Pünktlich zum Start in die Outdoor-Saison bekommt der Cloppenburger Mehrgenerationenpark an der Friesoyther Straße eine neue sportliche Attraktion: Bürgermeister Neidhard Varnhorn hat dort das neue Pickleballfeld freigegeben. Das teilte die Stadt Cloppenburg mit.
Die Idee zu seinem Bau hatte die SPD/Linke-Gruppe im Stadtrat. Der Rat griff den Vorschlag auf; im Dezember 2024 beschloss er, ein Feld entstehen zu lassen. Im Haushalt 2025 wurden hierfür rund 26.000 Euro eingeplant. Ende vergangenen Jahres war das Spielfeld fertig – nun kann gespielt werden.
Bei der Planung galt eine klare Vorgabe: Das asphaltierte Feld sollte so in die Rasenfläche eingebettet werden, dass möglichst viel Grün erhalten bleibt. Gleichzeitig wurde die Anlage multifunktional und ebenerdig gestaltet, sodass sie und der Rasen drumherum auch für andere Aktivitäten genutzt werden können, erklärt die Stadt in ihrer Mail. Das wetterfeste Netz bleibe dauerhaft aufgebaut – könne aber für andere Nutzungen der Flächen ggf. auch abgenommen werden.
Pickleball vereint Elemente aus Tennis, Badminton und Tischtennis
Pickleball ist eine Trendsportart aus den USA. Erfunden wurde das Spiel 1965, es erlebt aber erst jetzt einen echten Boom. Der Name steht – in Anlehnung an ein „Pickle-Boat“ mit Ruderern verschiedener Mannschaften – für eine sportliche Mischung: Denn Pickleball vereint Elemente aus Tennis, Badminton und Tischtennis.
Das neue Freizeitangebot im Mehrgenerationenpark ist unkompliziert, schnell zu lernen und körperlich weniger belastend als viele andere Sportarten, wirbt die Stadt. Dadurch eigne es sich für Menschen aller Generationen – vom Kind bis zum Senior.
Gespielt wird mit einem leichten Schläger und einem gelochten Kunststoffball. Der Schläger – auch Paddle genannt – hat eine feste, flache Schlagfläche. Das erleichtert das Treffen des Balls. Die 40 Löcher im Kunststoffball sorgen dafür, dass der Ball auch bei Wind noch stabil fliegt. Das Spielfeld ist etwa so groß wie ein Badmintonfeld. Linierung und Netzhöhe sind ähnlich wie beim Tennis.
Die Spielregeln:
Ziel ist es, den Ball so über das Netz zu spielen, dass die Gegenseite ihn nicht mehr regelgerecht zurückspielen kann. Nach dem Aufschlag muss der Ball zunächst einmal auf der diagonalen Gegnerseite aufspringen und auch der Return muss auf der Aufschlagseite wieder aufsetzen; erst danach darf auch direkt aus der Luft gespielt werden. Gute zwei Meter beidseitig vom Netz befindet sich allerdings eine Sperrzone („Kitchen“), in der keine Volleys erlaubt sind. Punkte kann nur das Team erzielen, das gerade aufschlägt. Gezählt wird meist bis 11 Punkte, wobei ein Spiel mit mindestens zwei Punkten Vorsprung gewonnen werden muss. Eine Partie (meistens auf drei Gewinnsätze angelegt) dauert in der Regel etwa 15 bis 25 Minuten – perfekt also für eine spontane Runde im Park.
Wer das Spiel ausprobieren möchte, findet die Regeln auch vor Ort in der „Spieleboxx“ direkt beim Jugendtreff „JiM“. Dort stehen in zwei Fächern passende Spiel-Sets bereit: eines für zwei Einzelspieler und eines für ein Doppelspiel mit vier Personen.
Der Zugang zum Spieleschrank erfolgt über die Chayns-App, die man sich kostenlos aufs Handy laden kann. An den Fächern der Spieleboxx befinden sich QR-Codes: Einfach scannen und den Anweisungen des Systems folgen. Gegen ein Pfandgeld von 10 Euro kann man die Spiel-Sets kostenlos ausleihen und danach wieder in das Spieleboxx-Fach zurücklegen. Zahlung und Rückerstattung der Pfandgebühr laufen über PayPal.