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Der frische Pensionär ist weiterhin ständig im Einsatz

Sehr persönliche Ansichten: Immer dieselben 10 Fragen an jedem Samstag stellen wir an dieser Stelle Menschen aus dem Landkreis Vechta. Helmut Gels engagiert sich als Präsident des DRK-Landesverbandes.

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Mit DRK-Dienstausweis: Helmut Gels ist oft für das Rote Kreuz unterwegs. Foto: M. Niehues

Mit DRK-Dienstausweis: Helmut Gels ist oft für das Rote Kreuz unterwegs. Foto: M. Niehues

Und? Wie ging`s in letzter Zeit?
In sicherlich schwieriger, zumindest ungewöhnlicher Zeit, ganz gut! Ich bin gesund und genieße – trotz oder auch gerade wegen Corona – meinen noch relativ neuen Lebensabschnitt. Ich mache jeden Tag neue und interessante Erfahrungen.

Was haben Sie sich einmal so richtig gegönnt?
Nicht nur einmal, ich genieße meinen Ruhestand – den ich übrigens jedem empfehlen kann –  und gönne mir täglich neue Erfahrungen und viel Zeit mit meiner Familie und Freunden (natürlich immer im Rahmen der geltenden Hygienevorschriften).

Wenn Sie König von Deutschland wären: Was gehört als erstes abgeschafft?
Die ewigen Pessimisten und Nörgler. Ich würde anordnen, dass jeder, der meint meckern zu müssen, 3 positive Argumente vorab benennen muss!

Welchen Traum werden Sie sich als nächsten erfüllen (können)?
Träume bleiben zu oft unerfüllt. Ein frisch gezapftes Bier mit Freunden und Bekannten auf dem Stoppelmarkt zu trinken, wäre zurzeit sicherlich so ein Traum; deshalb wünsche ich uns allen, möglichst bald wieder ohne größere Einschränkungen miteinander leben zu können.

Was tun Sie am liebsten?
Neben viel sportlicher Betätigung (Joggen, Tennis spielen und wandern), machen mir die neuen Herausforderungen als Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Landesverbandes auf Landes- und  Bundesebene viel Spaß. Hierbei bin ich nicht nur selber ehrenamtlich tätig, sondern erlebe durch die zig-tausend Mitglieder unseres Verbandes das Ehrenamt in seinen anspruchsvollsten und engagiertesten Formen, wie wir das gerade auch in Corona-Zeiten wieder täglich beweisen können. Mir macht auch Freude, ein Startup-Unternehmen mit jungen sehr engagierten und zielstrebigen Menschen beratend begleiten zu dürfen.

Welche Eigenschaften mögen Sie an sich? Und welche nicht?
Nach über 65 Jahren sollte man sich, glaube ich, an sich und seine Marotten gewöhnt und mit den meisten arrangiert haben. Froh bin ich, dass ich von meiner Energie und Neugier wenig verloren habe, in all den Jahren.

Welche TV-Sendung mögen Sie am liebsten?
Für mich ist der Fernseher fast ausschließlich ein Informationsmedium. Deshalb interessieren mich in erster Linie auch nur Nachrichten- und Sportsendungen. Allerdings faszinieren mich auch immer wieder gute Tier- und Reisedokus, weil ich stets aufs neue von der Vielfalt und Vielseitigkeit unserer Welt und der Natur fasziniert bin.

Mit wem würden Sie sich gern einmal treffen?
Ich habe sie zwar schon einige Male getroffen, würde sie aber gerne einmal wieder treffen, um ihr persönlich zu sagen, dass sie gerade in schwierigen und eben auch in schwierigsten Zeiten einen guten Job für uns gemacht hat und auch mit ihrem Fehler-Eingeständnis deutlich gezeigt hat, dass sie für sich keineswegs in Anspruch nimmt, alles richtig zu machen: Angela Merkel.

Was würden Sie gerne einmal wieder essen?
Eigentlich sind das 3 Dinge: Den Frankfurter Kranz meiner bereits verstorbenen Mutter und die Buttercreme-Torte meiner ebenfalls verstorbenen Schwiegermutter. Als bekennender Eintopf-Fan aber auch den nächsten Eintopf meiner Frau.

Welches Thema in der OV hat sie am meisten beschäftigt?
Das wird keinen überraschen, die Entwicklung der Pandemie. Hierbei insbesondere aber die verheerenden Auswirkungen für den allgemeinen Einzelhandel, die Gastronomie sowie Kunst und Kultur. Ich habe als Bürgermeister immer wieder erleben bzw. erfahren dürfen, welche wichtige und positive Bedeutung diese beiden Bereiche für das Leben in der Stadt und damit für die Gesellschaft haben. Deshalb hoffe ich, dass diese beiden Bereiche möglichst schnell wieder in eine Normalität zurückfinden dürfen. Richtig und wichtig in diesem Zusammenhang finde ich auch den Donnerstagskommentar von Herrn Chowanietz, mit dem dieser klarstellt, dass bei aller Diskussion um und über das Virus und dem damit zu verbindenden politischen Handeln klar bleiben muss, dass die „Ursache des Dauer-Lockdowns nicht der politische Wille, sondern das Coronavirus“ ist. Diese Erkenntnis sollte dann auch unser aller zukünftige Meinungsbildung bestimmen.


Zur Person:

  • Helmut Gels ist 68 Jahre, Jurist, und verheiratet. Der frühere Bürgermeister der Stadt Vechta hat 2 erwachsene Söhne und 4 Enkelkinder.
  • Er engagiert sich als Präsident des DRK-Landesverbandes Oldenburg e.V, ist Mitglied im Präsidialrat des DRK-Bundesverbandes, Mitglied im Aufsichtsrat und Strategieausschuss des Niedersächsischen Blutspendedienstes, Mitglied im Stiftungsrat der Schulstiftung und Gesellschafterversammlung St. Benedikt beim Bischöflichen Offizialat, Vechta und Vorstandsmitglied der Kreismusikschule Vechta.

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