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Diakonie Himmelsthür ist im Sommer startklar

Die ersten Bewohnerinnen und Bewohner können bald die Einrichtung in Goldenstedt beziehen. Die Wohnbereichsleiterinnen haben sich schon einmal bei den neuen Nachbarn vorgestellt.

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Mit Flyern und Grußkarte ausgerüstet haben sich die Wohnbereichsleiterin Inga Reinking (links) von der Diakonie Himmelsthür in Goldenstedt sowie Christin Henke (rechts) bei den neuen Nachbarn vorgestellt. Foto: Brinkhus

Mit Flyern und Grußkarte ausgerüstet haben sich die Wohnbereichsleiterin Inga Reinking (links) von der Diakonie Himmelsthür in Goldenstedt sowie Christin Henke (rechts) bei den neuen Nachbarn vorgestellt. Foto: Brinkhus

Mit kleinen Präsenten haben sich Inga Reinking, Wohnbereichsleiterin der Diakonie Himmelsthür in Goldenstedt, und ihre Kollegin Christin Henke bei ihren zukünftigen Nachbarn in der Brunkhorststraße vorgestellt. Im Juli werden voraussichtlich die ersten Bewohnerinnen und Bewohner die Einrichtung für Menschen mit geistigen und mehrfachen Beeinträchtigungen beziehen. In den vergangenen Monaten wurde das ehemalige Gebäude des Alten- und Pflegeheims Haus St. Franziskus saniert und umgebaut.

Das Projekt hat sich aufgrund der Corona-Pandemie ordentlich verzögert, sagt Oliver Brinkhus, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Diakonie Himmelsthür. Ursprünglich sollte die Eröffnung schon im vergangenen Jahr sein. „Einzelne Gewerke hatten volle Auftragsbücher“, sagt Brinkhus. Weiterhin konnten nicht alle Handwerksarbeiten parallel wie üblich verlaufen.

28 barrierefreie Wohnplätze

Doch was wurde eigentlich gemacht? Im gesamten Gebäude sind die Sanitäranlagen saniert worden, so Brinkhus. Darüber hinaus habe eine energetische Sanierung stattgefunden. „So sind zum Beispiel neue Leitungen verlegt worden.“ Außerdem wurden 11 neue Küchen installiert. Im Erdgeschoss gab es einige Wanddurchbrüche. Dort ist künftig die Tagesförderstätte untergebracht. Insgesamt 30 Personen finden dort die Möglichkeit, einer Beschäftigung nachzugehen.

In den beiden oberen Geschossen ist der Wohnbereich. 28 barrierefreie Wohnplätze in 4 Wohngemeinschaften gibt es dort. Jeder Bewohner hat sein eigenes Zimmer und sein eigenes Bad, sagt Brinkhus. Die Küche werden sie sich mit anderen Bewohnern teilen.

Der Außenbereich werde ebenfalls barrierefrei gestaltet. In der kommenden Woche soll ein neuer Weg angelegt werden, sagt Oliver Brinkhus. Zudem wird es für Besucher des angrenzenden Mehrgenerationenparks einen Zugang zu einer – „selbstverständlich barrierefreien“ – öffentlichen Toilette geben. Insgesamt beziffert Brinkhus die Kosten für die Umbaumaßnahmen im und am Haus auf rund 1,5 Millionen Euro.

Tagesförderstätte von Wohnbereich getrennt

Einziehen werden Menschen mit einem hohen Pflege- wie auch Assistenzbedarf, erklärt Oliver Brinkhus. Zum größten Teil leben sie bisher auf dem Zentralgelände des Trägers in Wildeshausen. Die Wohneinheit, die sie bislang bewohnen, stellt im Sommer den Betrieb ein. Die Wohnplätze in Goldenstedt sind deshalb zum Umzug alle belegt. „Aktuell gibt es keine Wohnangebote“, sagt der Mitarbeiter der Diakonie Himmelsthür. Es gebe aber die Möglichkeit der „kurzzeitigen Annahme im Rahmen der Verhinderungspflege“.

Die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner werden die Tagesförderstätte im Erdgeschoss nutzen. Dort werden Bildungs- und Beschäftigungsangebote vorgehalten, sagt Brinkhus. Diese können aber auch Interessierte von außerhalb wahrnehmen. Brinkhus betont, dass es eine strikte Trennung zwischen dem Wohnbereich und der Tagesförderstätte gebe. „Das wird separat gehandhabt“, sagt er.

Einweihungsfeier für 1. Oktober geplant

Was schließlich konkret in der Tagesförderstätte gemacht werde, stehe noch nicht fest, sagt Brinkhus. Das komme ganz darauf an, welche Bedürfnisse und Wünsche die Beschäftigten haben. Wichtig sei der Einrichtung die Förderung der Selbstständigkeit und die Möglichkeit der Teilhabe, sagt Brinkhus. Besonders letzteres sei in Goldenstedt in der neuen Nachbarschaft sehr gut gegeben. So sei es nicht weit zum Mehrgenerationenhaus wie auch zum Mehrgenerationenpark.

Die bisherige Vorstellungsrunde vor Ort sei schon einmal sehr positiv verlaufen, berichtet Oliver Brinkhus. Ein gegenseitiges Kennenlernen sei der Diakonie Himmelsthür immer wichtig. So gab es für die neuen Nachbarn eine selbst gemachte Karte wie auch Flyer mit Informationen zu dem Angebot der Einrichtung. Diese werden in den kommenden Wochen auch an anderen Stellen in Goldenstedt ausgelegt.

Und welchen Einfluss hat die Corona-Pandemie noch auf die Diakonie Himmelsthür in Goldenstedt? Es braucht Hygienekonzepte wie auch eine frühzeitige Vorbereitung auf den Umzug, sagt Oliver Brinkus. So werden nicht alle auf einmal ihr neues Quartier beziehen, sondern das werde gestaffelt stattfinden. Auf Feierlichkeiten werde vorerst verzichtet. Es ist eine Einweihungsfeier am 1. Oktober geplant – wenn die Pandemie es zulässt.

  • Info: Informationen zum Träger gibt es hier.

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