Die Corona-Zahlen im Kreis Cloppenburg steigen auch am Wochenende weiter an. Die Kreisverwaltung meldet mit Stand vom Sonntag (20. September), 13.30 Uhr, 19 weitere bestätigte Infektionen. 10 dieser neuen Fälle stammen aus dem alten Amt Löningen. Die Zahl der aktuellen Corona-Infizierten steigt damit auf 158.
Gleichzeitig musste die Gesamtzahl der Corona-Fälle aus technischen Gründen um eine Person nach unten korrigiert werden. Diese Zahl liegt damit nun bei 452. Fünf Personen gelten indes als genesen.
Das Land Niedersachsen hat am Sonntag um 9 Uhr eine 7-Tagesinzidenz pro 100.000 Einwohner in Höhe von 63,9 errechnet. Im Vergleich zum Samstag bleibt dieser Wert damit unverändert. Die Zahlen vom Wochenende sind allerdings aufgrund von Meldeverzögerungen erfahrungsgemäß oft nur bedingt aussagekräftig. Der Landkreis Cloppenburg hatte bereits am Freitag den 50er-Grenzwert bei der 7-Tagesinzidenz mit 61,5 überschritten.
Quarantäne für Saterländer Schüler angeordnet
Der Landkreis hat zudem für weitere Schülerinnen und Schüler häusliche Quarantäne verordnet: Betroffen sind die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5C und der Theater AG des 5. und 6. Jahrgangs des Laurentius-Siemer-Gymnasiums in Saterland. Die Quarantäne gilt nach der Allgemeinverfügung bis zum 1. Oktober. In dieser Zeit dürfen die Schülerinnen und Schüler ihre Wohnung nicht ohne ausdrückliche Zustimmung des Gesundheitsamtes verlassen und Besuch von Personen zu empfangen, die nicht ihrem Haushalt angehören.
Landrat Wimberg kritisiert fahrlässiges Verhalten
Angesichts aktueller Kontrollen von Polizei, Stadt und Landkreis am Wochenende äußerte sich Landrat Johann Wimberg besorgt über das fahrlässige Freizeitverhalten mancher Einwohner. Er habe in dieser Situation kein Verständnis für ausschweifende Partys und Feiern in größerer Runde, so Wimberg weiter. Man werde die Kontrollen weiter verschärfen und Verstöße gegen die Allgemeinverfügung des Landkreises und andere Rechtsvorschriften ahnden. Auch die Vorgaben aus der Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen seien weiterhin einzuhalten, betonte der Landrat.