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"Die Sperrstunde ist absoluter Unfug"

Bernd Höne ärgert sich über die Verordnung und hat einen anderen Vorschlag. Das Beherbergungsverbot zeigt bei ihm noch keine großen Auswirkungen.

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Ärgert sich über die Sperrstunde: Gastronom und Hotelier Bernd Höne. Foto: Hermes

Ärgert sich über die Sperrstunde: Gastronom und Hotelier Bernd Höne. Foto: Hermes

Noch keine großen Auswirkungen hat das niedersächsische Beherbungsverbot für Bernd Höne in Cloppenburg. „Wir dürfen keine Gäste aus Risikogebieten annehmen, die aus touristischen Zwecken hier wären. Davon haben wir nicht so viele", erklärt der Betreiber eines Hotels und Gastronom auf Nachfrage von OM online. Berufspendler dürften weiterhin in der Kreisstadt übernachten. 

Informationen gibt es für die Hoteliers unter anderem von der Dehoga, zudem informiert er sich selbst über aktuelle Risikogebiete. „Das ist aber gar nicht so einfach, es ändert sich ja täglich etwas", so Höne weiter. Die Aufnahme von Kontaktdaten sei kein Problem, da sie sowieso immer beim Einchecken erfolgt. Bei Online-Buchungen ist der Wohnort bereits im Vorfeld ersichtlich. „Zu einhundert Prozent kann man das aber nicht kontrollieren. Man braucht dabei auch Vertrauen zum Gast".

"Es würde viel mehr Sinn machen, dass man ab 21.30 Uhr für den Abend keine neuen Gäste mehr annehmen darf und somit kein großer Wechsel stattfindet."Bernd Höne

Verärgert zeigt sich Höne indes über die ab Sonntag verhängte Sperrstunde für gastronomische Betriebe ab 23.30 Uhr: „Das ist absoluter Unfug und eine Katastrophe für uns." Die Region sei nicht mit Großstädten vergleichbar, wo die Besucher nach dem Essen noch von Klub zu Klub ziehen. „Es würde viel mehr Sinn machen, dass man ab 21.30 Uhr für den Abend keine neuen Gäste mehr annehmen darf und somit kein großer Wechsel stattfindet", schlägt der Cloppenburger vor. Die Besucher, die sowieso schon da sind, könnten dann ja länger bleiben.

Er wisse auch von keinem Ausbruch in der Gastronomie im Kreis Cloppenburg, bundesweit gebe es ebenfalls nur vereinzelte Fälle in Restaurants. „Deswegen kann ich diese Entscheidung überhaupt nicht nachvollziehen", sagt Höne.

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