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Der Stoppelmarkt soll die Gemeinschaft stärken

Ehrengast Gitta Connemann und Bürgermeister Kristian Kater schwören Vechta beim Empfang auf den Stoppelmarkt ein. Vom Stoppelmarkt könnte Deutschland etwas lernen.

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Wollen auf dem Stoppelmarkt das Durchhaltevermögen trainieren: Bürgermeister Kristian Kater (links) und Ehrengast Gitta Connemann. Foto: J. Scholz

Wollen auf dem Stoppelmarkt das Durchhaltevermögen trainieren: Bürgermeister Kristian Kater (links) und Ehrengast Gitta Connemann. Foto: J. Scholz

Die Berichterstattung rund um den Stoppelmarkt 2022 wird Ihnen präsentiert von der Volksbank Vechta.

Schon bevor Vechtas Bürgermeister Kristian Kater (SPD) zum Mikrofon greift, läuft ihm eine Schweißperle von der Stirn. Wer im Publikum einen Fächer griffbereit hat, nutzt diesen längst intensiv an diesem Donnerstagnachmittag. Auch Ehrengast Gitta Connemann (CDU) muss zunächst einmal durchschnaufen, bevor sie das Wort ergreift. Das Rathaus-Foyer schwitzt gemeinsam bei 32 Grad. Die Gemeinschaft ist es, auf die Connemann und Kater den Stoppelmarkt beim Empfang im Rathaus einschwören.

„Wir können den Stoppelmarkt nicht ohne die Landwirte, Schausteller und die mittelständischen Unternehmen feiern“, sagt Connemann in ihrer Festrede. Ohne die Genannten sei ein Fest wie der Stoppelmarkt undenkbar. Mit Stoppeln und einem Schnapsglas als Haardeko ruft der Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) den Schaustellern und Landwirten zu: „Ihr seid unverzichtbar in diesem Land“.

Besonders das Oldenburger Münsterland profitiert laut Connemann von den vielen – landwirtschaftlichen und mittelständischen – Betrieben in der Region. Doch aufgrund der Corona-Pandemie und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine würden viele Unternehmen unter Existenzängsten leiden. Besonders hart habe es die Schausteller und Gastronomen getroffen.

Schausteller und Wirte seien die Motoren des Stoppelmarkts

Kater betont in seiner Ansprache: „Wir haben die Existenzsorgen der Schausteller und Wirte erlebt“. Diese haben laut dem Bürgermeister schwierige Jahre mit Sorgen und Ungewissheit hinter sich. Die Schausteller und Wirte seien die Motoren des Stoppelmarkts und deshalb müsse man sie unterstützen, so der Bürgermeister.

Konkreter in ihren Forderungen wird die Bundestagsabgeordnete: „Wir brauchen keine Almosen mehr für die Betriebe“, sagt sie. Sie fordert die Bundesregierung auf, die Steuern – also die Energie- und Einkommenssteuer – kurzfristig zu senken. Denn: Laut Connemann wünschen sich die Betriebe nicht viel mehr, als frei arbeiten zu können. Schnell schiebt die Oppositionspolitikerin hinterher: Dies sei ihr einziger Frontalangriff in der Rede.

Vielmehr schwören Connemann und Kater die Vechtaer und Stoppelmarktfans auf mehr Gemeinschaft ein. Der Bürgermeister betont, dass der Stoppelmarkt auf der Westerheide viele Menschen bereits jetzt über die Stadtgrenzen hinaus verbinde. Mit einem Augenzwinkern verweist er auf die Heimat des Ehrengastes: Ostfriesland. Auch die Menschen aus Leer kämen regelmäßig zum Volksfest nach Vechta.

Der Stoppelmarkt ist laut Connemann ein "riesiges Signal an Gemeinschaft"

Die Gemeinschaft über die Stadtgrenzen hinweg hebt auch die Unionspolitikerin hervor. In Vechta ziehen laut ihr alle über Parteigrenzen hinweg an einem Strang. Der Stoppelmarkt sei dafür das beste Beispiel. Das Fest sei ein „riesiges Signal an Gemeinschaft“. Diese Gemeinschaft wünsche sie sich auch für die gesamte Bundesrepublik. Es brauche einen nationalen Kraftakt. Passend dazu sei, dass der 11. August auch der "Internationale Tag der Söhne und Töchter" ist. „Lassen Sie uns gemeinsam verbrüdern und verschwestern“, ruft Connemann dem Publikum zu.

Gegen Ende seiner Festrede bietet Kater seinem Gast ein wenig Nachhilfe in Sachen Durchhaltevermögen an. „Ich denke, wir haben heute Abend reichlich Zeit, um auch an diesem Attribut kräftig zu feilen“, sagt Kater. Als die beiden anschließend für ein Pressefoto ein Schnapsglas in die Kamera halten sollen, muss sich Vechtas Bürgermeister bei seinem Stabsstellenleiter Herbert Fischer ein Glas ausborgen. Connemann nutzt die Situation und erwidert: „Also ich bin schon bereit, wann geht es denn los?“.

Freuen sich auf den Stoppelmarkt: Bürgermeister Kristian Kater mit Ehrengast Gitta Connemann. Foto: J. ScholzFreuen sich auf den Stoppelmarkt: Bürgermeister Kristian Kater mit Ehrengast Gitta Connemann. Foto: J. Scholz

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