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Corona: Kreis Cloppenburg meldet ersten Todesfall

Das Cloppenburger Gesundheitsamt hat am Montag den ersten Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Aktuell sind 165 aktive Infektionen nachgewiesen.

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Symbolfoto: dpa

Symbolfoto: dpa

Wie der Landkreis Cloppenburg am Montag mitgeteilt hat, gibt es einen ersten Todesfall, der in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung steht. Wie Kreissprecher Frank Beumker erklärte, ist eine Person aus Löningen verstorben, die positiv getestet war und an Vorerkrankungen litt. "Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen", erklärte Landrat Johann Wimberg am Montag. Und er betonte: "Wir sind alle weiterhin in der Pflicht, daran mitzuwirken, Risikogruppen so gut es geht vor Infektionen mit dem Coronavirus zu schützen." Daher bleibe es wichtig, "sich an die geltenden Regeln zu halten und Rücksicht zu nehmen."

Die Infektionskurve im Landkreis Cloppenburg kennt seit Tagen nur eine Richtung: nach oben. Zum Vergleich: Während die Kreisverwaltung am 9. September noch 32 aktive und nachgewiesene Infektionen meldete, sind es mit Stand von Montag (21. September) mittlerweile 165.

Allein in Löningen 76 Coronafälle

Zentrum des Infektionsgeschehens ist weiterhin die Stadt Löningen. Dort sind aktuell 76 Infektionen nachgewiesen. Die weiteren aktuellen Coronafälle verteilen sich wie folgt auf diese Städte und Gemeinden: Barßel (1), Saterland (4), Friesoythe (5), Bösel (1), Garrel (6), Molbergen (7), Cloppenburg (25), Emstek (10), Cappeln (1), Lastrup (16), Lindern (5) und Essen (8). Aktuell stehen 480 Einwohner des Landkreises unter Quarantäne. 3 Personen werden stationär in einem Krankenhaus behandelt.

Zumindest bei der 7-Tagesinzidenz hat es eine leichte Entspannung gegeben. Sie liegt seit Montagvormittag bei aktuell 58,6. Am Vortag wurde ein Wert von 63,9 gemeldet. Das könnte allerdings auch daran liegen, dass an Wochenenden weniger Abstriche getestet werden. Ein konkreter Trend beim Infektionsgeschehen wird sich wohl in den kommenden Tagen zeigen.

Eine Pflegerin aus dem Altenheim Emstek, drei Arbeitnehmer von einem Schlacht- und Zerlegebetrieb in Lindern sowie ein Schüler am Laurentius-Siemer-Gymnasium in Ramsloh sind nach Angaben der Kreisbehörde positiv getestet worden.

Gute Nachrichten am Copernicus-Gymnasium

Immerhin gute Nachrichten gibt es am Löninger Copernicus-Gymnasium: Rund 150 Schüler sind auf das Coronavirus getestet worden. Das Ergebnis ist bei allen negativ. Es haben sich jedoch zwei weitere Schüler mit dem Coronavirus infiziert. Die Jahrgänge 6 und 8 wurden vom Gesundheitsamt in Quarantäne gesetzt. Die Kontaktpersonen werden ermittelt und abgestrichen.

Nachdem am Sonntag für weitere Schüler im Landkreis eine häusliche Quarantäne angeordnet wurde, fragen sich immer mehr Eltern in den sozialen Medien, welche Strategie die Kreisbehörde in Bildungseinrichtungen verfolgt. Kreissprecher Frank Beumker erklärte auf Anfrage von OM online, dass es derzeit keine Pläne gibt, den Präsenzunterricht generell abzusagen - weder kreisweit, noch begrenzt für die Südkreis-Kommunen, die als aktueller Hotspot beim Infektionsgeschehen gelten.

Maskenpflicht im Unterricht nach Coronafall

Prinzipiell werde es nach dem Bekanntwerden eines Coronafalls an einer Schule automatisch eine Maskenpflicht auch während des Unterrichts geben - für jede Klasse, jeden Jahrgang, für Schüler und Lehrer. Mitarbeiter des Gesundheitsamtes würden umgehend damit beginnen, die engen Kontaktpersonen (sogenannte K1-Kontakte) der infizierten Person zu ermittelt. Diese würden getestet.

Unter Quarantäne gestellt werden in so einem Fall dann die so genannten Kohorten. Das kann ein Klassenverbund oder ein kompletter Jahrgang sein. Dies müsse aber von Fall zu Fall entschieden werden. Im Falle des Laurentius-Siemer-Gymnasiums wurde zum Beispiel eine häusliche Quarantäne nicht nur für die Schüler einer Klasse, sondern auch für die Mitglieder der Theater-AG aus zwei Jahrgängen angeordnet.

Pflegekammer fordert kostenlose Tests

Die Pflegekammer Niedersachsen forderte unterdessen angesichts der hohen Fallzahlen im Landkreis Cloppenburg, Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten regelmäßig alle 14 Tage zu testen, so wie es die nationale Teststrategie empfiehlt. Diese regelmäßigen Tests seien sowohl im Sinne der Beschäftigten, aber auch zum Schutz der pflegebedürftigen Menschen unerlässlich, sagte Kammerpräsidentin Nadya Klarmann am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Außerdem sollten Pflegefachpersonen in die Krisenstäbe eingebunden werden.

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