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Corona-Lage im Kreis Cloppenburg wieder auf dem Niveau von Mitte Dezember

Die Infektionskurve im Kreis Cloppenburg steigt am Donnerstag wieder steil an: Das Gesundheitsamt meldet  108 neue Coronafälle. Vor allem in Cloppenburg, Garrel und Friesoythe spitzt sich die Lage zu.

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Im Landkreis Cloppenburg gibt es aktuell 889 aktive und nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus - davon ist mittlerweile in 418 Fällen die britische Mutante B 1.1.7 nachgewiesen worden. Das geht es aus den am Donnerstagnachmittag veröffentlichten Zahlen des Cloppenburger Gesundheitsamtes hervor. Damit steigt die Infektionskurve deutlich an und bewegt sich jetzt wieder auf dem Niveau von Mitte Dezember.

Demnach liegen dem Gesundheitsamt am Donnerstag 108 neue positive Testergebnisse aus allen 13 Städten und Gemeinden  vor. Besonders deutlich verschärft sich die Situation in der Stadt Cloppenburg (39 Neuinfektionen, jetzt 256 aktive Coronafälle) in der Gemeinde Garrel (18 Neuinfektionen, jetzt 141 aktive Coronafälle) und in der Stadt Friesoythe (17 Neuinfektionen, jetzt 111 aktive Coronafälle). Generell sei festzuhalten: "Betroffen sind Personen zwischen den Geburtsjahrgängen 1942 und 2019", berichtet Kreissprecher Frank Beumker. Den 108 neuen Fällen stehen 24 Personen gegenüber, die seit Donnerstag als genesen gelten.

Unter den neu gemeldeten Fällen sind unter anderem - wie schon am Mittwoch - Familien in der Kreisstadt. Darüber hinaus sei bei 9 Bewohnern einer Garreler Obdachlosen- und Asylunterkunft eine Infektion nachgewiesen worden.

Es gibt aber auch wieder neue Coronafälle in der Fleischbranche: Bei Danish Crown in Essen wurden 3 Mitarbeiter positiv getestet, in einem weiteren Schlacht- und Zerlegebetrieb in Lindern sind es 2 Beschäftigte. Darüber hinaus sind 10 Beschäftigte von Heidemark in Ahlhorn, die im Landkreis Cloppenburg wohnen, unter den neuen Fällen.

Infektionen gibt es aber auch in anderen Branchen. Als Beispiel nennt der Kreissprecher ein Lackier- und Pulvertechnikunternehmen in Garrel: Hier seien 3 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Kontrolle bei Unternehmen: Angeblich wurden positive Schnelltests verschwiegen

Außerdem berichtet Beumker, dass Mitarbeiter des Gesundheitsamtes mit Unterstützung von Polizeibeamten bei einem Industrieunternehmen vorstellig wurden. Man habe den Hinweis bekommen, dass seitens der Betriebsleitung gegenüber dem Gesundheitsamt verschwiegen wurde, dass es bei firmeninternen Schnelltests positive Ergebnisse gegeben habe. Der Hinweis sei dann Anlass einer Kontrolle gewesen. "Dabei wurden von 39 Arbeitnehmern Abstriche genommen", berichtet Beumker. Die Ergebnisse stehen noch aus, wie der Kreissprecher gegenüber OM online mitteilte.

Die Lage in den 3 Krankenhäusern im Kreisgebiet: Zurzeit müssen laut Angaben der Kreisverwaltung 22 infizierte Patienten stationär behandelt werden - das sind 5 weniger als am Vortag. 7 von ihnen liegen auf der Intensivstation. Laut Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (kurz: DIVI) müssen 2 dieser 6 Patienten beatmet werden. Nach derzeitigem Stand (25. März, 12.15 Uhr) sind 23 von 29 Intensivbetten belegt.

Wie bereits berichtet hat das Landesgesundheitsamt am Donnerstagvormittag für den Landkreis Cloppenburg eine 7-Tagesinzidenz von 225,0 gemeldet - das ist erneut der mit Abstand höchste Wert in ganz Niedersachsen. Seit nunmehr 7 Tagen liegt der Landkreis oberhalb der 200er-Marke. Ab diesem Wert gilt ein Landkreis nach derzeitiger Definition als Hotspot. Zurzeit befinden sich 1646 Einwohner des Landkreises unter amtlich angeordneter Quarantäne.

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