die erste Schul-Challenge anlässlich der alljährlichen Umweltwoche. Mehr als 30 Schulklassen aus dem Stadtgebiet machen laut Mitteilung mit. Mit welchem Projekt, können sie frei wählen. Die Bandbreite der möglichen Aktionen ist groß – von Müllsammeln über Upcycling-Projekte bis hin zu künstlerischen Aktionen. Hauptsache, die Schülerinnen und Schüler setzen sich kreativ mit Umweltthemen vor Ort auseinander. Unter allen Klassen, die mitmachen, wird eine Fahrt zum Klimahaus nach Bremerhaven verlost.

Im Dialog mit Vechtas Klimaschutzmanager und Moderator Alexander Kunz betonten Gerdesmeyer und Kater, dass alle Generationen für den Klimaschutz verantwortlich seien. Landrat Gerdesmeyer hob laut Mitteilung die Dynamik und Kreativität hervor, mit der sich die jüngere Generation für Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit einsetze. „Der Impuls, die Erde für unsere Kinder und Enkelkinder zu erhalten, kam von jungen Menschen“, erklärte der Landrat auch mit Blick auf weltweite Bewegungen der vergangenen Jahre. Von der älteren Generation könne man sich aber auch Sparsamkeit und nachhaltiges Handeln abschauen. „Viele Dinge wurden repariert und wiederverwendet. Dieser Gedanke, den Sachen einen Wert zu geben und wiederzuverwenden, da können wir auch von den Älteren was lernen“, sagte Gerdesmeyer.

„Alle müssen mitmachen. Dazu dient auch diese Umweltwoche.“

Kristian Kater, Vechtas Bürgermeister

Der Landkreis, die Städte und Gemeinden hätten in den vergangenen Jahren einiges auf den Weg gebracht, erklärte er unter anderem mit Blick auf Konzepte zur Klimaanpassung und zum Klimaschutz. Er sieht im Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Wiedervernässung der Moore zwei entscheidende Säulen, den CO₂-Ausstoß vor Ort deutlich zu verringern. „Unsere Arbeit trägt bereits Früchte“, sagte Gerdesmeyer.

Auch in der Stadt Vechta seien einige Projekte umgesetzt worden, berichtete Bürgermeister Kater laut Mitteilung. So seien beispielsweise die Schule, das Schwimmbad und die Sporthallen in Langförden an eine Biogasanlage angeschlossen. Kater erinnerte an ihre erste Photovoltaik-Anlage, die die Stadt Vechta an der GSO in Betrieb genommen habe. An der Oberschule sei die Inbetriebnahme einer Wärmepumpe geplant. „Wir wollen den CO₂-Ausstoß verringern und müssen Vorbild sein, damit Privatleute es auch machen“, wird Kater zitiert. „Alle müssen mitmachen. Dazu dient auch diese Umweltwoche.“

Dass alle ihren Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten müssen und damit sofort anfangen sollten, daran erinnerten auch Schulleiterin Anke Magerfleisch und Schülersprecherin Talitha Pohl, teilt die Stadt weiter mit. Schülerinnen und Schüler pinnten bei der Eröffnung ihre Ideen und Wünsche in puncto Klimaschutz an eine Stellwand. Die Veranstaltung war mit Hilfe aller Jahrgänge der Oberschule auf die Beine gestellt worden.

Teilnahme ist kostenlos und offen

Verantwortlich für die Organisation und Vorbereitung waren laut Mitteilung Sandra Gattner-Bojack und Anne Beuthner (Kulisse), Annemarie Rolfes und Brigitte Holzenkamp (Catering) sowie Ina-Maria Gärtner, die Hausmeister und Klimaschutzmanager Alexander Kunz. Zur Veranstaltung kamen neben den Bürgermeistern sowie Vertreterinnen und Vertretern aller Städte und Gemeinden im Kreis Vechta auch einige Schulleiterinnen aus Vechta.

Im Mittelpunkt der Umweltwoche stehe nach Angaben der Stadt die aktive Beteiligung: Alle Personen, Gruppen, Vereine, Schulen, Kindergärten und Nachbarschaften sind eingeladen, eigene Aktionen und Projekte zu starten, die den Umwelt- und Naturschutz fördern. Das Engagement reiche von Pflanzaktionen über Aufräuminitiativen bis hin zu kreativen Projekten, die das Bewusstsein für Nachhaltigkeit stärken. Die Teilnahme an der Umweltwoche ist kostenlos und offen – jede und jeder kann mitmachen und eigene Ideen einbringen. Zum offiziellen Abschluss am 20. März (Freitag) im Gymnasium Antonianum werden die Gewinnerinnen und Gewinner des Umweltpreises gekürt und der Schul-Challenge gezogen, so die Stadt.

Gerdesmeyer hoffte zum Auftakt, dass sich viele „nicht nur in dieser Woche für den Umwelt- und Klimaschutz interessieren, sondern 365 Tage dafür eintreten“. Kater unterstrich, auch er würde sich freuen, „wenn alle nach der Umweltwoche sagen: Ich habe Bock auf Umweltschutz und mache weiter damit.“

  • Info: Alle Infos zu den Programmpunkten gibt es online unter www.landkreis-vechta.de und www.vechta.de/umweltwoche.

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