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Corona macht Turnverein Dinklage Probleme

500 Mitglieder haben sich abgemeldet. Um nicht in finanzielle Schwierigkeiten zu kommen, verzichtet der Verein für 2 Jahre auf neue Darlehen.

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Belohnung für mehr als 20 Jahre TVD-Zugehörigkeit: Eingerahmt vom Vorsitzenden Dr. Jürgen Hörstmann (links) und seinem Vertreter Robert Blömer wurden Anja Borchers (Fachübungsleiterin), Annette Hörstmann (Leiterin TVD Aktivcenter, Trainerin für Rehabilitation und Prävention) und Ivonne Germann (Fitnesstrainerin) geehrt.  Foto: Vollmer

Belohnung für mehr als 20 Jahre TVD-Zugehörigkeit: Eingerahmt vom Vorsitzenden Dr. Jürgen Hörstmann (links) und seinem Vertreter Robert Blömer wurden Anja Borchers (Fachübungsleiterin), Annette Hörstmann (Leiterin TVD Aktivcenter, Trainerin für Rehabilitation und Prävention) und Ivonne Germann (Fitnesstrainerin) geehrt.  Foto: Vollmer

Geduld war zu Beginn der Generalversammlung von den Mitgliedern des Turnvereins Dinklage von 1904 (TVD) im Saal der Gaststätte Rheinischer Hof gefordert. Wegen Störungen an der Mikrofonanlage eröffnete der Vorsitzende Dr. Jürgen Hörstmann nach Ersatzbeschaffung aus dem nahegelegenen TVD Aktivcenter die Zusammenkunft eine halbe Stunde später.

Die Neuwahlen ergaben eine Bestätigung des Vorstandes. Einstimmig wiedergewählt wurden Dr. Jürgen Hörstmann als Vorsitzender sowie als Stellvertreter, Andreas Windhaus, Heinz Witte und Robert Blömer mit jeweils verschiedenen Funktionsbereichen.

Für mehr als 20 Jahre TVD-Zugehörigkeit wurden Anja Borchers (Fachübungsleiterin), Annette Hörstmann (Leiterin TVD Aktivcenter, Trainerin für Rehabilitation und Prävention) und Ivonne Germann (Fitnesstrainerin) geehrt.

TVD verliert 500 Mitglieder in Pandemie-Zeit

Der Vorsitzende Dr. Jürgen Hörstmann erklärte, die Corona-Pandemie sei nicht spurlos am TVD vorbeigegangen ist. Zwar habe der Verein mit einem Angebot von Online-Kursen reagiert, dennoch musste ein Rückgang von 500 Mitgliedern hauptsächlich im Bereich Aktivcenter und Kindersportclub hingenommen werden. Durch den Verlust sei die Finanzsituation angespannt. Um den Verein nicht in Schwierigkeiten zu bringen, soll in den kommenden 2 Jahren kein neues Darlehen aufgenommen werden.

Was die Sportstätten angeht, konnte das Umkleide- und Sanitärgebäude für das Trainingszentrum am Schützenweg dank Einsatz von Eigenleistungen im Jahr 2019 in Höhe von 40.000 Euro fertiggestellt werden. Zudem wurde die Geschäftsstelle an der Schulstraße im Zusammenhang mit einer Umstrukturierung von Aufgabenfeldern modernisiert und umgebaut, berichtete Vereinsmanager Robin Pahl. So entstanden neben der Digitalisierung der Verwaltung aus dem großen Gesprächsraum für die Mitarbeiter jeweils eigene Büros. Ebenso wurden die Räumlichkeiten der Begegnungsstätte Time-Out im Sportpark neu gestaltet, sie wird jetzt von Werner Nuxoll betreut.

Stadiongebäude zum Teil heruntergekommen und baufällig

Breiten Raum nahm die erwartete Vorstellung des Vorstandes zur aktuellen Situation und Zukunftsplanung im Bereich des Jahnstadions ein. Dort wurde seit den Jahren 1998/1999 mit dem Anbau von Umkleiden und einem Raum für die Stadionzeitung Anpfiff nichts baulich verändert. Dr. Jürgen Hörstmann berichtete über Ergebnisse aus der Arbeit des Bau- und Liegenschaftsausschusses. Es wurde deutlich, dass es in den kommenden 10 bis 20 Jahren mehrere Baustellen und Projekte zu bearbeiten gibt. Vor allem das im Ostbereich liegende Stadiongebäude mit Jahnsporthalle ist heruntergekommen und zum Teil baufällig. Zudem wird kritisiert, dass es an ausreichenden Toiletten fehle und keine Zuschauertribüne vorhanden sei.

Die 100-Meter-Tartanbahn ist marode und die ansonsten in Asche erstellte Laufbahn für Wettbewerbe 20 Meter zu kurz. Der Zukunftsplan sieht die Behebung der Mängel durch Sanierung, Teil-Abriss und Neubau vor. Der Stadioneingang soll zum Schützenweg verlegt werden. An der Westseite ist eine Tribüne mit Toiletten, Kiosk und nebenliegendem Spaß- und Bewegungspark sowie ein Gerätelager vorgesehen.

Ehrgeizigstes Projekt ist die Errichtung einer 45 mal 25 Meter großen Freilufthalle auf dem jetzigen Rasenplatz im südlichen Bereich. Diese wäre für ganzjährige Nutzung und Trainingsmöglichkeiten wünschenswert, so Dr. Jürgen Hörstmann.

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