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Damme hat einen neuen Bürgermeister-Vertreter

Christoph Bornhorst wechselt vom Kreis zur Stadt Damme. Hier übernimmt er neben dem Posten als Bürgermeistervertreter noch weitere Aufgaben.

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Neue Aufgabe: Seit dem 1. Juli ist Christoph Bornhorsts Arbeitsplatz im Dammer Rathaus. Foto: Lammert

Neue Aufgabe: Seit dem 1. Juli ist Christoph Bornhorsts Arbeitsplatz im Dammer Rathaus. Foto: Lammert

Seit vergangenem Februar war Christoph Bornhorst schon öfters Gast bei verschiedenen Sitzungen des Dammer Stadtrates und dessen Ausschüssen. Doch wie jeder andere Zuhörer musste er nach dem öffentlichen Teil den Sitzungssaal verlassen.

Das hat sich am 1. Juli grundlegend geändert. An dem Freitag hat der 52-Jährige die Leitung des Fachbereichs Bürgerservice und Soziales sowie die Aufgabe des Allgemeinen Vertreters des Bürgermeisters Mike Otte im Rathaus übernommen. Er ist damit neben Werner Fischer (Finanzen) und Rolf Mähler (Planen und Bauen) einer von 3 Fachbereichsleitern in der Verwaltung.

„Die Stelle hat mich wirklich gereizt“, begründet der Diplom-Verwaltungswirt seine Bewerbung. Nach seinem Abitur, das er am Dammer Gymnasium bestand, und seiner Ausbildung beim Landkreis Vechta war er bis Ende 2004 im Land-Projekt „Hilfe zur Arbeit“ und ab 2005 als Teamleiter und stellvertretender Geschäftsführer im gemeinsam vom Landkreis und der Agentur für Arbeit gegründeten Jobcenter tätig.

Bewerbung aus Überzeugung

Er habe sich zum Jahreswechsel 2021/22 aus Überzeugung auf die von der Stadt ausgeschriebene Fachbereichsleiterstelle beworben, deren Neubesetzung nach der Wahl Mike Ottes zum Bürgermeister erforderlich war. Er habe, erklärt der zweifache Vater, sich noch einmal beruflich neu orientieren wollen. Doch er stellt auch klar: „Ich musste von meinem bisherigen Posten nicht weg.“

Eines war für Christoph Bornhorst mit Blick auf einen möglichen Stellenwechsel immer eindeutig: Mit der neuen Aufgabe muss er sich identifizieren können. Ergo: „Ich hätte mich nicht auf die Stelle des Kämmerers beworben, wenn sie denn ausgeschrieben gewesen wäre.“

Im Bereich „Soziales“, den er nun im Rathaus verantwortet und in dem er qua Stelle auch Amtsleiter ist, ist er zu Hause. Dass dazu jedoch weitere Aufgabenfelder wie der Tourismus, die Kultur, das Stadtmarketing sowie die Schulen und Kindertagesstätten oder auch das Ordnungsamt in seinen Dienstbereich fallen, hat einen zusätzlichen Reiz ausgemacht, nach der jahrzehntelangen Tätigkeit für den Landkreis Vechta noch einmal eine ganz neue Aufgabe übernehmen zu wollen.

Das gilt auch für den Posten des Allgemeinen Vertreters, was in erster Linie bedeutet, dass er die Leitung der Verwaltung bei Abwesenheit des Bürgermeister übernimmt. Repräsentativ wird der mit seiner Familie in Rüschendorf lebende Bornhorst wohl eher seltener als Bürgermeistervertreter auftreten. Denn diese Aufgaben teilt sich Mike Otte mit den beiden vom Rat gewählten stellvertretenden Bürgermeistern Ruth Bresser und Bernard Decker, beide gehören der CDU an.

Als Linienrichter schon international Karriere gemacht

Sicher ist: Christoph Bornhorst wird trotzdem beruflich fortan mehr in der Öffentlichkeit stehen als als stellvertretender Geschäftsführer des Job-Centers. Für ihn ist das aber nichts Neues. Im Gegenteil. Schließlich richteten sich während seiner aktiven Zeit als Linienrichter beim Deutschen Fußballbund (DFB) zwischen 2003 und 2017 auf nationaler und zwischen 2008 und 2015 auf internationaler Ebene regelmäßig viele Augenpaare auf ihn, beurteilten jede Entscheidung äußerst kritisch.

„Ich kann gut mit Druck leben. Ich bin ein Typ, der ruhig mit Sachen umgeht“, sagt der Sohn des früheren Neuenkirchen-Vördener Kämmerers Wilhelm Bornhorst über sich. Dass der Druck gerade zu Anfang nicht zu groß wird, könnte er schon Dank eigener guter Vorarbeit erreicht haben. Denn durch die Teilnahme an möglichst vielen Zusammenkünften der Ratsgremien und bei Gesprächen innerhalb der Verwaltung hat er sich auf die neue Aufgabe vorbereitet. Selbst an der jüngsten Schul- und Kindertagesstättenbereisung hatte er teilgenommen. Dennoch erklärt er: „Ich muss noch viel lernen.“

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