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Dammer Planungen werden konkret: 2024 soll Bau der Entlastungsstraße starten

Die Planungsunterlagen sollen erneut auslegen werden, hat der zuständige Fachausschuss empfohlen. Wenn alles ganz schnell geht, könnte der Rat den Bebauungsplan schon im Dezember beschließen.

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Ende im Irgendwo: 2024 sollen die Arbeiten am 1. Abschnitt der östlichen Entlastungsstraße beginnen. Dann wird die derzeit im Bereich des Kreisverkehrs Hunteburger Straße östlich abgehende Straße weitergebaut. Foto: Lammert

Ende im Irgendwo: 2024 sollen die Arbeiten am 1. Abschnitt der östlichen Entlastungsstraße beginnen. Dann wird die derzeit im Bereich des Kreisverkehrs Hunteburger Straße östlich abgehende Straße weitergebaut. Foto: Lammert

Einen Schritt weiter ist die Stadt Damme bei der Bauleitplanung für den zirka 800 Meter langen Abschnitt der östlichen Entlastungsstraße zwischen der Osterdammer und der Borringhauser Straße. Der Ausschuss für Planung, Umwelt, Klimaschutz und Nachhaltigkeit hat am Mittwoch bei seiner Sitzung im Rathaus dem Rat als Beschluss empfohlen, den Bebauungsplan ein weiteres Mal öffentlich  auszulegen und die Behörden und Träger öffentlicher Belange um ihre Stellungnahmen zu bitten.

Susanne Heine vom in Oldenburg ansässigen Büro Plankontor stellte den Ausschussmitgliedern, die unter dem Vorsitz Christina Hoffmanns von der CDU tagten, die im Zuge der ersten Auslegung eingegangenen Stellungnahmen vor. Der Landkreis Vechta etwa hatte auf den Artenschutz und den erforderlichen Ausgleich der Eingriffe in die Natur und Landschaft durch den Bau des Straßenabschnitts hingewiesen.

In einer gemeinsamen Stellungnahme hatten der Naturschutzbund (Nabu) Niedersachsen und die Nabu-Kreisgruppe Vechta den Bau der Straße abgelehnt. Unter anderem heißt es in der Stellungnahme: Die noch freie Landschaft würde zerschnitten und mit einer breiten Straßentrasse überbaut.

Verkehrsentwicklungsplan sieht Entlastung als notwendig an

Ferner spiele weniger der Gedanke der Entlastung der innerörtlichen Straßen eine Rolle, sondern die Neuerschließung weiterer Gewerbeflächen. Außerdem gingen wertvolle Ackerböden verloren, die noch die menschliche Ernährung sichern.

Dem hielt Susanne Heine unter anderem entgegen, die Straße sei im Verkehrsentwicklungsplan als notwendig erachtet. Im Vordergrund stehe das Vermeiden von innerstädtischem Verkehr. Außerdem trage ein flüssiger fließender Verkehr dazu bei, im Rahmen des gewollten Klimaschutzes die CO2-Emissionen zu verringern.

Stefan Schulte, der als Vertreter des Nabu dem Ausschuss als beratendes Mitglied angehört, setzte sich dafür ein, entlang der neuen Straße Bäume vorzusehen. Aber auch entlang der Kreisstraße von Damme nach Borringhausen sollte die Stadt Bäume pflanzen lassen. Das sei bei aller Bautätigkeit bislang nicht geschehen, wäre aber notwendig und sinnvoll, auch wegen des Landschaftsbildes.

Stadt besitzt die benötigten Flächen bereits

Den ersten Abschnitt der östlichen Umgehung, die insgesamt von der Hunteburger Straße bis zum Kreisverkehr bei der Siedlung Auwinkel führen wird, könnte die Stadt nach Worten des Fachbereichsleiters Planen und Bauen, Rolf Mähler, 2024 errichten lassen. Die dafür benötigten Flächen befinden sich im städtischen Eigentum.

Zunächst aber muss der Rat den Bebauungsplan beschließen, was unter Umständen noch im Rahmen der Dezember-, spätestens aber im Zuge der März-Sitzung erfolgen soll. Danach wird ein Ingenieurbüro den Auftrag für die Detailplanung erhalten.

Vorgesehen ist, den neuen Abschnitt der Umgehungsstraße auf die Borringhauser Straße als untergeordnete Straße aufmünden zu lassen. Im Zuge des Baus des nächsten Abschnitts soll dann an der Stelle ein Kreisverkehr entstehen.

Stadt muss Kosten für neue Straße alleine aufbringen

Allerdings ist nach Worten Rolf Mählers noch offen, wann die Arbeiten an dem Abschnitt zwischen der Borringhauser Straße und dem Kreisverkehr starten. Zuvor muss die Stadt noch ein Flurbereinigungsverfahren durchführen, um ins Eigentum aller benötigten Flächen zu kommen.

Zu den Kosten der Straße konnte Rolf Mähler noch keine Angaben machen. Die sind erst nach der Detailplanung absehbar. Allerdings wird die Stadt die Kosten komplett alleine tragen müssen. Es wird, das steht fest, keine Fördermittel des Landes geben.

Grimme plant neues Wohn- und Geschäftshaus

Zugestimmt hat der Ausschuss dem Vorschlag der Verwaltung, für ein Bauvorhaben Phillip Grimmes an der Wiesenstraße auf der Fläche, auf der früher der Jugendtreff stand, das städtebauliche Einvernehmen zu erteilen. Der Verwaltungsausschuss hat das letzte Wort.

Der Bauherr möchte ein Wohn- und Geschäftshaus errichten, in dem sich nach der Fertigstellung eine Zahnarztpraxis, Räume für zwei Büros und zwei Wohnungen befinden. Auf dem Außengelände sind 35 Stellplätze für Pkw vorgesehen.

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