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Das "Empire" in Friesoythe bleibt bis auf Weiteres geschlossen

Der Betreiber muss sein Hygienekonzept überarbeiten. Die Disko wird außerdem baurechtlich geprüft. Die Kreisverwaltung übergibt den Fall jetzt an die Staatsanwaltschaft zur Prüfung.

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Großeinsatz in Friesoythe: Einige Disko-Besucher sind am Freitagabend in Panik geraten.   Foto: van Elten

Großeinsatz in Friesoythe: Einige Disko-Besucher sind am Freitagabend in Panik geraten.   Foto: van Elten

In der Diskothek "Empire" in Friesoythe wird vorerst nicht mehr gefeiert. Das erklärte Frank Beumker, Pressesprecher der Cloppenburger Kreisverwaltung, am Donnerstagnachmittag. Die Disko bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Das sei das "einvernehmliche Ergebnis eines Gesprächs zwischen dem Diskotheken-Betreiber, der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, der Stadt Friesoythe und dem Landkreis Cloppenburg", erklärte Beumker.

Wie bereits am Donnerstagmorgen berichtet, hat der Betreiber bereits die für Samstag geplante Veranstaltung "Druck im Club" bei Facebook wieder abgesagt. Dass überhaupt für die Party Anfang dieser Woche nach den Vorkommnissen am Freitagabend geworben wurde, sorgte bei der Kreisverwaltung für Unmut.

Kreisverwaltung spricht weiter von "mehreren schwerwiegenden Corona-Verstößen"

Beumker spricht am Donnerstag erneut von "mehreren schwerwiegenden Corona-Verstößen", die festgestellt worden seien. Diese hätten zur Räumung geführt, die wiederum zu Panik unter den Feiernden führte. Anfang dieser Woche wurde dem Betreiber seitens der Kreisverwaltung vorgehalten, dass er sich unkooperativ gezeigt und außerdem mehrmals die Schließung der Notausgänge veranlasst habe. 

"Bei dem Gespräch im Kreishaus haben sich die Beteiligten ausführlich ausgetauscht und die Situation vom vergangenen Freitag im ersten Ansatz aufgearbeitet", berichtet Beumker. Damit ist bereits klar: Es wird noch mindestens ein weiteres Gespräch geben. Bis dahin müsse der Betreiber sein Hygienekonzept, das offenkundig nicht ausreichend war, überarbeiten. Der Geschäftsführer der Diskothek wird den Vorfall außerdem "intern aufarbeiten".

Dabei allein wird es nicht bleiben: Die Cloppenburger Kreisverwaltung kündigte eine baurechtliche Überprüfung der Diskothek an. Das beinhaltet auch eine Begehung des Gebäudes, wie Frank Beumker auf Anfrage von OM Online erklärte. Im Rahmen des Gesprächs seien Punkte zur Sprache gekommen, die baurechtlich relevant seien.

Vorfall wird von der Staatsanwaltschaft überprüft

Bezüglich der Corona-Verstöße hat die Kreisverwaltung jetzt die Staatsanwaltschaft Oldenburg eingeschaltet. Dort soll eine strafrechtliche Überprüfung vorgenommen werden. Das hat laut Aussage Frank Beumkers auch die Polizei bereits getan. In Oldenburg soll der Vorfall nun beurteilt werden. Sollte es keine strafrechtlichen Ermittlungen geben, will die Kreisverwaltung weiter am Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den Betreiber festhalten. Laut Auskunft der Kreisverwaltung droht dem Betreiber ein Bußgeld in fünfstelliger Höhe.

Erst wenn alle Punkte abgearbeitet seien, soll "ein weiterer Austausch" zwischen den Behörden und dem Geschäftsführer vereinbart werden. Einen Zeitpunkt nennt die Kreisverwaltung dabei nicht.

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