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Die Kita St. Anna in Lohne ist fertig – und steht nun auch unter Gottes Segen

St.-Gertrud-Pfarrer Rudolf Büscher hat den Neubau an der Von-Stauffenberg-Straße eingesegnet. Die Stadt Lohne investierte insgesamt etwa 5,1 Millionen Euro in das Bauprojekt.

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Gottes Segen für die neue Kita St. Anna: Über den Abschluss des Bauprojekts und die feierliche Einsegnung freuen sich (von links) Pfarrer Rudolf Büscher, die kommissarische Kita-Leiterin Lena Berding und Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet. Foto: E. Wenzel

Gottes Segen für die neue Kita St. Anna: Über den Abschluss des Bauprojekts und die feierliche Einsegnung freuen sich (von links) Pfarrer Rudolf Büscher, die kommissarische Kita-Leiterin Lena Berding und Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet. Foto: E. Wenzel

Die neue Kindertagesstätte St. Anna in Lohne hat den Segen Gottes von Rudolf Büscher erhalten. "Wir brauchen nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern auch eines über unserer Seele", sagte der Pfarrer der Pfarrei St. Gertrud. Rund 80 Personen waren bei der Einsegnung in dem 180 Quadratmeter großen Bewegungsraum der Einrichtung anwesend. Das Dach über dem Kopf stehe nun, für das Dach über der Seele sorgten die Mitarbeiter der Kita, erklärte er. Er werde im Laufe dieser Woche noch einmal die Kita besuchen und gesegnete Kreuze in den Räumen verteilen, kündigte Büscher an.

Die Freude über den feierlichen Abschluss des Bauprojekts an der Von-Stauffenberg-Straße war groß – gerade weil hinter den Erzieherinnen eine anspruchsvolle Zeit liege, sagte Lohnes Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet in ihrer Rede. 2013 war der damalige Hort St. Anna an die Vogtstraße gezogen und wurde später um eine 2.  Gruppe ergänzt. 2020 kam dann der provisorische Modulbau mit 60 Plätzen an der Marienstraße dazu.

Mit der temporären Arbeit an 2 Standorten ist aber jetzt Schluss. In dem neuen Gebäude wurden beide Häuser zusammengeführt – und das pünktlich zum Start des neuen Kitajahres 2022/23. "Wir haben eine Kita zum Wohlfühlen bekommen", konstatierte Voet.

Ob Wie schön, dass du da bist oder Ein Freund ist ein wunderbarer Schatz: Einige der Kita-Kinder begleiteten die Einsegnung musikalisch. Foto: E. WenzelOb "Wie schön, dass du da bist" oder "Ein Freund ist ein wunderbarer Schatz": Einige der Kita-Kinder begleiteten die Einsegnung musikalisch. Foto: E. Wenzel

Die kommissarische Kita-Leiterin Lena Berding freute sich, dass die Einrichtung nun ein gemeinsames Zuhause hat – die zwei Standorte seien keine ideale Lösung gewesen, berichtete sie aus persönlicher Erfahrung. Im Neubau hätten sich die Kollegen der Kita St. Anna mittlerweile gut kennengelernt und seien sehr motiviert.

Obwohl der Bauprozess für Berding nach eigenen Angaben eine neue Erfahrung war, sei das Gebäude sehr gut auf die pädagogischen Bedürfnisse abgestimmt, sagte sie. Die Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Bocklage + Buddelmeyer verlief gut, lobte die kommissarische Kita-Leiterin. Die Architekten überreichten Berding neue "Firmenfahrzeuge" zur Einsegnung – 2 Bobbycars, die nun von den Kindern genutzt werden können.

Die Einrichtung an der Von-Stauffenberg-Straße bietet Platz für 4 Kindergarten- und 2 Krippengruppen. Diese fühlen sich auch schon wohl in dem Neubau, wie man bei der Einsegnung erkennen konnte. Eine Gruppe von Kindern begleitete die Veranstaltung musikalisch. Seit dem Start des Kitajahres können sie in den Räumen und Fluren der Einrichtung spielen, toben, essen und schlafen. Insgesamt umfasst das Gelände etwa 7084 Quadratmeter. Es liegt auf dem Areal des früheren Bundeswehr-Casinos und in Nachbarschaft zum Caritas-Sozialwerk St. Elisabeth.

Die Mitarbeiterinnen der Kita und Architekten arbeiten eng zusammen

Bei den Planungen arbeitete das Architekturbüro Bocklage + Buddelmeyer eng mit den Mitarbeiterinnen der Kita St. Anna zusammen. So konnte auf ihre Wünsche eingegangen, aber auch manchmal "der Wind aus den Segeln genommen werden", wie Berding augenzwinkernd erklärte. Unter anderem entstand so auch das Konzept, dass die Krippe und der Kindergarten durch den Bewegungsraum getrennt sind und jeweils einen eigenen Eingang haben. Auf der Seite des Kindergartens befindet sich ein großer Spielplatz, auf dem sich die älteren Kinder austoben können.

Errichtet wurde das neue Gebäude im KfW-55-Standard. Darüber hinaus wird auf dem Dach noch ein 1200 Quadratmeter großes Gründach angelegt. Eine weitere Besonderheit ist der Holzrahmenbau, der nachhaltig ist und dazu auch die Fertigungszeit heruntergeschraubt hat. Unter gut einem Drittel des Gebäudes befindet sich ein alter Atomschutzbunker. Dieser bietet eine Fläche von rund 500 Quadratmetern, die als Lagerraum genutzt werden kann.

Die Stadt Lohne hat in den Neubau samt Außenanlagen rund 5,1 Millionen Euro investiert. Einen Zuschuss gibt es für den Krippenbereich vom Land Niedersachsen mit rund 360.000 Euro und vom Landkreis Vechta mit rund 99.000 Euro.

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